Erlebnisbericht einer Falun Gong Praktizierenden, die nach zweijähriger Haft aus dem Zwangsarbeitslager in China nach Deutschland zurück gerettet wurde (Teil 1)
Während der zweiwöchigen Haft vom 11. Januar 2002 bis 26. Januar 2002 im Umerziehungskurs wurde ich von 12 Leuten überwacht: fünf Umerziehungshelfern, zwei Sicherheitskräften, die anderen waren Polizisten. Sie arbeiteten in drei Schichten. Ich durfte weder sitzen noch stehen oder schlafen, ich musste immer mit gesenktem Kopf hocken, meine Hände mussten hinter dem Kopf bleiben. Während der Regelblutung durfte ich keine Hygieneartikel benutzen. Sie erlaubten mir auch nicht, auf die Toilette zu gehen und Wasser zu trinken. Als meine Hose von Blut durchtränkt war, beschuldigten sie mich noch, ich hätte den Platz schmutzig gemacht.
Am 21. November 2004 organisierten Falun Gong Praktizierende eine Posterausstellung und Übungsaufführungen im Stadtzentrum von Bristol, um Falun Gong vorzustellen und die andauernden ernsthaften Menschenrechtsverletzungen gegen Menschen, die in China Falun Gong praktizieren, aufzudecken. Viele Passanten kamen, um sich die Ausstellung anzusehen und die Übungen zu lernen. Sie waren auch daran interessiert, die Tatsachen über die Verfolgung von Falun Gong durch den ehemaligen chinesischen Staatschef Jiang Zemin und seine Komplizen zu erfahren.
Es ist Nachmittag, der 5. Januar 2002. Xiong Wei steht im Stadtzentrum von Peking und verteilt Informationsmaterial an vorüber eilende Passanten. Plötzlich rücken drei Zivilpolizisten an: Xiong Wei’s Broschüren, die staatliche Verfolgung von Falun Gong-Anhängern anprangern, werden beschlagnahmt. Die 32-jährige Chinesin muss in den vergitterten Polizeiwagen einsteigen. Danach beginnen die Wochen der U-Haft, erniedrigende Umerziehungsmaßnahmen, Folter.


