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Jahresbericht: 1.187 Falun-Dafa-Praktizierende wegen ihres Glaubens in 2021 verurteilt

Im Jahr 2021 wurden insgesamt 1.187 Praktizierende an Minghui.org gemeldet, die wegen ihres Glaubens an Falun Dafa zu Freiheitsstrafen verurteilt wurden. Aufgrund der strengen Zensur in China erreichen die Meldungen Minghui oft mit zeitlicher Verzögerung; es sind auch nicht immer alle Details ohne weiteres verfügbar. Von den insgesamt 1.187 gemeldeten Fällen betrafen sieben das Jahr 2019 und 288 das Jahr 2020, während 892 für 2021 notiert wurden. Aufgrund dieser Informationen hat sich die Gesamtzahl der gemeldeten Verurteilungen für das Jahr 2020 auf 910 erhöht.

Von den 892 Fällen im Jahr 2021 wurden die meisten Fälle (107) im März gemeldet, gefolgt von April (98) und Dezember (86). In den übrigen Monaten gab es 41 bis 84 Verurteilungen.

Die verurteilten Praktizierenden kamen aus 27 Provinzen und Gemeinden. Die fünf am meisten betroffenen Provinzen waren Liaoning (142), Heilongjiang (125), Jilin (109), Shandong (102) und Henan (90). In 20 weiteren Regionen gab es 10 bis 78 Fälle, wobei aus Fujian und Guangxi jeweils eine Verurteilung gemeldet wurde.

Allein die Gerichte in der Stadt Nanyang, Provinz Henan, verurteilten 41 Praktizierende zu Freiheitsstrafen. Zuvor waren am 30. August 2019 insgesamt über 100 Praktizierende bei einer Razzia festgenommen worden. Ihre Haftstrafen reichten von sieben Monaten bis hin zu 13 Jahren.

Die verurteilten Praktizierenden kommen aus allen Gesellschaftsschichten, darunter beispielsweise eine Musiklehrerin, ein Hotelinhaber, eine Ärztin im Ruhestand, eine Friseurin sowie ein Schiffbauingenieur.

Als Dorfbewohner von der Verhaftung des Restaurantbesitzers Yang Jianlu in der Provinz Hebei erfuhren, unterzeichneten 415 von ihnen eine eidesstattliche Erklärung zu seiner Unterstützung. Darin hieß es: „Wir wohnen in der Banpo Straße. Wir sind alle schockiert zu hören, dass Yang Jianlu verhaftet wurde. Die Menschen in den umliegenden Dörfern wissen alle, dass er Falun Gong praktiziert und ein guter Mensch ist. Wer auch immer Hilfe braucht, er ist immer bereit, ihm zu helfen. Wir wissen nicht viel über die hoch entwickelten Prinzipien von Falun Gong, aber wir wissen, dass er ein guter Mensch ist und nichts Falsches getan hat. Er ist seit fast acht Monaten inhaftiert. Bitte lassen Sie ihn frei. Lassen Sie ihn und seine Familie wieder zusammenkommen.“ Trotz ihres Gesuches wurde Yang zu acht Jahren Haft verurteilt, seine Berufung war erfolglos.

Nachdem Ding Guochen, ein Mathematiklehrer aus der Provinz Liaoning, 2019 verhaftet worden war, rief seine Frau seine Schüler und deren Eltern an. Sie teilte ihnen mit, dass ihr Mann nicht mehr unterrichten könne. Einige Schüler weinten vor Verzweiflung. Der Vater eines Schülers sagte zu Dings Frau: „Mein Sohn ist völlig aufgelöst. Als seine Mutter ihm sagte, er solle sich für eine andere Klasse anmelden, sagte er: ‚Ich werde keinen besseren Lehrer als ihn finden! Ich will nicht zu anderen Nachhilfestunden gehen. Ich will nur bei Lehrer Ding lernen.‘“ Später wurde Ding zu zwei Jahren Haft verurteilt, obwohl er zu dieser Zeit nach einer Hirnblutung im Koma lag.

Bei 61 Praktizierenden wurde die Strafe zur Bewährung ausgesetzt, bei 34 war das Strafmaß unbekannt und zwei Praktizierende wurden lediglich zu einer Geldstrafe verurteilt. Die übrigen Praktizierenden erhielten Haftstrafen zwischen drei Monaten und 14 Jahren, was eine durchschnittliche Freiheitsstrafe von dreieinhalb Jahre bedeutet

Insgesamt 448 Praktizierenden wurden entweder vom Gericht oder durch die Polizei Geldstrafen auflegt – insgesamt sechs Millionen Yuan (rund 832.000 Euro). Dies entspricht einem Durchschnittsbetrag von 14.860 Yuan (etwa 2.060 Euro) pro Person. 204 Praktizierende sollten eine Geldstrafe von bis zu 5.000 Yuan (rund 700 Euro) zahlen, 106 zwischen 5.000 und 10.000 Yuan (bis zu 1.400 Euro) und 18 Praktizierende über 50.000 Yuan (etwa 7.000 Euro).

Von 430 Praktizierenden war das Alter zum Zeitpunkt ihrer Verurteilung bekannt: 32 waren über 80 Jahre alt, 122 über 70, 122 über 60, 102 über 50, 41 über 40, neun über 30, ein Praktizierender über 20 und eine jünger als 19 Jahre.

Liu Hui war die jüngste Praktizierende, eine Schülerin der Krankenpflegeschule von Weifang, Provinz Shandong. Als sie sich weigerte, sich gegen COVID impfen zu lassen, wurde sie von ihrer Schule unter Druck gesetzt. Da man wusste, dass sie Falun Dafa praktizierte, meldete die Schule die Praktizierende bei der Polizei. Die Beamten verhafteten Liu. Ein Gericht verurteilte sie zu sieben Monaten Haft und 5.000 Yuan Geldstrafe (rund 700 Euro), weil die Polizei im Schlafsaal bei ihr Falun-Dafa-Materialien gefunden hatte.

Die ältesten verurteilten Praktizierenden waren 88 Jahre alt – Xin Yuliang wurde zu einem Jahr Haft verurteilt, der Praktizierende Xu Shujun und seine 82-jährige Frau Wang Chuanyun zu je drei Jahren. Einer 90-jährigen Praktizierenden, die am 28. Oktober 2021 vor Gericht stand, droht ebenfalls eine Haftstrafe.

Der 80-Jährige Liu Xiyong wurde nach Ablauf seiner drei Jahre Haft nicht freigelassen. Die Behörden behielten ihn in Gewahrsam und verhängten weitere vier Jahre. Trotz seines kritischen Zustands wurde eine Haftverschonung verweigert. Liu starb am 29. Dezember.

Zwei weitere Praktizierende starben ebenfalls im vergangenen Jahr an den Folgen der durch die Haft bedingten Verfolgung, darunter eine 55-jährige Mutter und ein 65-jähriger Vater.

Viele Praktizierende werden in Gefängnissen brutal misshandelt – physisch und psychisch. So wollen die Wärter sie zur Aufgabe ihres Glaubens zwingen. Einige Praktizierende müssen sich im Rahmen einer Gehirnwäsche dem Buddhismus widmen, andere müssen hungern und gleichzeitig schwere unbezahlte Arbeit verrichten. Etliche Praktizierende wurden ständig verprügelt, mit Elektroschocks gequält und einem Schlafentzug unterzogen.

Um den Willen der Praktizierenden zu brechen, verweigern die Behörden ihnen oft Familienbesuche.

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