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Geschichten aus dem alten China: Die Geschichte über Li Qiao

Anmerkung: In alten Zeiten haben die Chinesen daran geglaubt, dass die menschliche Gesellschaft mit dem Universum in Zusammenhang stehe. Die Änderungen in der Menschenwelt sind die Resultate der Veränderungen der himmlischen Erscheinungen, welche den Menschen entweder Glück oder Katastrophen bringen. Das eigene Schicksal wird somit durch die himmlischen Gesetze vorherbestimmt und geregelt, seien es Geburt, Altern, Kranksein oder Sterben. Ob man sich diesen himmlischen Gesetzen entziehen kann oder nicht, darüber können Sie nach dem Lesen dieser Geschichte nachdenken.

Der Gutachter Pei Zhou ging wegen eines Arbeitsauftrages nach Youzhou (heute Peking) und traf dort auf einen älteren Militärbeamten aus, der mit Nachnamen Hu hieß. Hu konnte sich nicht an seinen Vornamen erinnern, als Pei Zhou ihn danach fragte. Als Pei Zhou sah, dass Hu an seinem Nacken eine große Narbe hatte, fragte er Hu was passiert war.

Hu antwortete: “Ich war mal ein Beamter in der südwestlichen Region Chinas. Li Qiao war mein Vorgesetzer. Er dachte, ich sei intelligent und bat mich seine Gedichte zu ordnen und bewahren. Er sagte jedoch auch, obwohl ich intelligent sei, hätte ich einen harten Weg vor mir, würde knapp an Geld sein und wenig Ruhm erlangen. Er erzählte mir, dass ich im Alter von 30 Jahren auf eine lebensbedrohliche Schwierigkeit treffen würde und falls ich dies überleben würde, bis zum 60. Lebensjahr einen Beamtenstatus erhalten würde. Letztendlich sagte er noch, dass mein Leben voller Frustrationen sein würde und ich besser nicht nach Ruhm streben sollte."

Hu fuhr fort: “Im Alter von 30 Jahren hatte Quan mit einem nördlichen Kriegherren Krieg angefangen. Ich schloss mich seiner Armee an. Während des Kampfes war mein Nacken sehr schwer von einem der feindlichen Soldaten verletzt worden. Obwohl mein Genick nicht gebrochen war, wurde ich zu den Toten gelegt und dem Sterben überlassen. Als ich wieder gesund wurde, hatten unsere Streitkräfte den Krieg verloren. Danach entschloss ich mich, dem Rat Li Qiaos zu folgen und nicht mehr nach einem hohen Beamtenstatus und Ruhm zu streben und fand schließlich eine Arbeit im Tempel.”

Hu weiter: “Schließlich kam ich im Alter von 60 Jahren als Gast zu dem Gouverneur Guo nach Yanzhou. Zu dieser Zeit kam ein Hellseher zum Gouverneur und erklärte ihm, dass ich ein guter Anwärter auf eine offizielle Stelle wäre. Der Hellseher, sagte ich würde diese Stelle noch vor Oktober dieses Jahres erhalten.

Der Gouverneur Guo dachte von sich selbst, dass seine Grafschaft viel zu weit entfernt sei und unwichtig, dass nicht mal er selbst die Chance hatte, befördert zu werden. Wie sollte er dann jemand anderen für eine Stelle beim Kaiser weiterempfehlen? Nicht lange danach gab der Kaiser jedoch eine offizielle Erklärung heraus, dass jeder Gouverneur einer Präfektur eine Person aus dessen Bezirk für eine offizielle Beamtenposition vorschlagen sollte. Der Gouverneur Guo gab für mich Ende Mai eine Empfehlung ab. In seinem Brief schrieb er, dass ich in Kampfstrategien sehr erfahren sei.“

Schließlich sagte Hu zu Pei Zhou: “Im Oktober bestand ich die Prüfung der Regierung und wurde als Hilfsmilitärbeamter im Ost-Palast angenommen. Für mehrere Jahre war ich in Youzhou dafür zuständig, in militärischen Angelegenheit zu beraten.”

Quelle: Schicksalsaufzeichungen (Ding Ming Lu)
Übersetzt aus dem Englischen: http://www.clearharmony.net/articles/200307/14179.html

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