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Deutschland: In Hamburg bisher rund 800 Unterschriften gegen Organraub in China gesammelt

Rund 70 Unterschriften täglich sammelten die Hamburger Falun Gong Praktizierenden in den letzten elf Tagen für eine Petition gegen Organraub. Exakt 794 Personen hatten sich bis zum Ende des Infotages am Samstag, 20. Oktober 2012, eingetragen und damit an die UN gewandt. In der Petition wird gefordert, ein unabhängiges Expertenteam in die Volksrepublik China zu entsenden, um die Vorwürfe des Organraubes an Lebenden zu untersuchen. Noch bis Donnerstag, 25. Oktober, dürfen die Unterschriftenlisten in Frankfurt bei einer Menschenrechtsorganisation abgegeben werden.

So soll die Kommunistische Partei Chinas (KPC) je nach Schätzung zwischen 65.000 und mehr als 100.000 Falun Gong Praktizierende in weniger als zehn Jahren wegen ihrer Organe ermordet haben. Seit Beginn der Verfolgung im Juli 1999 gelten Falun Gong Praktizierende in China nur mehr bedingt als Menschen: Um die Menschen, wie es heißt, „umzuerziehen“, also sie geistig zu brechen, dürfen sie beliebig misshandelt und gefoltert werden. Sollten die Praktizierenden diese Folter nicht überleben, geben Mediziner als Todesursache in der Regel Herzinfarkt, Selbstmord oder Schlaganfall an. Als gute Einkommensquelle hatte schließlich das chinesische Militär ab 2003 systematisch den Organraub an Lebenden eingeführt.

Auch um auf diese Grausamkeiten von Seiten der KPC hinzuweisen, hatten die Hamburger Falun Gong Praktizierenden am 20. Oktober einen Infotag veranstaltet. Die Unterschriftenlisten kamen bei den Hamburgern sichtbar gut an: Insgesamt 392 Personen unterschrieben in rund drei Stunden die Petition. Manchmal standen die Passanten sogar vor dem Infotisch Schlange, nur um die Listen zu unterschreiben. Und als die Interessierten schließlich sogar damit anfingen, die Unterschriftenlisten gleich direkt an andere zum Unterschreiben weiterzugeben, bemerkte die Verantwortliche für den Infostand mit einem Augenzwinkern: „Jetzt nehmen sie uns schon die Arbeit ab. Vielleicht sollten wir uns die Unterschriftenlisten nicht so einfach aus der Hand nehmen lassen.“

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