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Voice of America: Anhörung im US-Kongress über die Verfolgung von Falun Gong

Der Ausschuss „Congressional-Executive Commission on China (CECC)” veranstaltete am 18. Dezember 2012 eine Anhörung mit dem Titel „Falun Gong in China: Überblick und Aktualisierung“.

Voice of America berichtete über die CECC-Anhörung, dass der Vorsitzende von CECC, der Abgeordnete des Repräsentantenhauses Chris Smith (Republikaner – NJ) zusammen mit dem zweiten Vorsitzenden von CECC, dem Senator Sherrod Brown (Demokrat – OH), acht Aussagen von Zeugen in Bezug auf die Lage von Falun Gong in China hörten.

Bruce Chung, ein taiwanesischer Falun Gong-Praktizierender, war nach Washington D.C. geflogen, um seinen persönlichen Bericht darüber abzugeben, wie er in China von Agenten der Staatssicherheit festgenommen wurde, als er im Juni auf einem Familienbesuch dort war. Er wurde erst freigelassen, als er eine sogenannte „Reueerklärung“ unterschrieb, die er nun als einen „Flecken“ auf seinem Charakterbild betrachtet.

Der Abgeordnete Smith berichtete von einem Erlebnis, dass er eine Woche zuvor mit einer Gruppe Hochschulstudenten aus China hatte. Als er den Studenten gegenüber Falun Gong erwähnte, wurden sie sehr aufgeregt und wollten das Thema vermeiden. Herr Smith erzählte, dass er sehr überrascht gewesen sei, wie gründlich die kommunistische chinesische Partei ihre Bürger der Gehirnwäsche unterzogen habe.

Einer der Zeugen, Hu Zhiming, ein ehemaliger Major der chinesischen Luftwaffe und außerdem Falun Gong-Praktizierender, sagte, dass sich die KPCh auf Lügen und Gewalt stützen würde, um die Verfolgung von Falun Gong aufrechterhalten zu können. Chinesen, die kein tiefes Verständnis von dieser Meditationspraxis hätten, würden von den Lügen der KPCh getäuscht. Da die KPCh nicht in der Lage ist, Falun Gong-Praktizierende zu täuschen, bedient sie sich der Gewalt und der Folter, um die Praktizierenden „umzuerziehen“, damit sie ihren Glauben aufgeben. Als Herr Hu diese „Umerziehung“ verweigerte, wurde er zu acht Jahren Gefängnis verurteilt. Er berichtete den Teilnehmern dieser Anhörung, dass er aus Protest gegen die erlittene Folter in einen Hungerstreik getreten sei. Später sei er in ein Krankenhaus gebracht worden, wo man ihm gegen seinen Willen unbekannte Drogen gespritzt hätte.

Der Vorsitzende Smith brachte im vergangenen Jahr den Gesetzesentwurf H.R. 2121 ein, der den US-Präsidenten bevollmächtigt, leitenden chinesischen Beamten und ihren unmittelbaren Familienangehörigen, die Einreise in die USA zu verweigern, wenn sie in China die Menschenrechte missachtet haben.

Radio Free Asia berichtete am Dienstag über die Anhörung von CECC in Washington D.C., um seine Zuhörer über den derzeitigen Stand der Verfolgung von Falun Gong in China zu informieren.

Der Abgeordnete Smith nahm an der Anhörung der „Congressional-Executive Commission on China“ teil, bei der acht Falun Gong-Praktizierende ihre Zeugenaussagen vorbrachten. Der taiwanesische Falun Gong-Praktizierende Bruce Chung war der erste Zeuge, der von seinen Erfahrungen berichtete. Er fing 2001 mit dem Praktizieren von Falun Gong an. Er fuhr am 15. Juni in die Stadt Ganzhou in der Provinz Jiangxi, um seine Familie zu besuchen. Als er am 18. Juni für seinen Rückflug nach Taiwan an Bord gehen wollte, wurde er von Sicherheitsagenten der Stadt Ganzhou festgenommen und angeklagt, die Staatsicherheit gefährdet zu haben. Er wurde zu 54 Tagen Haft verurteilt und durfte nur einen einzigen Telefonanruf tätigen, der an seinen Anwalt ging.

Herr Chung erklärte, dass Peking immer heimlich die Aktivitäten von Falun Gong in Taiwan überwachte. Chinesische Sicherheitsagenten verdächtigten Herrn Chung, Sendegeräte nach China gebracht zu haben, um damit den staatlich-geführten Fernsehsender anzapfen zu können. Bevor man ihn freiließ, wurde er gezwungen, eine Reueerklärung zu unterschreiben. Chung sagte, dass Peking seiner persönlichen Erfahrung nach die Verfolgung nach Taiwan ausgedehnt habe. „Erstens bin ich laut taiwanesischem Falun Dafa-Verein bereits der 17. taiwanesischen Falun Gong-Praktizierende, der in Festlandchina verfolgt wurde. Zweitens heuert die KPCh ausländische Spione an zur rechtswidrigen Sammlung von Informationen persönlicher Art über Falun Gong-Praktizierende sowie von Informationen über deren Aktivitäten. Auf diese Weise werden ausländische Praktizierende sofort festgenommen, wenn sie einmal nach Festlandchina reisen. Die internationale Gemeinschaft sollte diese Machenschaften verurteilen.“ Herr Chung bedankte sich bei der amerikanischen Regierung und der europäischen Union für all deren Rettungsbemühungen.

Hu Zhiming, ein ehemaliger Major der chinesischen Luftwaffe, brachte die nächste Zeugenaussage vor. Er kam am 2. August 2012 in den Vereinigten Staaten an, nachdem er jahrelang in China verfolgt wurde. Herr Hu fing im Jahr 1997 mit dem Praktizieren von Falun Gong an. Als das chinesische Regime am 20. Juli 1999 Falun Gong verbot, fingen seine Freunde plötzlich an, ihn wie einen Feind zu behandeln. Im Oktober 2000 wurde er in einem Hotel in Shanghai festgenommen und im April 2002 in das Gefängnis Tilanqiao gebracht. Hu erinnerte sich, wie er über lange Zeiträume hinweg auf ein Gefängnisbett gebunden war. Er berichtete, dass er kaum in der Lage war, zu gehen, als er losgebunden wurde. 2004 wurde er freigelassen. Er benötigte sechs Monate zur Erholung und fand im darauffolgenden Jahr eine Arbeit in Peking. Am 23. September 2005 wurde er jedoch von der Pekinger Polizei und Sicherheitsabteilung entführt und zu vier Jahren Haft im Gefängnis verurteilt, weil er die Menschen mit den „Neun Kommentaren über die kommunistische Partei“ bekannt gemacht hatte und ihnen über die Austrittswelle aus der KPCh von Personen im Ausland berichtet hatte.

Im Mai 2006 fing Hu einen Hungerstreik an, um gegen die brutale Behandlung zu protestieren, der er ausgesetzt war. Am fünften Tag seines Hungerstreiks legte man ihm Fußfesseln an und brachte ihn in einem sehr schwachen Zustand in die Notaufnahme eines Krankenhauses. In diesem Krankenhaus wurde er später zwangsernährt. Dazu führten sie eine ca. einen Meter lange Zufuhrröhre in seine Nase ein und zogen sie dann heftig wieder heraus. Das verursachte schwere Blutungen und langzeitige Schmerzen beim Schlucken.

Sarah Cook, Forschungsbeauftragte bei Freedom House, gab eine Einführung in Falun Gong und erörterte, warum die KPCh im Jahr 1999 die Verfolgung gegen Falun Gong begann.

Der Vorsitzende Smith rief zum einen zu einer sofortigen Beendigung der Verfolgung von Falun Gong durch die KPCh auf und zum anderen zur Freilassung von politischen Gefangenen in China.

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