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Falun Dafa Informationszentrum Deutschland: Gesetz gegen Organtourismus

[27.03.2013]

New York / Berlin (FDI) – Pressemitteilung 28.03.2013 – Ein Mitglied der Legislative Australiens hat einen Gesetzesvorschlag vorgelegt, der die Verbrechen im globalen Organhandel fokussiert. Experten begrüßten den Vorschlag als einen wirkungsvollen Schritt um die dunkle Praxis des Organraubs einzudämmen. Es geht um das Entnehmen der Organe von Menschen ohne deren Einverständnis und den Verkauf dieser auf dem Schwarzmarkt. Es gibt zahlreiche Indizien, dass die chinesische Regierung diese Praxis in großem Umfang an Falun Gong-Praktizierenden durchführt.

Weltweit haben Regierungen Zeichen gesetzt, um den Missbrauch bei Transplantationen in mehreren Ländern anzugehen. Die auffälligsten Verstöße betreffen China, wo eine beträchtliche Transplantations-Industrie existiert, aber die Zahl der freiwilligen Spender laut Statistiken der Regierung minimal ist.

Hinter der jüngsten Aktion steht David Shoebridge, Grünen-Mitglied im Parlament von New South Wales. Wenn sein Gesetz durchkommt, machen sich Bürger von New South Wales strafbar, wenn sie sich Organe eines Opfers aus dem illegalen Organhandel einsetzen lassen.

Gesetze gegen den Organtourismus gibt es bereits in Frankreich, Kanada und Israel. Und in den letzten Monaten haben der US-Kongress, das EU-Parlament sowie das Australische Parlament Anhörungen von Experten zum Organraub an inhaftierten Falun Gong-Praktizierenden durchgeführt.

Die chinesische Regierung leugnet diese Praxis trotz wachsender gegenteiliger Beweise.

Der unabhängige Autor und Experte für Menschenrechtsverletzungen in China, Ethan Gutmann, erfuhr von dem Phänomen erstmals im Jahr 2006, als er Interviews mit Falun Gong-Praktizierenden machte, die in Arbeitslagern und chinesischen Gefängnissen inhaftiert waren. Sie berichteten ihm neben lebensbedrohlicher körperlicher Misshandlung auch von unüblichen medizinischen Untersuchungen. Mediziner haben diese als dieselben Tests identifiziert, die üblicherweise durchgeführt werden, um die Gesundheit von verschiedenen Organen, wie Herz, Lunge, Leber und Nieren sicherzustellen. Jedes von ihnen kann Zehntausende von Dollar einbringen.

Zwischen den Jahren 2000 und 2005, sollen laut einer Untersuchung von David Matas, Menschenrechtsanwalt, und David Kilgour, ehemaliges Parlamentsmitglied in Kanada, 41.500 Organe von Falun Gong-Praktizierenden „geerntet“ worden sein (Bericht). Gutmann spricht 2008 von 65.000 Organen.

„Wie Gutmann und Matas herausfanden, wurden Zehntausende Falun Gong-Praktizierende getötet, um ihre Organe zu entnehmen und zu verkaufen", sagt der Sprecher des Falun Dafa-Informationszentrums in New York, Erping Zhang. „Wir hoffen, dass andere westliche Regierungen Maßnahmen ergreifen, um diese grausigen und erschreckenden Verbrechen zu beenden."

In Verbindung mit seinem Gesetzesvorschlag in Australien wird David Shoebridges Grüne Partei eine breit angelegte Online-Befragung durchführen.

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:
Waltraud Ng Tel.: 06201-15672, Mobil: 0173-3135532
Internet: www.faluninfo.de; E-Mail: pm@falun-info.de

Falun Dafa, auch Falun Gong genannt, ist eine traditionelle buddhistische Kultivierungsschule, die ursprünglich aus China stammt und in mehr als 114 Ländern und Regionen der Welt praktiziert wird. Neben den körperlichen Übungen wird besonderer Wert auf ein Leben nach den Prinzipien von Wahrhaftigkeit, Barmherzigkeit und Nachsicht gelegt, die seit Tausenden von Jahren in der chinesischen Kultur verwurzelt sind.

Seit dem 20. Juli 1999 unterliegt Falun Dafa in China einer irrationalen Verfolgung, die durch den ehemaligen Staatschef Jiang Zemin initiiert wurde. Schätzungen zufolge wurden seit dem Juli 1999 über 1 Million Falun Gong-Praktizierende festgenommen, über 500.000 Praktizierende, möglicherweise aber wesentlich mehr, zu häufig jahrelangem Arbeitslager gezwungen, in der Regel ohne ordentliches Gerichtsverfahren. Die Verfolgung in China umfasst alle Lebensbereiche: sie führt zum Verlust von Arbeitsplatz und Wohnung, schließt Schüler und Studenten von der Ausbildung aus, zwingt Frauen zur Abtreibung und Ehepaare zur Scheidung. Dem Falun Dafa-Informationszentrum liegen bis heute Informationen von über 3649 Todesfällen vor, zu denen es durch Folter in Polizeistationen und Arbeitslagern kam. Die Dunkelziffer dürfte um ein Vielfaches höher liegen. Dass systematischer Organraub von staatlichen Behörden angeleitet wird, ist kaum zu glauben und dennoch sind schätzungsweise 65.000 gesunde Falun Gong-Praktizierende Opfer von Organraub am lebendigen Leibe in China geworden.

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