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Washington DC: Mahnwache mit Kerzenlicht im Gedenken an den friedlichen Appell vom 25. April 1999

Am Abend des 24. April 2013 versammelten sich Falun Dafa-Praktizierende aus Washington DC vor der Chinesischen Botschaft. Sie zündeten Kerzen an im Gedenken an den friedlichen Appell ihrer chinesischen Mitpraktizierenden vor 14 Jahren in Peking. Einige Zeitzeugen hielten Reden und berichteten von den unmenschlichen Folterungen, denen sie in chinesischen Arbeitslagern ausgesetzt waren.

Mahnwache der Falun Dafa-Praktizierenden mit Kerzenlicht in Washington DC

Auf der Kundgebung berichtete Frau Yu Zhenjie aus Washington ihre Geschichte: „Heute stehe ich hier und erinnere mich an den Tag. Es war der 25. April 1999 und wir fuhren nach Peking, um der chinesischen Regierung auf friedliche Weise unsere Petition zu überreichen.“ Frau Yu Zhenjie war damals Chefbuchhalterin in der Stadt Mudanjiang in der Provinz Heilongjiang. Weil sie ihren Glauben an „Wahrhaftigkeit, Barmherzigkeit, Nachsicht“ nicht aufgeben wollte, wurde sie mehrmals festgenommen, im Arbeitslager eingesperrt, zusammengeschlagen, aufgehängt, mit Elektrostäben geschockt und zwangsernährt. Ihr wurde Gift eingeflößt, um damit ihr Zentralnervensystem zu zerstören. Sie wurde mit verschiedenen unmenschlichen Methoden gefoltert. Sie erzählte: „Meine Tochter, mein jüngerer Bruder, seine Ehefrau und meine jüngere Schwester wurden nacheinander gesetzwidrig im Arbeitslager bzw. Gefängnis eingesperrt. Weil unser Vater diesen Schlag nicht ertragen konnte, dass seine Töchter verfolgt wurden, starb er. Mein Mann wurde gezwungen, sich von mir scheiden zu lassen. Unsere große Familie wurde infolge des Todes und der Scheidung zerstört. Allerdings stellen meine persönlichen Erfahrungen nur die Spitze des Eisberges der über zehnjährigen Verfolgung durch die KPCh dar.“

Auf der Versammlung erzählte Frau Ma Chunmei aus Fairfax County von Virginia: „Seit Beginn der Verfolgung durch die KPCh im Jahr 1999 wurde ich insgesamt 4-mal festgenommen und 2-mal ins Arbeitslager gesperrt. Ich durchlebte verschiedene körperliche bzw. seelische Folter, wurde verprügelt und beschimpft, erhielt Elektroschocks, wurde mit dem `Totenbett´ gefoltert, aufgehängt, gewaltsam zwangsernährt, mir wurde Gift injiziert, ich musste Sklavenarbeit verrichten… Mir wurde auch mehrmals gewaltsam Blut abgenommen zur Untersuchung … Beinahe wurde ich ermordet.“

„Beinahe wurde ich ermordet“, so Frau Ma Chunmei aus dem Bezirk Fairfax von Virginia

„Mein Ex-Mann war eigentlich sehr freundlich und gutherzig. Nur weil er den imensen Druck der Verfolgung nicht mehr aushalten konnte, sah er sich gezwungen, sich von mir scheiden zu lassen. Wir alle drei Schwestern wurden verschleppt und unser Zuhause wurde geplündert, sodass die Haare meines Vater über Nacht ergrauten. Meine Mutter legte sich vor den Polizeiwagen nieder, um die Polizei daran zu hindern, ihre Töchter zu entführen. Sie wurde von der Polizei weggeschleppt, danach erlitt sie fast einen Nervenzusammenbruch. Mein 7-jähriger Sohn war traumatisiert und schrie oft nachts im Traum nach seiner Mama.“

Auch Frau Ma Chunmeis jüngere Schwester, die Ma Chunling heißt, wurde im letzten September ein weiteres Mal festgenommen und zu zwei Jahren Arbeitslager verurteilt. Derzeit ist sie in der 3. Brigade des Arbeitslagers Masanjia inhaftiert.

Frau Wang Chunrong, 67 Jahre alt, war Vorsitzende des Xincheng Büros für Buchhaltung in Dalian, Provinz Liaoning, die über mehr als hundert Mitarbeiter verfügte. Nur weil sie trotz der Verfolgung weiterhin Falun Gong kultiviert, nahm man sie am 14. August 2007 fest.. Das Xincheng Büro für Buchhaltung wurde geschlossen. Frau Wang Chunrong verurteilte man gesetzwidrig zu drei Jahren Arbeitslager und sperrte sie zuerst im Arbeitslager Masanjia und danach im Untersuchungsgefängnis Yaojia in Dalian ein.

Frau Wang Chunrong berichtete auf der Kundgebung von den seelischen und körperlichen Misshandlungen, denen sie in der über 3-jährigen gesetzwidrigen Haft ausgesetzt war.

An diesem Tag 24. April 2013 kamen sie alle als Zeugen der Verfolgung von Falun Dafa zusammen, mit dem gemeinsamen Wunsch, das Böse aufzudecken und die Verfolgung zu beenden. Frau Ma Chunmei sagte: „Auch angesichts der Folterungen habe ich ‚Wahrhaftigkeit, Barmherzigkeit, Nachsicht‘ im Herzen bewahrt. Es ist nicht falsch, ein guter Mensch zu sein. Wenn es auf der Welt niemanden mehr gäbe, der die Wahrheit beschützt, würde diese Welt keine Hoffnung mehr haben. Ich glaube, in der Zukunft werden sich die Menschen eines Tages klar darüber werden, dass das, was wir heute leisten, richtig gewesen ist.“

Auch der Rechtsanwalt Jamil Lawrence nahm an der Versammlung teil. Er sagte: „Die Zeugen-Aussagen von den einigen Falun Dafa-Praktizierenden über ihre persönlichen Erlebnisse waren sehr berührend. Sie haben mein Herz tief bewegt. Es ist mir eine Ehre, heute mit ihnen zusammen stehen zu dürfen und sie zu unterstützen. Wir müssen die Chinesische Botschaft und die ganze Welt sehen lassen, dass wir zusammenhalten, um gemeinsam diese Verfolgung zu beenden, die bis zum heutigen Tag schon über zehn Jahre andauert. Als Rechtsanwalt halte ich diese Verfolgung für eine schwerwiegende Verletzung der Menschenrechte. Egal ob juristisch betrachtet oder vom Menschlichen her – die internationale Gesellschaft muss gemeinsam gegen diese Verfolgung der Falun Dafa-Praktizierenden durch die KPCh protestieren.“

Während die Fakten und Hintergründe der Verfolgung von Falun Dafa allmählich ans Licht kommen, wagen in Festlandchina immer mehr aufrichtige Rechtsanwälte, die Verteidigung der Falun Dafa-Praktizierenden zu übernehmen. So schrieb bspw. ein Rechtsanwalt in seinem Blog: „Seit 14 Jahren leiden sie darunter, dass die Familien auseinander getrieben wurden und dass ihre Angehörigen ihr Leben verlieren. Sie haben ihren Glauben nicht aufgegeben; seit 14 Jahre leben sie in der ständigen Gefahr, jederzeit festgenommen, gefoltert, eingesperrt und verurteilt werden zu können. Sie haben ihre Hoffnung nie aufgegeben. Seit 14 Jahren stehen sie dem Unverständnis und der Gleichgültigkeit der Menschen, die von den Lügen betrogen wurden, gegenüber. Weder beklagen sie sich noch hassen sie sie dafür. 14 Jahre lang wurden ihre vier Wände geplündert und wurden sie beraubt und schikaniert. Und dennoch haben sie nie zu Gewalt gegriffen. Vielleicht kennen Sie sie nicht, aber sie leben genau mitten unter uns in diesem diktatorischen Staat, sie atmen wie wir die gleiche Luft ein und sind mit unserem Schicksal verbunden.“

Bei Einbruch der Nacht zündeten die über hundert Falun Dafa-Praktizierenden ihre Kerzen an. Mit diesem Kerzenlicht appellierten sie an die Aufrichtigkeit und das Gewissen der Menschen, dabei mitzuhelfen, diese Verfolgung unverzüglich zu beenden.

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