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Chinas traditionelle Kultur: Guo Ziyi, General der Tang-Dynastie mit Eigeninitiative

Guo Ziyi, der große General, befreite die Tang-Dynastie in Eigenregie
Foto: Zeichnung Jessica Chang / Epoch Times

Listenreiche Strategien gehörten auch in China schon immer zum Kriegshandwerk. In dieser Hinsicht sehr geschickt war Guo Ziyi (697 – 781 n . Chr.), ein berühmter General in der Mitte der Tang-Dynastie. Dank seiner erheblichen Eigeninitiativen wurde die Tang-Dynastie in einigen kritischen Phasen von der Besetzung durch Rebellen befreit.

Einmal besetzte eine rebellische Armee einen Berg und behielt das hohe Gelände ein, sodass die Armee der Tang im Nachteil war. Guo Ziyi sandte 4.000 Mann zu Pferde zum rückwärtigen Teil des Berges. Die Tang Armee schickte er an die Vorderseite, um den Feind von der vorteilhaften Position wegzulocken. Sobald der Feind den Berg verließ, besetzte ihn die Tang Kavallerie und tauschte die Flaggen. Dann machte die Tang Armee eine Kehrtwende und besiegte sogleich den Feind.

Guos Errungenschaft erweckte bald den Neid bei anderen. Ein verräterischer Kanzler legte Guo herein und der Kaiser entzog ihm seine militärische Macht. Doch bald nach dieser Degradierung starteten feindliche Kräfte einen Überraschungsangriff auf die Hauptstadt Chan’an, während Tangs Armee abwesend war. Dem Kaiser blieb keine andere Wahl, als Guo wieder einzusetzen und er befahl Guo, gegen den Feind zu kämpfen. Ohne verfügbare Armee musste Guo mit nur 20 heimischen Kriegern an die vorderste Front reiten. Doch er begann, unterwegs eine Armee zusammenzustellen. Sein militärischer Ruf war ihm dabei recht dienlich und so hatte er über 10.000 Anhänger gewonnen, noch bevor er den Ortsrand der Hauptstadt erreichte. Der Kaiser war bereits geflohen und die Hauptstadt war von über 200.000 feindlichen Soldaten eingenommen worden.

Dem Feind war es etwas suspekt, die Hauptstadt ohne großen Widerstand einnehmen zu können, also entschied Guo, den Verdacht des Feindes zum eigenen Vorteil auszunutzen. Er schickte eine Truppe zum Berg nahe der Hauptstadt und entzündete Zehntausende Feuerhaufen, sie schlugen die Trommeln und machten Lärm wie bei einer Truppenübung. Inzwischen ließ er einige Kavalleristen innerhalb einer sichtbaren Distanz von der Stadtmauer patrouillieren und so tun, als ob bald eine große Armee folgen würde. Spione wurden in die Hauptstadt geschickt, um das Gerücht zu verbreiten “General Guo ist zurück! General Guo ist zurück! Die Tang Armee kommt zurück!” Durch diesen Trick war der Feind völlig aus dem Konzept gebracht und zog sich panisch aus der Hauptstadt zurück.

Die Tang-Dynastie war mit einer weiteren Krise konfrontiert, als Guo fast 70 Jahre alt war. Die rebellische Armee brach das Bündnis mit den Nachbarstaaten und griff die Tang mit über 300.000 Mann von allen Seiten an. Wieder wurde Guo beauftragt, die Tang zu verteidigen, so eilte er zur Front. Er erfuhr, dass der Rebellenführer vor kurzem an einer Krankheit gestorben war und es Konflikte unter verschiedenen feindlichen Armeen gab. Guo entschied, dass es an der Zeit war, die feindlichen Verbindungen zu spalten.

Unter den Feinden gab es einen führenden General, den Guo vor Jahrzehnten getroffen hatte, und der Guo sehr bewunderte, doch er glaubte auch die Gerüchte über Guos Tod. Da entschloss sich Guo, den General im feindlichen Lager alleine zu besuchen, trotz starker Proteste aus seiner Umgebung.

Als Guo mit einigen wenigen Kriegern das feindliche Lager erreichte, waren alle starr vor Angst und Schrecken. Guo legte ruhig seine Armierung ab, legte den Speer nieder und ging zum Lager des Generals. Der General erschrak, war aber sehr erfreut, Guo zu sehen. Erfolgreich stimmte Guo den General um und sie versprachen einander, niemals mehr gegeneinander zu kämpfen. Der General hieß seine Armee, sich in seinen Staat zurückzuziehen. So wurde die Tang-Dynastie einmal mehr von Guo in eigener Initiative befreit.

General Guo Ziyi starb im Alter von 85 Jahren. Er hatte die Hochachtung von allen gewonnen. Der Kaiser war für seinen Beitrag so dankbar, dass er Guos Familie und Nachkommen mit großem Respekt behandelte.

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