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Über Unterschiede beim Fleiß

Auf Weibo (einem Pendant von Twitter) zirkuliert derzeit eine interessante mathematische Gleichung. Die Gleichung lautet: „1,01 potenziert mit 365 ergibt 37,8; 0,99 potenziert mit 365 ergibt 0,03.“

Also, wenn wir die Zahl 1 die Mühe für einen Tag repräsentieren lassen, zeigt 1,01an, dass man jeden Tag 1% mehr Mühe aufwendet, während 0,99 soviel bedeutet, wie jeden Tag 1% weniger Mühe aufzuwenden. Die Differenz nach einem Jahr (365 Tage) ist so groß. Für jemanden, der jeden Tag 1% mehr Mühe aufwendet, ergibt dies 37,8, während für jemanden, der jeden Tag 1% weniger Mühe aufwendet, sich eine kümmerliche Summe von nur noch 0,03 ergibt. Wenn wir diese beiden Ergebnisse teilen, ist das Resultat ein Faktor von 1260 (37,8/0,03)

Ich war wirklich überrascht, diese Gleichung zu erfahren. Diese triviale Differenz eines einzigen Tages führt zu solch einem großen Unterschied, nachdem nur ein Jahr vergangen ist.
Ist das nicht das gleiche Prinzip bei uns Kultivierenden? Wir kultivieren uns alle in der gleichen Schule, lernen dasselbe Fa und haben den gleichen Meister. In derselben Dekade erreichen wir, wegen unserer Unterschiede in Bezug auf Selbstdisziplin, Willigkeit, mehr harte Arbeit auf uns zu nehmen, Fleiß usw. große Unterschiede in unseren Ergebnissen.

Manche Mitpraktizierende sind nunmehr in der Lage, die ganze Zeit ruhig zu bleiben. Immer wenn sie auf Aspekte stoßen, suchen diese Praktizierenden gewöhnlich nach der Anleitung durch das Fa. Solche Praktizierende sind bereits zu der Einsicht gekommen, dass das Fa-Lernen die wichtigste Aufgabe in ihrem Leben ist. Kultivierung ist ihre Hauptbeschäftigung. Wenn diese Praktizierenden eine Gelegenheit finden, schlagen sie ein Dafa Buch auf und lernen das Fa. Wenn sie in einem Bus unterwegs sind oder in einem Büro arbeiten, vergessen diese Praktizierenden nicht, in ihrem Herzen das Fa zu rezitieren. Tagein, tagaus lernen diese Praktizierenden weiter das Fa und ihr Gedächtnis ist mit Fa Prinzipien angefüllt.

Gleichzeitig gibt es nun jene Praktizierenden, die immer noch versuchen, ihr tägliches Leben in der Gesellschaft zu genießen. Wenn sich eine Chance bietet, werden sie fernsehen, im Internet browsen oder Einkaufen gehen. Wenn es ihnen danach ist, nehmen sie vielleicht ein Dafa Buch auf und lesen darin. Wenn sie sich nicht danach fühlen, räumen sie dem Fa einen untergeordneten Status ein. Für solche Praktizierende ist Kultivierung und Fa-Lernen nicht deren Hauptbeschäftigung, es ist eher ein Nebenjob. Es ist einfach eines ihrer persönlichen Hobbies. Lasst uns doch einmal darüber nachdenken, wenn wir jeden Tag eine Lektion lesen, werden wir nach Ablauf einer Dekade mehr als 3.500 Mal im Zhuan Falun gelesen haben. Wenn wir im Gegensatz dazu, eine Lektion pro Monat lesen, werden wir nach dieser Zeit nur 120 Mal im Zhuan Falun gelesen haben. Diese riesige Differenz zwischen den beiden obigen Gruppen von Praktizierenden rührt nur von dem Entschluss her, dass man sich auf einer täglichen Grundlage mit dem Fa befasst.

Manche Mitpraktizierenden messen dem Aussenden der aufrichtigen Gedanken (FZN) eine große Bedeutung bei. Anfänglich erlebten diese Praktizierenden vielerlei Störungen, sie haben jedoch jeden Tag weiter FZN gemacht. Wann immer es Zeit ist, FZN zu machen, ist das wie ein militärisches Kommando. Diese Praktizierenden sitzen mit gekreuzten Beinen (Doppellotus) und heben ihre Hand, um aufrichtige Gedanken auszusenden, um das Böse zu eliminieren. Mit der Zeit wird die aufrichtige Kraft dieser Praktizierenden immer stärker und stärker und die menschlichen Anschauungen werden immer weniger wirksam. Diese Mitpraktizierenden haben eine bemerkenswerte Reduzierung von externen Störungen erlebt, während ihr Verstand immer klarer geworden ist. Ihre aufrichtigen Energiefelder sind sehr kraftvoll.

Zur gleichen Zeit gibt es jene Praktizierenden, die überhaupt keinen Wert darauf legen, FZN zu machen. Manche von ihnen behaupten sogar, dass FZN nicht nötig sei. Sie behaupten sogar, sie selbst seien die aufrichtigen Gedanken. Infolgedessen haben diese Praktizierenden einfach aufgehört, FZN zu machen. Solche Praktizierenden haben mit externen Störungen gekämpft. Weil das Fa von uns verlangt, FZN zu machen, ist es für jeden von uns essentiell, dies zu tun, wenn es an der Zeit ist. Es ist wie ein militärisches Kommando. Wenn wir uns zusammentun und gemeinsam FZN machen und zwar alle zur gleichen Zeit, ist die Kraft grenzenlos. Wenn jedoch alle ihren eigenen Wegen folgen, wird es so sein, wie wenn Sandkörner überall herum verstreut sind. Die Kraft von FZN wird von der Gesamtheit von uns allen als Kultivierenden bestimmt. Sie wird bestimmen, ob wir die Schlacht gegen das Böse gewinnen können und sicherlich den Prozess der Fa-Berichtigung beeinflussen. Betrachten wir FZN als ein militärisches Kommando oder als etwas, das wir ignorieren können? Der Unterschied liegt in unserer eigenen Entscheidung.

Manche Praktizierenden lächeln immer mit einem Gesicht, das leuchtet, wie die Sonne. Sie betrachten jeden Konflikt als eine Gelegenheit und bewahren aufrichtige Gedanken. Sie erhöhen sich und werden toleranter. Gleichzeitig jedoch gibt es Praktizierende, die immer jammern und sich über alles beklagen. Immer wenn sie auf einen Konflikt stoßen, werden solche Praktizierende zwangsläufig mit anderen zu streiten beginnen und sind niemals bereit, nachzugeben. Sie sind darauf aus, nach Fehlern bei anderen zu suchen. Und so haben wir Praktizierende, die jeden Tag ihre Nachsicht verbessern. Wir haben auch Praktizierende, die an ihrem Groll festhalten, ohne überhaupt ihre Toleranz zu vergrößern. Der Unterschied zeigt sich beim täglichen Umgang mit Konflikten.

Manche Praktizierende haben bereits ihren Eigensinn auf Lust und Wünsche in dieser menschlichen Welt abgelegt. Ihre physischen Körper sind von rechtschaffener Energie erfüllt. Diese Praktizierenden können sich in Bezug auf Begierde selbst disziplinieren. Sie lesen traditionelle Moralgeschichten über Enthaltsamkeit und halten sich von erotischen Lokalen oder Fernsehprogrammen fern. Immer wenn sich ihr Eigensinn auf Lust zeigt, senden diese Praktizierenden sofort aufrichtige Gedanken aus, um Störungen zu eliminieren. Genau wie der Meister in dem Artikel „Tabus der Kultivierenden“ in Essentielles für weitere Fortschritte erwähnt:
„Haften an Sex, vom Bösen kein Unterschied. Rezitieren Sutren, werfen heimlich Blicke. Weit vom Dao, häretisch gewöhnliche Menschen.“

Solche Praktizierende behaupten, dass sie sich selbst disziplinieren können, solange sie das Fa lernen. Sie achten nicht auf das Fa von Begierde und Wünschen. Wenn erotische Sendungen im Fernsehen laufen, schalten diese Praktizierenden nicht sofort den Fernsehapparat aus; stattdessen schauen sie weiter zu. Immer wenn sich ihr Eigensinn der Begierde zeigt, versuchen solche Praktizierende nicht, ihren Eigensinn zu unterdrücken. Vielmehr schwelgen sie in ihm. Folglich haben wir einerseits Praktizierende, welche die Sache der Begierde als eine rote Linie im Sand betrachten – die absolut nicht überschritten werden darf. Andererseits jedoch haben wir Praktizierende, die darin nachgiebig sind. Der Unterschied besteht einfach in der Kultivierung der Xinxing.

Manche Praktizierende lesen jeden Tag Minghui Artikel. Sie lernen von anderen und bemühen sich sehr, die Kultivierungserfahrungen anderer Praktizierender zu verstehen. Sie betrachten Mitpraktizierende wie einen Spiegel für sich selbst und stellen Vergleiche an, um sich zu erhöhen. Wenn wir nur jede Woche einmal etwas aus einer Kultivierungserfahrung von Mitpraktizierenden lernen können, werden wir schließlich in zehn Jahren mindestens 520 kostbare Kultivierungserfahrungen kennen. Manche dieser Kultivierungserfahrungen gewannen wir erst, nachdem Mitpraktizierende ihr Leben verloren. Solche Erfahrungen sind sehr kostbar und müssen geschätzt werden. Trotzdem gibt es auch jene Praktizierenden, welche die Prinzipien von „das Fa als Meister betrachten“ als Vorwand benutzen. Sie behaupten, sie hätten es nicht nötig, etwas vom Minghui zu lernen und meinen, es reiche bereits aus das Fa zu lernen. Wie wir alle wissen, ist Minghui eine Plattform für Falun Dafa Kultivierende auf der ganzen Welt. Der Meister hat diese Plattform zur Verfügung gestellt, um Kultivierungserfahrungen auszutauschen und damit wir uns gemeinsam als Gruppe erhöhen. Wenn wir uns mit Hilfe dieser Minghui Plattform kultivieren, wird sich auch die Plattform verbessern und wir werden erhöht. Wenn wir uns allein kultivieren, gibt es keinen Bezug, keine unterstützende Basis; es existiert kein Umfeld, in welchem sich jeder bei seiner Kultivierung mit anderen vergleichen kann. Jawohl, man kann sich auf diese Weise immer noch verbessern, doch es wird längere Zeit in Anspruch nehmen. Wenn wir uns jeden Tag als Gruppe kultivieren, können wir uns natürlich schneller verbessern. Wenn wir uns jeden Tag allein kultivieren, wird es länger dauern, sich zu erhöhen.

Manche Praktizierende sind sehr vital. Sie haben das Gefühl, dass ihr Körper leicht, wie Luft ist. Ganz gleich, wie anstrengend ihr Beruf oder die Hausarbeit ist, diese Praktizierende praktizieren jeden Tag alle fünf Übungen. In ihren Gedanken ist das Praktizieren der Übungen, wie eine gusseiserne Regel, der man jeden Tag folgen muss – man wird bei dieser Regel niemals Kompromisse eingehen. Es ist eine Aufgabe, die ein Kultivierender immer erfüllt, ganz gleich wie.

Es gibt Praktizierende, die bisher noch keine dramatischen Veränderungen bei ihrer körperlichen Gesundheit erlebt haben. Diese Praktizierenden weisen immer Zeichen einer Art von körperlichen Krankheiten auf, manche von ihnen haben dann acht Jahre lang Medikamente eingenommen. Heute spüren sie Schmerzen in einem Teil ihres Körpers und morgen in einem anderen Teil. Die meisten dieser Praktizierenden haben die Übungen eine Zeitlang nicht täglich praktiziert. Manche machen nur die Sitzmeditationsübung und manche praktizieren nur hin und wieder. Der Meister hat in dem Gedicht „Angleichen“ [3] aus Hong Yin erwähnt:
„Das Herz kultivieren Sutren,
Den Körper veredelt Gong;“

Wenn wir die Übungen nicht praktizieren, wie können wir dann erwarten, Gong zu erhalten? Wie können wir erwarten, unseren Körper von Krankheitskarma zu reinigen? Wie können wir unseren Benti umwandeln? Jeder hat einen Eigensinn der Bequemlichkeit, jeder ist anfällig für Trägheit. Wenn wir unsere Denkweise verbessern, jeden Tag etwas mehr die Übungen praktizieren, werden unsere physischen Körper bestimmt gesund werden.

Manche Praktizierenden achten speziell auf die Sprache. Sie lassen sich nicht auf Gerüchte ein. Kultivierung ist ihre oberste Priorität, da diese Praktizierenden die ganze Zeit auf ihre Sprache achten; sie ziehen es vor, eher etwas hinzunehmen, als zurückzuschlagen. Dadurch verbessern sich ihre Nachsicht und Entschlossenheit und Konflikte werden auf einfache Art gelöst.

Auf der anderen Seite gibt es jene Praktizierenden, die immer noch am Anhören und Verbreiten aller Arten von Gerüchten interessiert sind. Sie werden ärgerlich, wenn Gerüchte auch sie selbst betreffen. Solche Praktizierende, die einfach das komplizierte Netz zwischenmenschlicher Konflikte nicht hinter sich lassen können, spüren den Schmerz alltäglicher Menschen umso mehr, je mehr sie sich auf die Gerüchte einlassen. Diese Praktizierenden verschlimmern die Situation nur und versinken am Ende selbst in dem Morast. Wenn wir jeden Tag auf unsere Sprache achten und ein bisschen weniger reden, uns sehr darum bemühen, nachsichtig zu sein und jene Gerüchte ausblenden, dann werden die Dinge bestimmt besser werden. Wenn wir nie auf unsere Sprache achten und äußern, was immer wir sagen wollen, ist es sicher, dass wir zum Schluss in einem Chaos enden. Je mehr wir versuchen, zu erklären, desto mehr Chaos werden wir kreieren. Wir werden unsere Xinxing-Ebene ewig auf dem gleichen Level halten und deswegen sogar Sprachkarma kreieren oder unsere Kultivierung wird zurückbleiben.

Es gibt da einen Kinderreim, der heißt: „Eine einzelne Schraubenmutter verloren, ein Pferd verloren; ein Pferd verloren, ein Schlachtpferd fehlt; ein Schlachtpferd fehlt, einen Kriegsgeneral verloren; ein Kriegsgeneral verloren, einen Krieg verloren; einen Krieg verloren, ein Imperium ist dahin.“ Und so geht der Fall eines großen Imperiums im Grunde genommen auf den Verlust einer einzelnen losen Schraubenmutter an einem Pferdehuf zurück. Dieser Reim weist uns auf ein Prinzip hin, wenn wir kleine Dinge vernachlässigen, werden wir in einem großen Chaos enden. Eine erstmal triviale Fahrlässigkeit kann, wenn sie nicht ordentlich und rechtzeitig korrigiert wird, am Ende in eine irreversible Katastrophe münden.

Jeder Mitpraktizierende folgt in der Kultivierung seinem Pfad. Jeder hat Schwierigkeiten, Mühsal oder Klagen, die anderen nur schwer zu erklären sind. Es scheint, der Unterschied in den Kultivierungserfolgen ist nur der Unterschied eines einzigen Gedankens. Solch ein klitzekleiner Unterschied macht es schwer, bloßgelegt zu werden. Menschen mögen noch nicht einmal über solch triviale Dinge reden. Doch Kultivierung ist, wie gegen den Wind segeln – wenn man zu sehr pusht, wird man zwangsläufig zurückgedrängt. Wenn wir ein wenig mehr Zeit mit dem Fa-Lernen verbringen und jeden Tag die Übungen praktizieren, werden wir in der Lage sein, auf Dauer über unsere menschlichen Anschauungen und unsere menschliche Ebene hinauszugehen. Wenn wir nur ein bisschen nachlassen und beim Fa-Lernen und täglichen Praktizieren der Übungen ein bisschen träge werden, werden wir bestimmt zurückfallen und am Ende sogar verloren gehen.

Kultivierung ist kein Kurzstreckenlauf; ein plötzlicher Ausbruch von unglaublicher Beschleunigung wird nicht helfen. Kultivierung ist mehr wie ein Marathon – ein Wettkampf, der sowohl Geschwindigkeit als auch Durchhaltevermögen benötigt. Kultivierung kann erst nach Jahren und Jahren harter Arbeit erreicht werden. Tag für Tag, Jahr für Jahr, müssen wir hohe Standards an uns anlegen. Wir werden unsere Motivation aufrechterhalten müssen, so, als hätten wir gerade erst mit der Kultivierung angefangen. Wir pushen uns ein bisschen hart, wir wollen uns täglich mehr verbessern – nur dann können wir schließlich ein „vollständiges Universum in unserem Körper erreichen“ und Vollendung erlangen.

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