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Es ist in Ordnung, ein guter Mensch zu sein

Familie Parker war wie Tausende andere Familien nach New York gegangen, um den Welt Falun Dafa Tag 2014 zu feiern und an der Erfahrungsaustausch-Konferenz 2014 teilzunehmen. Am Wochenende zuvor hatten sie den Falun Dafa Tag bereits in Toronto, Kanada gefeiert. Als Christine Parker die beiden Veranstaltungen verglich, stand für sie fest: Die Veranstaltung in New York hat eine ganz andere Größenordnung.

“Hier kommen sie von Europa, von Taiwan, von überall auf der Welt. Alle haben dieses Ereignis bereits auf ihre Weise gefeiert. Aber hier kommen alle zusammen.“ Sie freute sich auf die kommenden Veranstaltungen der Woche.“ Am liebsten nehme ich an der Parade teil. Denn egal in welchem Projekt alle tätig sind, alle nehmen an der Parade teil.“

Christine und ihre Familie

(v. l. n. r.: Lillian, Adam, Katie Parker, dahinter: Christine und Drew Parker)

Christine Parker kam mit 18 Jahren zum ersten Mal mit Falun Dafa, einer alten Kultivierungsschule basierend auf den Prinzipien Wahrhaftigkeit, Barmherzigkeit und Nachsicht, in Kontakt. Damals besuchte sie gemeinsam mit ihrem Zwillingsbruder Jason die Gesundheitsausstellung in ihrer Heimatstadt Barrie in Ontario, Kanada. Sie gingen beide auf die Hochschule und suchten nach natürlichen Gesundheitspraktiken. So besuchten sie jeden Stand bei der Gesundheitsausstellung und nahmen Materialien mit, bis sie zum Stand von Falun Dafa kamen.

“Als wir an diesen Stand kamen, fühlten wir beide, dass wir gefunden hatten, was wir suchten.

Mich zog sofort das Verhalten der Praktizierenden an. Wir hörten Musik und sahen, wie friedlich die Praktizierenden aussahen. Sie trugen gelbe Anzüge,“ erinnert sich Christine.

"Sofort sagten wir: ´Lass uns die anderen Stände überspringen und direkt zu diesem gehen. Was ist das?` Wir gingen einfach direkt dorthin.

Ich war so überrascht, dass sie eine Stunde Fahrt auf sich genommen hatten, nur um an dieser Messe in meiner Stadt teilzunehmen. Sie wollten einfach Falun Dafa anderen vorstellen, die davon profitieren und es lernen wollten. Für mich war es sehr berührend, weil alle anderen etwas verkaufen wollten. Wissen Sie, Praktizierende sind sehr gewissenhaft. Es gibt keine Haken und Ösen.

Wir interessierten uns sehr dafür, die Übungen zu lernen. Sie sagten uns, dass dies gratis sei. Man sieht den Stand, den Tisch, alles war hergerichtet und trotzdem ist es kostenlos. Dann begreift man, dass sie für all das nicht bezahlt werden. Man erkennt, all das kommt aus ihren Herzen. Alles was sie wollen, ist diese Praktik mit anderen zu teilen.“

Bevor Christine diese Praktizierenden traf, geschahen innerhalb eines Monats zwei Ereignisse, welche sie über das Leben nachdenken ließ.

Der Tod des Onkels

Eines Tages war ihr Onkel nicht zur Arbeit erschienen. Ihre Familie erhielt einen Anruf deswegen, da er nicht ans Telefon gegangen war. Christines Bruder und Mutter gingen sofort hin, um nachzusehen.

Christine musste an diesem Abend noch zum Unterricht. Sie dachte, vermutlich geht es ihm gut, vielleicht fühlt er sich einfach nicht so wohl. Sie war damals 18 Jahre alt und hatte kein eigenes Auto. Ihre Mutter und ihr Zwillingsbruder waren für eine lange Zeit weg. Damals hatten sie noch keine Mobiltelefone, so konnte sie nicht wissen, was los war und begann sich Sorgen zu machen.

Nach einiger Zeit rief sie eine Freundin an, die ein Auto hatte. Sie fuhr mit Christine zu dem Haus des Onkels. Dort erfuhren sie, dass ihr Onkel in seinem Haus gestorben war.

“Ich fühlte mich so schlecht, weil meine Sorgen um ihn sehr oberflächlich waren. Ich war mehr um die Dinge besorgt, die ich tun musste. Ich fühlte mich danach schrecklich. Das ist nicht, wie Menschen sein sollten,“ erzählte Christine.

Lagerfeuer

Etwa einen Monat später feierten einige Freunde ihren Schulabschluss. Christine und Jason waren beide in der 12. Klasse. Die Schüler machten damals in Ontario den Abschluss nach dem 13. Schuljahr. Christine und Jason sind Zwillinge und hatten so dieselben Freunde.

Die Jugendlichen paddelten mit einigen Kanus zu einer Insel. Sie campierten dort über das Wochenende, bevor dann jeder seiner Wege gehen sollte.

Als sie um das Lagerfeuer saßen, flog glühende Asche aus dem Feuer auf die Füße einer Freundin. Jason sprang sofort auf, um sie zu beschützen. Er dachte nicht im Geringsten an sich. Er sprang einfach auf und beschützte sie.

Christine war davon sehr berührt. “Als ich das sah, weinte ich. Das traf mich zutiefst. Er dachte nicht an sich selbst. Er sprang einfach auf, um jemand anderem zu helfen. Alle dachten, ich würde um meinen Onkel trauern. Jason kam zu mir und umarmte mich. Ich flüsterte ihm zu: “So sollten Menschen sein! Man sollte nicht an sich selbst denken. Man sollte einfach etwas für andere tun, ohne in Betracht zu ziehen, welche Konsequenzen es für einen selbst hat.“

“Wegen dieser Geschehnisse begannen wir, unsere Denkweise zu ändern: Wir wollten einfach gute Menschen sein.“

Es ist in Ordnung, ein guter Mensch zu sein

Als Jugendliche stand Christine oft unter Gruppenzwang. Sie fand, dass es keine große Bedeutung hatte, was sie mit den Freunden machte. Meistens machten sie jeden Tag dasselbe. Rumhängen, soziale Kontakte pflegen oder zu Partys gehen.

“Heutzutage ist es schwer, Aufrichtigkeit zu finden. Wenn ich an meine Hochschuljahre zurückdenke, finde ich, dass es damals keine sehr glückliche Zeit für mich war. Als ich an den Stand von Falun Dafa kam, sah ich, dass es freundliche Menschen waren, denen ich vertrauen konnte.“ Diese Aufrichtigkeit der Falun Dafa-Praktizierenden hinterließ bei Christine einen tiefen Eindruck.

“Als wir unser Interesse am Lernen der Übungen zeigten, sagten sie uns, dass viele in unserer Stadt es lernen wollten und sie deshalb planen würden, einen Übungsort einzurichten. Wir wollten sofort daran teilnehmen. Die Praktizierenden fuhren jedes Wochenende von Toronto nach Barrie. Manche kamen ein ganzes Jahr lang jedes Wochenende und halfen uns, eine Gruppe in Barrie zu gründen.

“Ich fühlte, wie eine riesige Last von meinen Schultern fiel. Ich fühlte, dass ich mir nicht mehr so viele Gedanken darüber zu machen brauchte, was andere über mich dachten, oder über alle diese Machtspiele und diesen Druck, den Jugendliche aufeinander ausübten. Jugendliche können manchmal sehr gemein zueinander sein.

Falun Dafa half mir, die Dinge in meinem Herzen und meinen Gedanken richtig zu stellen. Wenn mich jemand schlecht behandelte, war es für mich o.k., ich konnte es loslassen. Zuvor hatte ich mich immer sehr angespannt gefühlt. Manchmal sah ich an mir hinunter und sah, dass ich meine Hand drückte, ohne dass ich es bemerkt hatte. Damals hatte ich alle möglichen Arten von Verspanntheit.

Ich realisierte: Es ist in Ordnung, ein guter Mensch zu sein. Das ist etwas, womit ich mich in meiner Hochschulzeit herumplagte. Denn wenn ich manchmal nichts falsch machen wollte, wurde ich gefoppt: “Oh, so ein Gutmensch“. Es war in Ordnung, das Richtige zu tun, aber mir wurde immer gesagt, dass das falsch sei.“

Christine erinnert sich daran, wie ihre Mutter ihre und Jasons Jugendjahre beschreibt: “Meine Mutter sagte immer, dass sie sehen konnte, dass wir nicht an den schlechten Dingen teilhaben wollten, die um uns herum geschahen, aber es war genau das, was um uns herum geschah. Und wir dachten, dass es im Leben nur um solche Dinge ginge. Also nahmen wir daran teil, gingen hierhin und taten das und gingen dorthin und taten dieses. Aber sie sagte, dass wir uns in diesen Situationen nie wohl gefühlt hätten. Wir fühlten uns nie glücklich darüber, dass wir ein Teil davon waren, aber es war eben das, was auch alle anderen taten.“

Die Vorteile sind noch immer stark

Als Christine und Jason begannen, Falun Gong zu praktizieren, vermutete ihr Vater, dass das etwas wäre, was sie so wie eine neue Sportart ausprobieren würden. Aber nach so vielen Jahren sagte er kürzlich zu ihr: “Ich vermute, das ist nicht mehr etwas, das du nur ausprobierst.“

“Nichts hat sich geändert. Wenn du etwas so gut findest, wird es sich nicht ändern. Das ist keine temporäre Sache,“ sagte Christine mit einem Lächeln.

Christine ist seit fast 11 Jahren verheiratet und hat drei Kinder, Lilly, Katie und Adam. “Als ich mit dem Praktizieren angefing, veränderte sich meine Gesundheit. Aber in meinem Inneren veränderte ich mich auch. Ich wurde ein besserer Mensch. Das hält noch immer an. Wenn ich in meinem Leben auf Dinge stoße, bei denen ich mir nicht sicher bin, wie ich damit umgehen soll und ich etwas gestresst bin, finde ich, dass die Übungen zu praktizieren und zu lesen noch immer den gleichen Effekt haben wie vor 16 Jahren. Ich kann zur Ruhe kommen und versuchen, die Dinge aus der Perspektive des anderen zu betrachten, oder ich kann Bereiche finden, in denen ich es besser machen kann. Das ändert sich nicht im Laufe der Zeit."

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