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Kanada/ Toronto: Überlebende der Verfolgung machen auf die Strafanzeigen gegen Jiang Zemin aufmerksam

Seit 2005 bauen die Falun Gong-Praktizierenden in Toronto in Kanada an einem Wochentag pro Monat eine „Wand der Wahrheit“ auf, um die Aufmerksamkeit auf die brutale Verfolgung von Falun Gong in China zu lenken und um Hilfe zu bitten, diese zu beenden.

Das Thema dieser Woche lautete „Bringt Jiang Zemin vor Gericht“. Am Montag, den 24. August, von 16:00 Uhr bis 17:30 Uhr hielten die Praktizierenden an der Kreuzung der Bloor und der St.George Straße in der Nähe des chinesischen Konsulats alle Arten von Transparenten hoch und informierten damit die Öffentlichkeit über die Welle von Strafanzeigen gegen das ehemalige chinesische Staatsoberhaupt Jiang Zemin, weil dieser die Verfolgung von Falun Gong in Gang gesetzt hatte.

Seit Ende Mai haben 157.000 Praktizierende in China und der ganzen Welt und deren Familienangehörige bei der Obersten Staatsanwaltschaft in China Strafanzeige gegen Jiang Zemin erstattet. Die Anzahl ist weiterhin steigend. Fast 100 Bewohner von Toronto haben ebenfalls eine Anzeige erstattet.

Bei der „Wand der Wahrheit“ in diesem Monat haben über 250 Passanten die Petition zur Unterstützung der Strafanzeigen unterschrieben und 14 Chinesen sind mit Hilfe der Praktizierenden aus der Kommunistischen Partei ausgetreten.

 
 

Die „Wand der Wahrheit” informiert die Menschen über die Strafanzeigen gegen Jiang Zemin.

 

Die Menschen unterschreiben eine Petition und unterstützen damit den friedlichen Widerstand von Falun Gong.

 

Desree Francois (rechts), eine örtliche Kinderbuchautorin, unterschreibt die Petition. Sie findet den Organraub an lebenden Falun Gong-Praktizierenden unmenschlich und dass es Zeit sei, die Verfolgung zu beenden.

 

Samy Delva und Nyhenflore Delva, zwei Schwestern aus Florida, sind der Meinung, dass jeder seinen Glauben frei ausüben dürfe und niemand dafür, dass er friedlich Übungen macht, verfolgt werden sollte.

 

Anthony Yanno, ein örtlicher Computeringenieur, meint, dass Jiang Zemin ein Diktator sei und dass es großartig sei, dass die Menschen ihn anzeigen. „Ihr solltet noch mehr Menschen über die Strafanzeigen informieren“, sagt er.

 

Dwight (links) unterhielt sich 20 Minuten lang mit einem Praktizierenden, nahm einen Flyer und meinte, dass er sich weitere Informationen aus dem Internet holen werde. „Die Kommunistische Partei hat so viele Menschen getötet, auch Christen. Ich glaube, dass das, was Sie sagen, stimmt und ich danke Ihnen, dass Sie mich darüber informiert haben“, sagte er.

Zwei örtliche Praktizierende wurden brutal gefoltert

Zwei örtliche Praktizierende, die beide Strafanzeige gegen Jiang Zemin erstattet hatten, beteiligten sich an der Aktivität und berichteten, was mit ihnen in China passiert war.

Zhan Xinyu, ein Ingenieur, hatte gerade die Bestätigung erhalten, dass seine Anzeige bei der chinesischen Staatsanwaltschaft angekommen ist. Er und seine Frau praktizieren Falun Gong. Im Mai 2011 brachen 70 Polizisten und Regierungsbeamte in sein Haus in der Stadt Shenzhen ein und suchten nach Material über Falun Gong.

„Sie sperrten meine Frau und unseren Babysitter ein. Sie schlugen meine Frau bis sie ohnmächtig wurde. Sie verletzten sie am Rücken und an den Armen. Ich wurde inhaftiert.“

Yuan Xiuhua aus Qiqihar in der Provinz Heilongjiang begann im August 1993 Falun Gong zu praktizieren. Nachdem die Verfolgung begann, wurde sie drei Mal verhaftet und eingesperrt: im Juli 1999, im Dezember 2000 und im Januar 2008.

„Im Jahr 2000 ging ich nach Peking, um für Falun Gong zu appellieren und wurde für zwei Monate eingesperrt. Im Untersuchungsgefängnis legten mir die Polizisten an Händen und Füßen Fesseln an und banden sie mir dann hinter meinen Rücken mit einem Seil zusammen. Ich durfte nicht essen, trinken oder die Toilette benutzen. Ich durfte nicht einmal schlafen.

„In dieser Position wurde ich am Boden festgebunden und verblieb drei Tage so. Dann zwangen sie mich auf Knien zu gehen, wobei meine Hände und Füße am Rücken gefesselt blieben. Die Polizisten und die Gefangenen beschimpften mich. Ich verblieb weitere fünf Tage so und aß und trank nichts in dieser Zeit.

„Die Folter verletzte nicht nur mich, sondern war auch eine große Belastung für meine Familie. Mein Mann hatte häufig Alpträume und meine Tochter lebte in ständiger Angst.“

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