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Australien: Eine friedliche Meditation erfordert Mut

Im Park zu meditieren, kann eine Beschäftigung zur Entspannung sein. Für einige erfordert dies aber auch Mut und Entschlossenheit.

Am 5. September 2015 versammelten sich Menschen aus ganz Australien im Belmore Park in Sydney, um gemeinsam die Meditationsübung von Falun Gong zu praktizieren. Am nächsten Tag nahmen sie an einer Konferenz zum Erfahrungsaustausch teil, wo sie darüber sprachen, wie sich die Praktizierenden im Verlauf ihrer Kultivierung verbessert haben, manchmal sogar im Angesicht der brutalen Verfolgung in China.

 

 

5. September 2015: Falun Gong-Praktizierenden meditieren im Belmore Park.

Ein scharfer Kontrast

Frau Li, die fast 2.500 Meilen aus Perth angereist kam, sagte, dass die Praktik ihren Körper und ihren Geist verbessert habe. „Ich freue mich, die Übungen hier mit so vielen Praktizierenden machen zu können. Es ist ein starkes Feld“, erzählt sie.

Im Gegensatz dazu trifft jeder, der sich in China an dieser friedlichen Praktik beteiligen möchte, auf Verhaftung, Folter und sogar auf den Tod.

 

Falun Gong-Praktizierende vor ca. 16 Jahren auf dem Platz des Himmlischen Friedens in Peking; sie wurden dort verhaftet und geschlagen.

Falun Gong, eine traditionelle spirituelle Disziplin, wurde 1992 von Meister Li Hongzhi in der Öffentlichkeit vorgestellt. Die Übungen, gemeinsam mit den Prinzipien Wahrhaftigkeit, Barmherzigkeit und Nachsicht, zogen rasch eine große Anzahl an Praktizierenden an.

Als das kommunistische Regime Anfang 1999 entdeckte, dass fast 100 Millionen Chinesen Falun Gong praktizierten, begann es, die Praktik zu unterdrücken und schließlich zu verbieten.

 

Im Mai 1998 – vor Beginn der Verfolgung – praktizierte eine große Gruppe vonin der Stadt Shenyang im Nordosten Chinas die Übungen von Falun Gong.

Seit die landesweite Unterdrückung im Juli 1999 begonnen hat, gibt es eine bestätigte Anzahl von 3.800 Praktizierenden, die infolge der Folterungen in Polizeigewahrsam gestorben sind. Untersucher des Organraubs in China schätzen, dass bis 2008 65.000 Praktizierende wegen ihrer Organe getötet wurden.

Seit 16 Jahren veranstalten die Praktizierenden außerhalb von China Aktivitäten, um zur Beendigung der Verfolgung aufzurufen.

Die Aufmerksamkeit in Australien wecken

Fasziniert von der friedlichen Meditation im Belmore Park blieben viele Passanten stehen, um sich Informationen zu holen.

„Hier ist ein Ort der Reinheit und Ruhe. Ich hoffe, ich kann mich selbst mit der positiven Energie füllen und sie wie Wellen an andere weitergeben“, sagte Seelatya, die am Park vorbeikam und stehenblieb, um die Übungen zu lernen.

Kumer Ellanla, ein weiterer Fußgänger, dankte den Praktizierenden, dass sie ihn über die Unterdrückung in China informiert haben. Er unterschrieb als Unterstützung eine Petition für die jüngste Kampagne, Strafanzeige gegen den Hauptverantwortlichen der Verfolgung zu erstatten. Er war überzeugt, dass die Schuldigen eines Tages zur Verantwortung gezogen würden.

Jiang Zemin, das ehemalige Staatsoberhaupt Chinas, befahl 1999 die Verfolgung von Falun Gong. Seit Mai bis Ende August gingen mindestens 166.000 Strafanzeigen gegen ihn beim Obersten Gericht in China ein.

Auch Zhang Yong, ein Absolvent der angesehenen Universität Tsinghua mit einem Abschluss als Elektroingenieur, erstattete Strafanzeige. Weil er Falun Gong praktizierte, kam er 2003 für zwei Jahre in ein Zwangsarbeitslager. Man sperrte ihn in Einzelhaft in einen Eisenkäfig und schlug brutal auf ihn ein. Er wurde 24 Stunden lang aufgehängt und anschließend gefoltert. Als Folge war er ausgemergelt und konnte kaum stehen. Er hat auch heute noch, 12 Jahre später, Probleme beim Gehen.

Seine Frau Yu Manhua war 2003 für zwei Jahre im berüchtigten Arbeitslager Masanjia eingesperrt gewesen, wo sie mindestens 12 Stunden am Tag arbeiten musste und unbekannte Drogen gespritzt bekam.

Das Paar erstattete letzten Monat Strafanzeige gegen Jiang Zemin in Canberra, Australien.

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