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Belgien/Brüssel: Konferenz im Europäischen Parlament fordert das Ende des Organraubs in China

Am Nachmittag des 16. September 2015 gab es im Europäischen Parlament ein internationales Treffen mit Fokus auf den Organraub an lebenden Gefangenen aus Gewissensgründen in China. Das Treffen fand direkt im Anschluss an den 17. Kongress der Europäischen Gesellschaft für Organtransplantationen statt, der in Brüssel vom 13. bis 16. September 2015 tagte.

Initiator der Konferenz war Louis Michel, Mitglied des Europäischen Parlaments (MEP) und langjähriges Mitglied der Allianz der Liberalen und Demokraten für Europa. Ebenso waren Repräsentanten der NGOs Ärzte Gegen Organraub (DAFOH) und der Welt-Organisation zur Untersuchung der Verfolgung von Falun Gong (WOIPFG) sowie der kanadische Menschenrechtsanwalt David Matas anwesend. Sie tauschten sich über die Ergebnisse ihrer Untersuchungen hinsichtlich des Organraubs in China aus und riefen die internationale Gemeinschaft auf, Maßnahmen einzuleiten, um diesem Verbrechen gegen die Menschheit Einhalt zu gebieten.

Auf dem internationalen Treffen am 16. September 2015 im Europäischen Parlament

Bénédicte Van den Berg, bevollmächtigte Mitarbeiterin des MEP Louis Michel

Bénédicte Van den Berg, bevollmächtigte Mitarbeiterin des MEP Louis Michel, sprach im Namen von Herrn Michel. Sie versicherte, dass der Organraub an lebenden Gefangenen durch die Kommunistische Partei in China die ständige Aufmerksamkeit des Europäischen Parlaments finde. Dabei zitierte sie die Resolution des Europäischen Parlaments, initiiert von MEP Michel und mehr als 50 weiteren MEPs, in der die Europäische Union aufgefordert wird, mit der Untersuchung des Organraubs zu beginnen und die Täter des Organraubs vor Gericht zu stellen.

Gefordert wird ein Sonder-Untersuchungskomitee des Europäisches Parlaments

Der kanadische Menschenrechtsanwalt David Matas

Der kanadische Menschenrechtsanwalt David Matas wies darauf hin, dass die Europäische Union den 2013 verabschiedeten Beschluss ausführen und eine unabhängige Untersuchung des Organraubs einleiten solle. Dafür müsse das Europäische Parlament ein Sonder-Untersuchungskomitee ins Leben rufen, fügte er hinzu. Er forderte, dass die Täter des Organraubs in China vor Gericht gestellt werden.

865 Krankenhäuser und mehr als 9.500 Ärzte am Organraub beteiligt

Silvio Verbeek von der Welt-Organisation zur Untersuchung der Verfolgung von Falun Gong (WOIPFG)

Silvio Verbeek von der WOIPFG stellte die Untersuchungen vor, die die Organisation seit 2006 durchführte. Die WOIPFG fand heraus, dass 865 Krankenhäuser und mehr als 9.500 Ärzte in China an dem Organraub und den Organtransplantationen beteiligt sind.

Organquelle sind die Millionen Falun Gong-Praktizierenden

Ausgehend von den veröffentlichten Daten und ihren eigenen Ermittlungen stellten sie fest, dass China sich rasant zum zweitgrößten Land für Organtransplantationen auf der Welt entwickelt hatte, als die KPCh 1999 die Verfolgung von Falun Gong begann. Mit Millionen inhaftierten Falun Gong-Praktizierenden gab es eine reiche Organquelle, wodurch Organe in sehr kurzer Zeit verfügbar wurden. Die Organisation fand auch heraus, dass Jiang Zemin, der damalige Vorsitzende der KPCh, den direkten Befehl zur Durchführung des Organraubs gab.

Herr Verbeek wies ferner darauf hin, dass in jüngster Zeit mehr als 160.000 Falun Gong-Praktizierende und ihre Familienmitglieder Strafanzeige gegen Jiang erstattet haben. Sie zeigen ihn an wegen seines Machtmissbrauchs bei der Inkraftsetzung der Verfolgung von Falun Gong in China.

Repräsentant Harold King von Ärzte gegen Organraub (DAFOH)

Harold King von DAFOH erklärte, dass der Organraub durch die KPCh noch immer stattfinde, obwohl die KPCh dies leugne. Unter internationalem Druck habe Peking zwar einige Versprechen abgegeben, doch diese seien inkonsistent und nicht glaubwürdig. Er hoffe, dass die internationale Gemeinschaft zur Tat schreite, um die Verbrechen der KPCh gegen die Menschheit zu beenden.

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