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England/ London: Der Aufruf während Xi Jinpings Staatsbesuch geht weiter – Chinas Ex-Parteichef soll vor Gericht

Am 21. Oktober 2015, dem zweiten Tag des Staatsbesuchs des chinesischen Präsidenten Xi Jinping in Großbritannien, versammelten sich die Falun Gong-Praktizierenden in der Downing Street Nr. 10. Mit Informationstafeln und Flyern lenkten sie die Aufmerksamkeit auf die Verfolgung in China und die jüngsten Strafanzeigen gegen Jiang Zemin, dem ehemaligen chinesischen Staatspräsidenten.

Die Begrüßungs- und Protestgruppen in der Downing Street wurden von der Polizei in verschiedene Bereiche begleitet. Die Gruppe der Falun Gong-Praktizierenden bekam den Platz rechts vor dem Eingang zu den Regierungsgebäuden. Dieser Platz war von drinnen wie auch von außen sehr gut sichtbar.

Dort standen die Praktizierenden trotz des unaufhörlichen Nieselregens fast acht Stunden lang auf dem Gehsteig und händigten den Fußgängern und Mitarbeitern der Medien Informationsmaterial aus, während sich Xi Jinping mit dem britischen Premierminister David Cameron traf.

 

Die Falun Gong-Praktizierenden bei ihrem friedlichen Protest vor dem britischen Regierungsgebäude

 

Xis Gefolge betritt das britische Regierungsgebäude.

Viele Menschen hatten Interesse, mehr über Falun Gong zu erfahren. Ein Polizist merkte an, dass die Falun Gong Gruppe die friedlichste Protestgruppe sei, die er kenne. Als er hörte, dass in China Polizeikräfte an der Unterdrückung von Falun Gong beteiligt sind, erklärte er, das sei falsch. „Sie [die chinesischen Polizisten] sollten die Menschen beschützen und nicht schädigen.“

 

Chinesische Studenten, Touristen und andere Passanten lesen die Transparente der Praktizierenden.

Auch chinesische Studenten waren neugierig, die wahre Geschichte von Falun Gong zu erfahren, die sich sehr von der Hasspropaganda der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh) unterscheidet. Zum Schluss entschlossen sich die meisten von ihnen, sich gegen die Verfolgung zu stellen und formell aus den Parteiorganisationen auszutreten.

„Ich glaube euch und stimme euch zu“, sagte einer der Studenten zu einem Praktizierenden. „Jiang hat viele Verbrechen begangen und muss entsprechend dem Gesetz dafür zur Verantwortung gezogen werden.“

Hintergrund

Im Juli 1999 initiierte Jiang Zemin die brutale Verfolgung von Falun Gong in China. Auch seit seiner Pensionierung in 2002 beeinflusst er nach wie vor die chinesische Politik. Deshalb haben bis September 2015 über 180.000 Falun Gong-Praktizierende und deren Familienangehörigen Strafanzeige gegen Jiang Zemin erstattet. Weil die seit 16 Jahren andauernde Verfolgung ihnen enorme Verluste und großes Leid gebracht hat, wollen sie ihn der gerechten Strafe zuführen.

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