Share on facebook
Share on twitter
Share on telegram
Share on google
Share on email
Share on print

Yuan Junfeng war über 13 Jahre eingesperrt und ist nun behindert

Yuan Junfeng, 46, ist Falun Gong-Praktizierender aus der Stadt Jushu in der Provinz Jilin. Weil er sich weigerte seinen Glauben an Falun Gong aufzugeben, wurde er in den vergangenen Jahren festgenommen, eingesperrt, in einem Zwangsarbeitslager festgehalten und über 13 Jahre inhaftiert.

Ende 2014 kam Herr Yuan frei. Er war krank, seine Sehkraft hatte sich verschlechtert, eines seiner Beine war abgemagert und er hatte Rückenschmerzen. Er konnte weder lange sitzen noch schwere Arbeit ausführen.

Nach vielen Jahren konnte er endlich wieder mit seiner Tochter zusammen sein. Er hatte sie das letzte Mal gesehen als sie acht Jahre alt war. Bei seiner Entlassung war sie 22. Sein Vater starb, während er im Gefängnis war. Die Gefängnisbeamte weigerten sich, ihn an der Beerdigung teilnehmen zu lassen.

Herr Yuan macht Jiang Zemin, den ehemaligen Parteichef, der die Verfolgung von Falun Gong initierte, verantwortlich für seine Qualen. Er spricht über seine Leiden in der Hoffnung, dass Jiang zur Rechenschaft gezogen wird.

Nachfolgend erzählt Herr Yuan über seine Misshandlung in den letzten 16 Jahren.

Misshandlungen in Haftanstalten und Zwangsarbeitslagern

Bevor ich im Jahr 1997 mit dem Praktizieren von Falun Gong begann, trank ich gerne Alkohol, hatte oft Streit und körperliche Auseinandersetzungen und spielte um Geld. Als ich ein Praktizierender wurde, beseitigte ich alle meine schlechten Angewohnheiten und folgte den Prinzipien Wahrhaftigkeit, Barmherzigkeit und Nachsicht.

Als im Juli 1999 die Verfolgung begann, ging ich nach Peking, um für das Recht Falun Gong zu praktizieren zu appellieren.

Bei meiner ersten Verhaftung hielt man mich im Untersuchungsgefängnis Fengtai in Peking und in den Haftanstalten Shulan und Yushu fest. Man zwang mich Sklavenarbeit zu verrichten.

Nach meiner Freilassung schikanierte mich die Polizei oft. Sie schlugen auch meinen Vater mit der Begründung, dass sein Sohn Falun Gong praktiziert.

Am 14. Juli 2001 wurde ich erneut von Beamten der Polizeistation der Gemeinde Tuqiao festgenommen und 15 Tage eingesperrt, weil ich Informationsmaterialien über die Praktik verteilt hatte. Als ich mich weigerte Falun Gong aufzugeben, wurde ich ein Jahr in ein Zwangsarbeitslager eingesperrt.

Auf dem Weg ins Zwangsarbeitslager Yinmahe in der Stadt Jiutai, Provinz Jilin sagte Zhang Youcai, Chef der Polizeistation Tuqiao, dass er mich sofort freilassen und nach Hause schicken würde, wenn ich ihm 10.000 Yuan (ca. 1.419 Euro) [1] geben würde. Ich weigerte mich, mit ihm zu kooperieren.

Im Zwangsarbeitslager zwangen sie mich an Gehirnwäschesitzungen teilzunehmen. Ich musste auch lange auf einer kleinen Bank sitzen, wurde streng überwacht und von kriminellen Häftlingen geschlagen.

Polizisten brachten mich in die Haftanstalt Shulan, wo sie mich verhörten und folterten. Sie schlugen mit einem Spezialgerät auf meinen Rücken, das einen Schaden anrichtete ohne Abdrücke auf der Haut zu hinterlassen. Sie bedeckten meinen Kopf mit einer Plastiktüte, bis ich beinahe das Bewusstsein verlor und schlugen mit einem Stuhl auf meine Zehen.

Ich weigerte mich während des Verhörs irgendwelche Erklärungen abzugeben und trat in einen Hungerstreik, um gegen die Misshandlung zu protestieren. Folglich zwangsernährten sie mich mit salzigem Maisbrei, dem Drogen untergemischt waren.

 
Folternachstellung: Zwangsernährung
 
Folternachstellung: Plastiktüte über dem Kopf

Im Gefängnis Tiebei eingesperrt

Am 29. Dezember 2001 wurde ich ohne irgendwelche Beweise von einem Richter des Gerichts der Stadt Shulan zu vier Jahren Gefängnis verurteilt. Ich weigerte mich das Urteil zu unterschreiben und wurde am 15. April 2002 in das Gefängnis Tiebei in der Stadt Changchun gebracht.

Eines Tages kamen Polizisten aus Yushu ins Gefängnis und sagten zu mir, wenn ich ein Geständnis ablegen würde, dann würden meine Mitpraktizierenden ein leichteres Urteil erhalten. Ich wurde zurück in die Haftanstalt Yushu gebracht und dort 15 Monate lang festgehalten, bevor sie mich zu elf Jahren Gefängnis verurteilten. Während dieser Zeit legten sie mich in Fesseln, weil ich Häftlingen dort die Falun Gong-Übungen beigebracht hatte.

Später brachten sie mich in das Gefängnis Nr. 2 in der Provinz Jilin, wo sie mich zwangen, an Gehirnwäschesitzungen teilzunehmen. Dort wechselten sich mehrere Personen ab und redeten den ganzen Tag ununterbrochen mit mir. Ich wurde auch rund um die Uhr überwacht und gezwungen mehrere Stunden aufrecht zu sitzen.

Am 13. Dezember 2014 wurde ich nach 13 Jahren und vier Monaten Gefängnis freigelassen. Meine Gesundheit hatte sich verschlechtert und ich war ständig deprimiert. Es war schwierig gewesen die seelische Verfolgung zu überwinden, unter der ich in der Haft gelitten hatte.

Meine Familie hatte sich während meiner Haft sehr verändert. Ich konnte in den letzten Momenten meines Vaters nicht für ihn da sein oder sein Begräbnis besuchen. Mein jüngerer Bruder starb ebenfalls und auch sein Begräbnis konnte ich nicht besuchen. Ich war 14 Jahre von meiner Tochter getrennt und versäumte ihre Hochzeit und die Geburt meines Enkelkindes.

Ich wurde verfolgt nur weil ich Falun Gong praktizierte und ein besserer Mensch sein möchte. Zehntausende Menschen in China haben während der Verfolgung von Falun Gong, die von Jiang Zemin initiiert wurde, genauso wie ich leiden müssen. Ich möchte zur Unterstützung aufrufen, damit Jiang zur Rechenschaft gezogen wird.

[1] Das durchschnittliche Einkommen eines städtischen Arbeiters in China beträgt monatlich umgerechnet etwa 300,- €.

Englische Version vorhanden
http://en.minghui.org/html/articles/2015/11/27/153847.html

Chinesische Version vorhanden
http://www.minghui.org/mh/articles/2015/10/8/被非法关押五千日-吉林榆树市苑俊峰被迫害致伤残-317261.html

Alle Artikel, Grafiken und Inhalte, die auf Yuanming.de veröffentlicht werden, sind urheberrechtlich geschützt. Deren nicht-kommerzielle Verwendung ist erlaubt, wenn auf den Titel sowie den Link zum Originalartikel verwiesen wird.

Das Neueste

Archiv