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Provinz Heilongjiang: Falun Gong-Praktizierender rechtswidrig verhaftet – danach spurlos verschwunden

Mehr als ein Dutzend Polizisten haben sich am 6. Mai 2016 nachmittags an der rechtswidrigen Festnahme des Falun Gong-Praktizierenden Wan Yunlong aus Shuangcheng beteiligt. Sie durchsuchten seine Mietwohnung und nahmen seinen persönlichen Besitz wie eine Graviermaschine, einen Computer, ein Bild des Begründers von Falun Gong, alle seine Bücher über Falun Gong und Bargeld mit. Jemand hat gesehen, wie er weggebracht wurde – mit einer schwarzen Haube über dem Kopf.

Bis heute hat seine Familie noch keine Benachrichtigung von seiner Festnahme erhalten, und sein Aufenthaltsort ist unbekannt. Deshalb sind seine Angehörigen sehr besorgt um ihn. Sie haben mehrere Anwälte konsultiert. Jeder der Anwälte sagt, dass das Praktizieren von Falun Gong ein persönlicher Glaube und dieses Recht [auf Glaubensfreiheit] von der Verfassung Chinas geschützt sei.

Es war eine Razzia gegen Falun Gong-Praktizierende

Laut Quellen hatten Li Shuzhi von der Polizeibehörde Shuangcheng und Xie Dianchen vom Ortsbüro 610 die Polizisten instruiert, Massenfestnahmen bei Falun Gong-Praktizierenden vorzunehmen, die Strafanzeigen gegen das frühere Staatsoberhaupt Jiang Zemin erstattet haben.

An jenem Tag, dem 6. Mai 2016, wurden daraufhin mehrere Praktizierende festgenommen und ihre Wohnungen durchsucht.

Für Wan Yunlong war es seit 1999 bereits das vierte Mal, dass er wegen des Praktizierens von Falun Gong festgenommen wurde.

1999: Erste Festnahme – Zwangsarbeitslager Yimianpo

Es begann am 22. Juli 1999, als er das erste Mal rechtswidrig von der Polizei festgenommen wurde. Nachdem er sechs Monate lang im örtlichen Untersuchungsgefängnis eingesperrt gewesen war, sperrten man ihn für zwei Jahre in das Zwangsarbeitslager Yimianpo.

Dort wurde er auf unterschiedliche Weise misshandelt und gefoltert, weil er Falun Gong nicht aufgeben wollte.

Beispielsweise füllten einige kriminelle Häftlinge eines Nachmittags im April 2000 zwei große Körbe mit Steinen, als Wan schwere Lasten tragen musste, und warfen diese von einer Plattform aus auf Wans Rücken. Wan schrie vor Schmerz, als sein Rücken von diesen Angriffen verletzt wurde.

Nach der Arbeit wurde er nachts gezwungen, die Böden zu wischen. Er musste auchstundenlang bewegungslos dazustehen, während er von den Häftlingen geschlagen wurde, die dazu abgestellt waren, ihn zu überwachen.

Im glühend heißen Sommer verweigerten die Wärter ihm Wasser. Sie zwangen ihn, die schwersten Lasten zu tragen. Wenn er nur ein wenig langsamer wurde, stießen und schlugen sie auf ihn ein.

Im Mai 2001 kehrte er nach Hause zurück.

Oktober 2001: Zweite Festnahme – Zwangsarbeitslager Changchun und Chaouyanggou

Im Oktober 2001 wurde Wan erneut rechtwidrig festgenommen, weil er im Besitz der Lehre von Falun Gong war, als er einen Zug nach Baicheng nahm. Die Polizei nahm ihm auch die 5.000 Yuan (ca. 675 €) [1] weg, die er bei sich hatte.

Er wurde zuerst sechs Monate lang im Zwangsarbeitslager Changchun inhaftiert, wo man ihn brutal folterte. Er wurde in der Luft aufgehängt, mit hochkonzentriertem Salzwasser zwangsernährt, über lange Zeiten hinweg an einen Eisenstuhl gebunden, geschlagen und gestoßen. Außerdem erlaubte man ihm nicht, Toiletten aufzusuchen, bis er inkontinent wurde.

Dann zwangen sie ihn, sehr schwere Säcke mit Erde zu tragen. Die Arbeit war so anstrengend, dass er Blut erbrach.

Später wurde Wan zu drei Jahren Zwangsarbeit verurteilt und zur weiteren Verfolgung in das Zwangsarbeitslager Chaouyanggou überführt.

Im Jahr 2003 hatte sich dann Wans Gesundheit erheblich verschlechtert. Er hatte Schwierigkeiten beim Atmen und sein Herzschlag stieg auf 149 Schläge pro Minute an. Es zeigten sich auch Symptome von Pleura Erguss und Herzversagen.

Um nicht die Verantwortung für seinen Tod übernehmen zu müssen, rief das Zwangsarbeitslager seine Familie an, damit sie ihn heimholte.

Später wurde er durch das Lesen der Bücher von Falun Gong und die Übungen wieder gesund

2011: dritte Festnahme – Zwangsarbeitslager Suihua

Am 13. November 2011 wurde Wan wieder verhaftet, als er einen anderen Praktizierenden besuchte. Die Polizisten, die ihn festnahmen, nahmen ihm sein Bargeld von 2.300 Yuan (ca. 310 €) ab.

Er wurde in das Untersuchungsgefängnis Nr. 1 gebracht, wo er schwer verprügelt wurde, weil er sich weigerte, seinen Namen zu nennen.

Er wurde zu zwei Jahren Zwangsarbeit verurteilt und in das Zwangsarbeitslager Suihua überführt. Als seine Familienangehörigen ihn besuchten, sahen sie, dass er Blutergüsse um seine Augen herum hatte und nicht richtig gehen konnte.

Später erfuhren sie, dass ihm Elektroschocks zugefügt worden waren. Außerdem war er aufgehängt und brutal verprügelt worden.

Durch die Misshandlungen im Arbeitslager verschlechterte sich Wans Gesundheit. Er konnte nicht mehr richtig atmen. Außerdem zeigten sich Symptome von akuten Lungenödemen.

Dank der beständigen Bemühungen seiner Familie, ihn freizubekommen, wurde er am 25. April 2013 entlassen.

Frau stirbt, Tochter bedroht

Im Jahr 2006 begann die Polizeibehörde Shuangcheng mit einer weiteren Angriffsrunde auf Falun Gong-Praktizierende. Um Polizeischikanen zu vermeiden, verkaufte Herr Wan sein Haus und war gezwungen, für den Lebensunterhalt der Familie mit Gelegenheitsarbeiten außerhalb der Stadt zu sorgen.

Am 28. September 2006 nahm die Polizei unrechtmäßig seine Ehefrau Wang Liqun und schulpflichtige Tochter des Ehepaares fest, als die beiden gerade einen Freund in Harbin besuchten. Wang wurde zum Verhör in das Untersuchungsgefängnis Shuangcheng gebracht.

Eine Polizistin warnte sie: die Ausbildung ihrer Tochter sowie ihr ganzes Leben würde ruiniert sein, wenn sie (Wang) inhaftiert wäre.

Die Tochter wurde ganz alleine von der Polizei zum Verhör in einen fensterlosen Raum gebracht. Sie wurde auf einen Eisenstuhl in einem Eisenkäfig gebunden, der sich in einem dunklen Raum mit Kerzenbeleuchtung befand.

Sie wollten sie zwingen, ein Dokument zu unterschreiben, in dem stand, dass eine weibliche Praktizierende von einem anderen Praktizierenden von einem Gebäude heruntergestoßen worden sei. Sie drohten dem Mädchen, dass sie wegen Straftaten angeklagt werde, wenn sie nicht unterschriebe.

Das Verhör zog sich vier Stunden lang hin. Als das Verhör so lange dauerte, machte Wang sich um ihre Tochter große Sorgen und bekam Angst.

Als ihre Tochter dann zurückgebracht wurde, stieß Wang einen Seufzer der Erleichterung aus. Doch fast gleichzeitig brach sie zusammen und konnte nichts mehr sagen. Als ihr Zustand den Wärtern gemeldet wurde, sagten diese, dass der Arzt weggegangen sei und sie warten müssten, bis er zurückkomme.

Es verging eine Stunde, bis der Arzt zurückkam. Zwanzig Minuten später wurde Frau Wang ins Krankenhaus gebracht. Das Mädchen wollte mit seiner Mutter mitgehen, doch es wurde von der Polizistin Jin Wanzhi weggestoßen. Wang Liqun starb später am gleichen Tag.

Am nächsten Tag wurde die Tochter von der Polizei verhört. Die Polizisten zwangen sie, ihren Fingerabdruck auf ein vorbereitetes Dokument zu setzen. Darin stand, dass die Polizei bei dem Notfall sofort tätig geworden und der Arzt rechtzeitig gekommen sei. Als das Mädchen mit dem Geschriebenen nicht einverstanden war, packten die Polizisten ihre Hand und drückten ihren Fingerabdruck auf den Bericht.

[1] Das durchschnittliche Einkommen eines Arbeiters beträgt in den Städten Chinas monatlich umgerechnet etwa 300,- €

Englische Version:
http://en.minghui.org/html/articles/2016/5/26/157163.html

Chinesische Version:
http://www.minghui.org/mh/articles/2016/5/17/哈尔滨市双城区万云龙被绑架抄家-328866.html

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