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Kanada: Parlamentsmitglieder rufen Premierminister auf, sich in China für Falun Gong einzusetzen

Am 30. August 2016 fand im Parlamentsgebäude in Ottawa eine Pressekonferenz statt. Veranstalter war die Kanadische Vereinigung für Menschenrechte, eine Liga von Menschenrechtsorganisationen, zu der auch Amnesty International gehört. Während der Konferenz wurde Premierminister Justin Trudeau aufgefordert, während seiner China-Reise [1] die chinesischen Führungskräfte auf die Menschenrechtsverletzungen in China anzusprechen.

Trudeau sollte sich am 30. August, dem ersten Tag seines offiziellen China-Besuchs, mit den chinesischen Staatsoberhäuptern treffen.

Lu Hongyan, eine kanadische Falun Dafa-Praktizierende, sprach vor der Presse über ihre Mutter, die momentan in einer Haftanstalt festgehalten wird, nur weil sie Falun Dafa (auch Falun Gong genannt) praktiziert.

Am Tag vor der Pressekonferenz hatten bereits drei Parlamentsmitglieder von der Opposition eine Stellungnahme veröffentlicht, mit der der Premierminister aufgefordert wurde, sich in China für Menschenrechte und Religionsfreiheit einzusetzen.

Bei den drei Parlamentariern handelt es sich um David Anderson, Parlamentsmitglied von Cypress Hills-Grasslands und Zuständiger der Opposition für Menschenrechte und Religionsfreiheit; Peter Kent, Zuständiger der Opposition für Außenpolitik und Parlamentsmitglied von Thornhill; sowie David Sweet, stellvertretender Vorsitzender des Unterausschusses für Internationale Menschenrechte und Parlamentsmitglied von Flamborough-Glanbrook.

Ihre Stellungnahme lautete: „Er [der Premierminister] muss bedenken, dass es sich hierbei um eine Diktatur handelt, die ständig die freie Entfaltung seiner Bürger zu unterdrücken versucht, indem sie religiöse Minderheiten unterdrückt und nationalisiert …

Seit weit mehr als einem Jahrzehnt werden die Praktizierenden der spirituellen Praktik Falun Dafa schikaniert, für ihre Organe getötet oder eingesperrt. Wir erwähnen hier besonders, dass derzeit in chinesischen Gefängnissen hunderttausende Falun Dafa-Praktizierende als Gefangene aus Gewissensgründen festgehalten werden, einschließlich zwölf Familienmitglieder von Kanadiern. Das muss aufhören. Der chinesische Rekord bei den Menschenrechtsverletzungen ist eine Beleidigung der kanadischen Werte.“

Alex Neve, Generalsekretär von Amnesty International, spricht bei der Pressekonferenz.

Die Praktizierende Lu Hongyan berichtet, wie ihre Mutter vom chinesischen Regime wegen ihres Glaubens verfolgt wird.

Lu Hongyan, eine kanadische Falun Dafa-Praktizierende, erklärte an die Medien gerichtet, dass ihre Mutter immer noch im zweiten Gefängnis der Stadt Shijiazhuang festgehalten werde. „Diese Haftanstalt ist für Folteranwendung bekannt. Ich bin über die Situation [meiner Mutter] sehr besorgt. Die Behörden erlauben uns nicht, einen Anwalt für sie zu beauftragen. Wir können keinerlei Neuigkeiten über ihre aktuelle Situation bekommen.“

Lus Mutter war vor kurzem mehrere Male an einen Eisenstuhl gefesselt worden, man hatte sie bewegungsunfähig gemacht und ihr den Schlaf entzogen. Mit diesen Foltermethoden versuchten die Behörden, sie zu zwingen, Falun Dafa aufzugeben.

Alex Neve fügte hinzu, dass laut Bericht der Vereinten Nationen zwei Drittel der gefolterten Opfer in China Falun Dafa-Praktizierende seien. Kanada, die USA, das Europäische Parlament und andere Mitglieder der internationalen Gemeinschaft hätten bereits ihre Sorge darüber ausgedrückt. Sie hätten die Tötung von Falun Gong-Praktizierenden wegen ihrer Organe, d.h., den Organraub zu Transplantationszwecken durch das chinesische Regime verurteilt.

Li Xun, der Präsident des Falun Dafa-Vereins von Kanada, sagte: „Wir möchten den derzeitigen chinesischen Staatsführern eine Nachricht übermitteln: Ziehen Sie Jiang Zemin zur Rechenschaft. Er hat die Verfolgung angeordnet und organisiert.“

„Wir ermutigen die kanadische Regierung, frei für das chinesische Volk zu sprechen und dem kommunistischen Regime die Botschaft mitzuteilen“, fügte Li hinzu.

Die Vertreter des Falun Dafa-Vereins von Kanada legten am 26. August dem Büro des Premierministers über 50.000 Unterschriften vor. Darüber hinaus wurden etwa 70.000 Postkarten verschickt, mit denen der Premierminister aufgefordert wurde, bei der Beendigung des Organraubes an Gefangenen aus Gewissensgründen durch das chinesische Regime mitzuhelfen. Die meisten der Opfer sind Falun Dafa-Praktizierende.

Aus dem Büro des Premierministers kam am 26. August die Antwort, dass der Premierminister das Thema Falun Gong als einen zentralen Punkt der Menschenrechtsverletzungen während seines China-Besuches ansprechen werde.

[1] Die China-Reise des kanadischen Premierministers fand vom 30. August bis zum 6. September 2016 statt.

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