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Geschichten aus dem Alten China: Zwanzig Schalen Orangenhautsuppe

In der Ära des Kaisers Xuzong in der Tang Dynasty gab es einen Wahrsager, der behauptete, er könne vorhersagen, was Menschen in der Zukunft essen würden. Viele Beamte des königlichen Hofes gingen zu ihm, um sich ihre Zukunft vorhersehen zu lassen. Nur ein Beamter namens Li Qijun glaubte ihm nicht.

Li Qijun lud den Wahrsager zu sich nach Hause ein und fragte ihn, was werde ich morgen essen? Der Wahrsager dachte eine Weile nach und sagte dann, „Sie werden zwei Teller mit Klebreiskeksen und zwanzig Schalen mit Orangenhautsuppe essen.“ Li lachte. Am nächsten Tag bat er seine Bediensteten am nächsten Tag für ihn ein Banquet vorzubereiten und wollte weitere Beamte einladen, die ihm dazu Gesellschaft leisteten.

Am Morgen des nächsten Tages wurde Li Qijun zum Kaiser berufen. Dieser erzählte ihm, „Der Bürgermeister der königlichen Hauptstadt hat mir Klebreis gebracht. Ich habe davon einige Kekse machen lassen. Ihr möchtet sicherlich welche versuchen.“ Nach einiger Zeit kam ein Bediensteter mit einem goldenen Teller auf dem einige Kekse lagen. Li sprach dem Kaiser seinen Dank aus und aß die Reiskekse. Er musste alle auf essen, obwohl er nicht konnte. Der Kaiser jedoch freute sich, dass er alle aufgegessen hatte und sagte, „Es scheint, als mögt Ihr diese Kekse. Lasst mir Euch einen weiteren Teller bringen.“ Und so musste Li noch einen weiteren Teller der Kekse essen.

Nachdem Li wieder zu Hause war, bekam er ernsthafte Bauchschmerzen. Er konnte nichts essen und nur Orangenhautsuppe trinken. Erst gegen Mitternacht ging der Schmerz weg. Er erinnerte sich an das, was der Wahrsager gesagt hatte und fragte seine Bediensteten, „Wie viele Schalen Orangensuppe habe ich zu mir genommen?“ „Zwanzig Schalen,“ war die Antwort.

Li seufzte vor Bewunderung über die erstaunliche Fähigkeit des Wahrsagers. Sofort bat er seine Bediensteten den Wahrsager noch mal zu sich einzuladen und belohnte ihn mit etwas Geld und schöner Seide.

Aus Historische Anekdoten

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