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Kultivierungsgeschichte aus Alter Zeit: Der Taoist Huangpu Tan

Xianren, die Mutter des Kaisers Gao Zong in der Song Dynastie litt an einer Augenkrankheit, die ihr große Schmerzen bereitete. Ärzte aus der gesamten Hauptstadt konnten nicht ihre Krankheit heilen. So erließ der Kaiser einen kaiserliches Edikt und ließ alle exzellenten Ärzte von außerhalb der Stadt herbeirufen. Zhang Ran der Gouverneur von Linan empfahl einen Taoisten [ein Mensch, der den „Tao“ bzw. „universellen Weg" kultiviert] Huangpu Tan. Doktor Tan, ein gebürtiger Mann aus dem Landkeis Jiajiang in der Provinz Sichuan Provinz hatte einen hervorragenden Ruf als Arzt.

Kaiser Gao Zong rief Huangpu Tan zum kaiserlichen Hof und fragte, mit welchen Mitteln er Krankheiten heilte. Huangpu Tan antwortete, “Ein Herz ohne jegliches Streben lässt im Körper Ruhe und Frieden einkehren. Ein Kaiser ohne Streben lässt alles unter dem Himmel gut und geordnet zu gehen.“ Zufrieden mit der Antwort wurde Huangpu Tan zum Palast der Ruhe gebracht, wo seine Mutter lebte, damit er ihre Augen behandeln konnte. Die Krankheit wurde sofort geheilt und der Kaiser freute sich so sehr, dass er ihm viele Geschenke anbot, doch der Arzt Tan lehnte sie alle ab.

Der Kaiser schickte ihn auf eine spezielle Mission zum einem Berg in der Provinz Sichuan, wo er durch Gebete und Abbrennen von Räucherstäbchen den Schutz heiliger Gottheiten gewinnen sollte. Als der Arzt zur Hauptstadt zurückkehrte, rief der Kaiser den Arzt Tan zu einem weiteren Treffen, bei dem er sich über da Geheimnis des langen Lebens erkundigte. Huangpu Tan sagte, “Zuerst einmal muss man alle Begierden aufgeben und soll nicht dem Genuss frönen. Es gibt Tausende von Büchern darüber, wie man das Elixier veredelt, doch keines ist so effektiv, wie das eine Wort: Konzentration.“ Auf diese Weise gewann Tan die Hochachtung und Bewunderung des Kaisers. Persönlich schrieb der Kaiser zwei Schriftzeichen mit der Bedeutung „Ein klarer und reiner Geist,“ als Name für die kleine Strohhütte, in der Huangpu Tan lebte. Der Kaiser ließ zudem ein Portrait von Huangpu Tan malen und im Palast aufhängen, in dem er lebte.

Herr Li Dao, ein lokaler Beamter in Süd-Jing, respektierte Huangpu Tan schon immer sehr und jedes Jahr kam Huangpu Tan zu ihm zu Besuch. Im ersten Jahr der Longxing Era (1163 n.Chr.) ging Li Dao in die Hauptstadt um den Kaiser zu treffen. Kaiser Gao Zong und Kaiser Xiao Zong befragten ihn respektvoll nach Huangpu Tan.

Huangpu Tan konnte außerdem die Zukunft vorhersagen, wenn er sich das Gesicht eines Menschen anschaute. Einmal sagte er die Zukunft für eine der Töchter Li Daos vorher und meinte, dass sie eines die zur „Mutter für alle unter dem Himmel“ werden würde, was bedeutete, dass sie Kaiserin werden würde. Tatsächlich wurde sie die Frau vom Kaiser Guang Zong in der Song Dynastie.

(Aus Die Geschichte der Song Dynastie)

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