Share on facebook
Share on twitter
Share on telegram
Share on google
Share on email
Share on print

Geschichten aus dem Alten China: Die Vorwarnung von Zhang Chengs sprechendem Bullen

Durch die chinesische Geschichte hindurch erscheinen ungewöhnliche Phänomene am Ende einer chaotischen Dynastie am Häufigsten zu sein. Ungewöhnliche und fremdartige Phänomene werden oft als eine Vorwarnung der Götter vor Unglücken betrachtet.

Eine Zeitung in Xining in der Provinz Qinghai in China veröffentlichte einen Bericht über eine Familie, die eine Gardenie gekauft hatte, die Geräusche wie eine Grille machen konnte. Ich schlug in chinesischen historischen Aufzeichnungen nach und fand eine ähnliche Geschichte. Aber in dieser alten Geschichte ging es nicht um eine sprechende Blume, sondern um einen sprechenden Bullen. Ich hoffe, dass diese Geschichte jeden inspirieren wird, über die gegenwärtige Situation in China nachzudenken.

Diese Geschichte ereignete sich während der Taian Ära (5. Januar 303 bis 21. Februar 304 n.Ch.) unter Kaiser Hui von der West Jin Dynastie [Kaiser Hui war der zweite Kaiser der West Jin Dynastie (265-316 n.Ch.)].

Eines Tages war der Regierungsbeamte Zhang Cheng mit einem Wagen unterwegs. Der Bulle, der den Wagen zog, sprach plötzlich: „Die Jin Dynastie ist in Chaos und geht dem Ende zu, und ich bin erschöpft. Warum lässt Du mich noch den Wagen ziehen?“ Zhang Cheng und seine Begleiter erschraken sehr. Dann bot Zhang Cheng dem Bullen Futter an und versuchte ihn zu beruhigen: „Wir gehen jetzt nach Hause. Nicht mehr reden, in Ordnung?“ Zhang Cheng ließ sein Vorhaben bleiben und machte sich umgehend auf den Weg nach Hause. Nachdem sie zuhause angekommen waren und Zhang Cheng dem Bullen das Geschirr noch nicht abgenommen hatte, begann dieser wieder zu sprechen: „Was bringt es, so früh nach Hause zurückzukehren?“ Zhang Cheng bekam immer mehr Angst und machte sich Sorgen, aber er wagte es nicht, jemandem von dieser merkwürdigen Geschichte zu erzählen.

Als Zhang Cheng hörte, dass es im Bezirk Anlu einen Mann gab, der in die Zukunft sehen konnte, machte er sich auf den Weg zu ihm. Der Mann sagte ihm: „Es verheißt nichts Gutes und es wird nicht nur Deine Familie betreffen. Es wird einen Krieg geben – einen Krieg, der den ganzen Bezirk in Mitleidenschaft zieht!“ Als Zhang Cheng nach Hause zurückkehrte, sah er den Bullen auf den Hinterbeinen stehen und gehen wie einen Menschen, was viele Schaulustige anzog.

Im Herbst desselben Jahres begann Zhang Chang eine Rebellion gegen die West Jin Dynastie und erhob Anspruch auf die Herrschaft über Jiangxia. Zhang Chang gewann die Unterstützung von vielen Leuten mit der Lüge, dass er die Han Dynastie wieder aufleben lassen würde. Zhang Cheng und sein Bruder traten Zhang Changs Rebellionsarmee bei und wurden seine militärischen Befehlshaber. Jedoch wurde Zhang Chang bald besiegt. Mehr als die Hälfte der Bewohner von Zhang Chengs Bezirk wurden entweder getötet oder schwer verletzt. Niemand in Zhang Chengs Haushalt hatte den Bürgerkrieg überlebt.

Diese Geschichte zeigt auf, wie alle Dinge arrangiert werden, um die Moral der Menschen auf der Welt zu reflektieren. Wie die alten Chinesen schon bemerkt haben, werden gute Taten mit Gutem belohnt, während Schlechtes entsprechend vergolten wird, wie etwa durch Katastrophen und Kriege. Von den Taten der ganzen Gesellschaft verursachtes Unglück, fällt auf sie selbst zurück. Wenn das der Fall ist, dann ist die Wiederherstellung von Moral der einzige Weg, Katastrophen und Kriege zu verhindern.

Alle Artikel, Grafiken und Inhalte, die auf Yuanming.de veröffentlicht werden, sind urheberrechtlich geschützt. Deren nicht-kommerzielle Verwendung ist erlaubt, wenn auf den Titel sowie den Link zum Originalartikel verwiesen wird.

Das Neueste

Archiv

Weitere Artikel zu diesem Thema