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Geschichte aus Alter Zeit: Sigongs Gutherzigkeit rettete ihm das Leben

Zur Zeit der Tang Dynastie gab es einen Mann namens Wei Sigong, ein Bewohner der Hautstadt Chang’an. Er war der Freund zweier junger Männer mit den Nachnamen Dong and Wang. Im sechsten Jahr der Yuanhe Periode [1] während der Herrschaft des Kaisers Xianzong in der Tang Dynastie haben die drei zusammen im Yue Tempel am Berg Song studiert.

Ca. 100 Schritte in Richtung der nordöstlichen Seite des Tempels gab es ein natürliches Wasserbassin unter einem Stein. Das Bassin war ca. 10 Fuß im Umfang. Das Quellwasser schien sich immer wieder von selbst aufzufüllen und trocknete niemals aus. Jeder im Tempel schöpfte aus dem Bassin das Wasser für den täglichen Gebrauch.

Wei und seine Freunde waren im Frühling in den Tempel gezogen. Eines Tages Mitte Juli gingen die Drei los, um in ihrer Freizeit Wasser zu holen. Als sie am Rand des Bassins standen, sahen sie, wie sich eine große Schlange langsam in das Bassin herabließ. Die Schlange war mehrere Duzende Fuß lang und besaß einen schwarzen Körper mit einem weiß-glitzernden Muster darauf. Die drei Männer bekamen große Angst. Nachdem sie so eine lange Zeit zuschauten, hatten Wang und Dong die Idee, die Schlange zu töten und sie mit nach Hause zunehmen, um sie als Essen zuzubereiten.

Wei Sigong sagte: “Nein, das können wir nicht machen. Wie könnt Ihr so sicher sein, dass sich in der Nähe dieses berühmten Berges und in dieser großen Stadt kein Drachen versteckt? Meint Ihr nicht, dass es vielleicht nicht ein getarnter Drachen sein könnte? Die Schuppen unterscheiden sich sehr von denen normaler Schlangen. Wir müssen vorsichtig sein!“ Seine Freunde jedoch hörten nicht auf ihn. Sie töteten die Schlange mit einem Felsbrocken und nahmen sie mit nach Hause. Sie hänselten Wei Sigong, ein Wichtigtuer zu sein.

Kurze Zeit später erzählte jemand anderes, dass eine weitere Schlange im Wasserbassin sei. Wang und Dong gingen sofort hin und wollten die andere Schlange auch noch töten. Wei Sigong versuchte sie wieder davon abzuhalten. Sobald Wang und Dong gerade mit dem Felsbrocken auf die Schlange schlagen wollten, erhob sie sich in den Himmel. Als die drei wieder zum Tempel zurückgekehrt waren, war die erste Schlange immer noch am Kochen und noch nicht zum Essen fertig. Plötzlich hörte man ein großes Getöse in den Bergen aufkommen und die Erde begann zu zittern. Wind und Wolken füllten das Tal. Sand und kleine Felsbrocken flogen durch die Luft und mit nur einem Augenzwinkern hatten sie den Tempel erreicht. Der Himmel färbte sich schwarz und alles wurde dunkel. Im heulenden Wind hörten die Menschen im Tempel eine Stimme, „Schlagt nicht die falsche Person!“ Sofort kam ein Blitz vom Himmel gezuckt und traf das Haus, in dem die drei Männer lebten. Das Haus brannte vollkommen aus und Wang und Dong blieben unauffindbar, Wei Sigong hingegen blieb unter dem Vorbau des Tempeldaches.

Erst zwei Tage später fand man die toten Körper von Wang and Dong am südlichen Tor des Tempels. Wei Sigong erzählte später was sich ereignet hatte, bevor sie zu Tode kamen. Diejenigen, die mit Enthusiasmus töten, sollten über diese Geschichte nachdenken und daraus lernen. Diese Geschichte macht ein himmlisches Prinzip deutlich. Auch wenn Wei Sigong nicht immer in allem frei von Fehlern gewesen sein mag, wurde er dennoch von der Rache des Drachens verschont, da er versuchte, das Leben des Drachens zu retten. (In der chinesischen Mythologie werden Drachen als göttliche Wessen angesehen). Seine gutherzigen Worte haben ihm das Leben errettet. Man stelle sich vor, was Menschen erwartet, die in ihrem Leben oft gute Dinge tun.

Quelle: [1] Wikipedia Encyclopedia: Tang Dynastie

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