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Gemälde und Interview: „Die Unsterblichen“

Die Kunstausstellung mit dem Thema „Unnachgiebiger Mut“ wird vom Falun Dafa-Verein weltweit gefördert. Alle Ausstellungsstücke sind von Falun Gong-Praktizierenden angefertigt. Einige der Künstler befinden sich noch gesetzwidrig in China im Gefängnis. Nach 5 Jahren blutiger Unterdrückung möchten die Künstler ihre Freude darüber zum Ausdruck bringen, dass man durch das Üben von Falun Gong zu seiner wahren Natur zurückkehren kann und Praktizierende in China, trotz grausamer Folterungen und Unterdrückungen, standhaft Wahrhaftigkeit, Barmherzigkeit und Toleranz befolgen und in ihrem Glauben, dass „die Gerechtigkeit schließlich das Böse besiegen wird,“ standhaft bleiben.

Jeder dieser Künstler hat seinen Verdienst dazu geleistet. Sie haben versucht, mit traditionellen Methoden der Malerei dieses Ziel zu erreichen. Wir werden fortfahren, die Arbeiten dieser Künstler bekannt zu machen, dazu die Ideen hinter ihren Arbeiten und deren Entstehungsprozess.

Reporter: Zhu Qinming vom Pureinsight.net
Yao: Frau Yao Chongqi, die Künstlerin, die das Bild „Die Unsterblichen“ gemalt hat

Reporter: Frau Yao, könnten Sie uns ein wenig über ihren beruflichen Hintergrund sagen?
Yao: Ich entwickelte meine Liebe zur Malerei schon als Kind. Meine Mutter war auch Malerin. Ich habe Kunst studiert und arbeite schon seit 49 Jahren auf diesem Gebiet.

Reporter: Sind Sie Künstlerin von Beruf?
Yao: Das kann man so sagen. Ich hatte in China eine Reihe von Arbeitsplätzen und alle waren im Kunstbereich. Weil ich das Malen liebe, habe ich mein Leben lang gemalt.

Reporter: Wann haben Sie mit der Kultivierung durch Falun Dafa angefangen?
Yao: Um 1996/97.

Reporter: Hatte ihre Kultivierung großen Einfluss auf Ihre Malerei und hat sie starke Veränderungen bewirkt?
Yao: Eine große Veränderung ist…., wenn ich mich auch wenig um Ansehen kümmerte, so hatte ich doch eine tiefe Liebe zur Malerei. In den 60iger Jahren, bei einer der vielen politischen Bewegungen der KPCh „Unerwünschte“ auszuschalten, wurde ich aus meinem Arbeitsplatz und von meiner Familie entfernt und mußte in einer sogenannten Kaderschule harte Arbeit verrichten. Das Leben war damals sehr hart und ich konnte es nur ertragen, indem ich malte. Ohne das Malen hätte ich den Willen zum Leben verloren. Nachdem ich angefangen hatte, Falun Gong zu betreiben, wurde mir klar, dass ich zu stark an meiner Malerei hing. Ich beschloss daher, mit dem Malen Schluss zu machen, um diese zu starke Bindung zu überwinden. Vor Kurzem erkannte ich, dass Kunstarbeit auch ein wichtiges Mittel für uns ist, die Wahrheit über Falun Gong aufzuklären und nicht etwas Falsches. Da nahm ich das Malen wieder auf.

Reporter: Dies war also das erste Mal, dass Sie nach Beginn ihrer Kultivierung den Pinsel wieder in die Hand nahmen?
Yao: Im Grunde stimmt das. Es ist das erste Mal, dass ich in Öl gemalt habe. In den letzten paar Jahren vor dieser Ausstellung habe ich nur einfache Zeichnungen gemacht, lebhafte Cartoons oder Karikaturen, wenn sie gebraucht wurden. Die Geschichten von Praktizierenden, die zu Tode gefoltert wurden, bewegten mich sehr. Als ich lernte, graphische Zeichnungen im Computer herzustellen, fing ich an, ihre Fotografien zusammenzustellen. Ich bin selbst eine Praktizierende und weiss, dass alles, was Praktizierende wollen, ist, ein guter Mensch zu sein. Auf den Fotos erkennt man, dass einige der zu Tode verfolgten sehr jung waren, das Jüngste 8 Monate alt. Es wurden ebenso einige ältere Menschen zu Tode gefoltert. Sie wollten alle weiter nichts als gute Menschen sein. Ich weiß, dass all diese Praktizierenden vorher sehr gesund waren und trotzdem wurden sie auf so eine Art zu Tode gefoltert. Das machte mich tief traurig. Ich wollte von ihnen allen ein Foto haben und diese zusammenstellen, damit die Menschen sie sähen. Zuerst machte ich das auf dem Computer und das ging verhältnismäßig leicht. Ich nahm nur den Hintergrund der verschiedenen Fotos weg und setzte sie zu einem einzigen Bild zusammen. Alle diese Menschen auf den Bildern waren einst lebendig und gesund. Es waren gesunde und liebenswürdige Menschen und trotzdem wurden sie durch den chinesischen Diktator Jiang und seinen Genossen zu Tode gefoltert. Ich hoffe, dass alle, die mein Ölbild gesehen haben, mehr Menschen die Wahrheit über Falun Gong erzählen und zusammenwirken, um die Verfolgung zu stoppen.

Bild von Yao Chongqi (110 zu 42 inches), 2004-08-21

Reporter: Wie viele Menschen sind auf dem Bild?
Yao: Von all den zu Tode Gefolterten konnte ich 280 Fotos finden und ich setzte ihre Gesichter in dies Bild. Einige Fotos sind so klein wie ein Fingernagel und verschwommen. Ihre Freunde und ihre Lieben gingen allerlei Wege, um die Informationsblockade in China zu durchbrechen und die Bilder an die Außenwelt zu bringen. Ich habe mein Bestes versucht, sie so ähnlich wie möglich und so sorgfältig, wie ich konnte, zu malen. Jiang verfolgte nicht nur sie, sondern auch die Menschen um sie herum. Sie hatten alle Familie. Kinder und Eltern starben. Ich versuche, ihnen durch mein Malen ein Denkmal zu setzen.

Aber einige Opfer kann ich beim besten Willen nicht malen. Es wurde z. B. eine schwangere Praktizierende zu Tode verfolgt und es gibt keine Möglichkeit, ihr Ungeborenes zu malen. Das Kind war ja auch ein Leben! Heute wissen wir, dass es über Tausend sind, die zu Tode gefoltert wurden. Als ich mit dem Bild anfing, gab es nur etwa 200 dokumentierte Todesfälle. Jetzt ist ihre Zahl auf mehr als Tausend angewachsen. Außerdem gibt es keine Möglichkeit, die Zahl der Fälle abzuschätzen, die noch nicht an die Außenwelt gedrungen sind. Ich habe die Gesichter von 280 Menschen gemalt, damit mehr Menschen sie sehen und helfen, die Verfolgung zum Ende zu bringen. Seht sie an, wie fröhlich sie waren! Sie waren alle gute und fördernde Mitglieder der Gesellschaft. Immer, wenn ich über diese Dinge nachdenke, muss ich weinen… Sie sehen, dass einige von ihnen nur 17 oder 18 Jahre alt waren. Sie wurden trotzdem zu Tode gefoltert. Jeder Einzelne von ihnen kann eine Geschichte erzählen.

Ein Ausschnitt vom Bild

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