Malerei: Ölbild ,,Warum?"

Kommentar der Malerin: Ich habe nicht viele Gedanken auf dies Bild verwendet. Ich traf eines Tages eine meiner Freundinnen, die auch Falun Gong praktiziert, und sie erzählte mir ihre Geschichte. Sie war mit ihrem Sohn im Gefängnis. Als ich ihre Geschichte gehört hatte, fing ich an zu malen, ohne mir viele Gedanken zu machen, weil es eine wahre Geschichte war. Ich war nicht daran gewöhnt, Kinder zu malen, die schmutzig, zerlumpt und verprügelt waren; daher hatte ich ein wenig Angst, so etwas zu malen. Der Junge, den ich zu malen anfing, war sauber und hatte ein makelloses Aussehen. Ich versuchte, die Kleidung so zu malen, dass sie schmutzig aussah; aber es sah nicht richtig aus, denn er war ja im Gefängnis und man hatte ihn und seine Mutter geschlagen. Später versuchte ich, den Augen mehr Ausdruck zu verleihen, indem ich die Schläge durch ein blaues Auge andeutete. Die Mutter kam und meinte, ich müsste den Augen Tränen beifügen; aber nicht übers Gesicht rollende Tränen sondern nur soviel, dass die Augen feucht aussähen. Ich hatte kein Modell, da zeigte sie mir, was sie meinte. Ich merkte, dass bei so strahlenden Augen die Tränen nicht sehr glaubwürdig erschienen. Nachdem ich den blauen Fleck am Auge hinzugefügt hatte, wurde das Weiß der Augen dunkler und die wenigen Tränen wurden klarer. Die Tränen wurden nicht über die Wangen rollend dargestellt, weil Jungen nicht so handeln wie Mädchen, er wäre sonst immer sehr weinerlich. Sein Gesichtsausdruck ist aber nicht so einfach. Er fragt unentwegt „Warum? Warum?“ Er versteht ja nicht, warum er mit seiner Mutter gefangengesetzt wurde, warum seine Mutter geschlagen wird, warum sie ihn schlugen, wieso sie gefangengehalten und nicht freigelassen werden durften. Er steht da, seine Füße stehen in die eine Richtung während die Hände in eine andere zeigen. Das sieht so aus, als wolle er rausgehen, aber kann nicht.

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