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EFGI: Von 140 Falun Gong Todesfällen wurde in den letzten zwei Monaten aus China berichtet, obgleich diese immer noch vertuscht werden

Drei der vier Kinder der Chen-Familie (Oben) sind wegen des Praktizierens von Falun Gong umgebracht worden. Der ältese Sohn Chen Aizhong (unten rechts). Die jüngste Tochter Chen Hongping (unten links).

LONDON (EFGIC) — Im November und Dezember 2004 haben Quellen innerhalb von China die Todesfälle von weiteren 140 Falun Gong Praktizierenden durch staatliche Verfolgung bestätigt.

Der ehemalige chinesische kommunistische Parteichef Jiang Zemin hatte 1999 die Kampagne gegen die friedliche Praxis initiiert und erklärt: "Die Kommunistische Partei muß Falun Gong besiegen."

Die 140 Todesfälle, welche während der zwei Monate gesammelt wurden, stammen aus verschiedenen Jahren. Aufgrund der chinesischen Informationsblockade wurden ihre Geschichten erst vor kurzem aufgedeckt.

Obgleich das Europäische Falun Gong Informationszentrum verifiziert hat, daß 1290 Falun Gong Praktizierende durch die Verfolgung getötet worden sind, ist die tatsächliche Todesrate unbekannt. Nach Informationen der chinesischen Regierung könnte die Todesrate bei 7000 oder mehr liegen.

Die Fälle, die während der letzten zwei Monate des Jahres 2004 verifiziert wurden, sind Personen, die sowohl durch körperliche als auch psychologische Folter in Haftanstalten, Zwangsarbeitslagern, Gefängnissen, psychiatrischen Anstalten, Drogen-Rehabilitationszentren, Gehirnwäscheeinrichtungen, örtlichen Polizeistationen und dem Büro 610 getötet wurden.

Die außergerichtlichen Morde fanden in 19 chinesischen Provinzen statt.

Drei Geschwister ermordet, die Verfolgung der Eltern und der ältesten Schwester dauert noch an

Am 5. November 2004 hat der Tod von Chen Aili in der Provinz Hebei der Familientragödie der Familie Chen ein weiteres herzzerreißendes Kapitel hinzugefügt. Dadurch haben wir einen weiteren Einblick in die Schmerzen erhalten, welche Familien unter Chinas Falun Gong Verbot erleiden.

Aili und der Rest seiner Familie praktizierten Falun Gong. Eine Quelle, die die Familie kannte, berichtete, daß Ailis Vater und Mutter Rückenschmerzen und Arthritis durch das Praktizieren losgeworden sind. Als jedoch die chinesische Kommunistische Partei mit der Verfolgung von Falun Gong begann, wurde die Familie auseinandergerissen.

Aili ist jetzt der dritte von vier Geschwistern, der durch körperliche Mißhandlung in der Haft gestorben ist. Sein älterer Bruder Aizong wurde am 12. September 2001 in ein Zwangsarbeitslager der Provinz Hebei gesteckt, nur acht Tage später wurde er zu Tode gefoltert. Seine Schwester Hongping wurde ungerechterweise verhaftet und später von Polizeiwachen geschlagen. Sie starb am 5. März 2003, nachdem 18 Monate Folter ihre beiden Beine gebrochen hatten. Die einzige Überlebende der Geschwister, Sulan, ist gegenwärtig in Peking inhaftiert.

75 Jahre alte Frau, die Informationen an einen Reporter aus Hongkong weitergab, wurde zu Tode gefoltert

Frau Cheng Ke, 75 Jahre alt, eine pensionierte Bauleiterin aus der Stadt Tianjin nahm an den Demonstrationen am 23. April 1999 in Tianjin teil, welche zwei Tage später zu der berühmten Versammlung in Peking geführt haben.

Obgleich die Appelle friedlich waren, wurde sie von der Polizei in Tianjin geschlagen. Weil sie die Fragen eines Hongkonger Journalisten darüber, wie sie geschlagen wurde, beantwortet hatte, wurde sie verhaftet und beschuldigt, "Staatsgeheimnisse" verraten zu haben.

Vorsitzende eines Arbeitsamtes wurde im Zuge der Eskalation der Verfolgung im November 2004 in Shenjiang getötet

Frau Li Ling, 51 Jahre alt, war die ehemalige Vorsitzende des Arbeitsamtes des Bezirkes Guta. Als Jiang Zemin Falun Gong 1999 verbot, reiste Frau Li nach Peking, um friedlich auf dem Platz des Himmlischen Friedens zu appellieren und ihre Regierung zu bitten, ihre Politik zu ändern. Sie wurde verhaftet und zu zwei Jahren Gefängnisstrafe im Shenjiang Dabei Gefängnis verurteilt.

Sie starb während ihrer erzwungenen "Umerziehung" am 17. November 2004 durch Folter, im Zuge einer von Quellen bestätigten erneuten Runde der Verfolgung, die auf die Falun Gong Praktizierenden in Shenjiang ausgerichtet war, die sich weigerten, ihren Glauben an Falun Gong aufzugeben.

Die Polizei der Provinz Jilin vertuscht zwei Jahre lang den Tod von Herrn Shao Hui

Shao Hui mit seiner Frau und Kind

Herr Shao Hui war ein Arzt in der Stadt Huidan, Provinz Jilin. Im Dezember 2000 wurde er von Zuhause entführt. Sein Telefon wurde seit dem Beginn der Verfolgung abgehört. Er und seine Frau Mu Ping wurden beide zu drei Jahren Haft im Huanxiling Zwangsarbeitslager verurteilt, weil sie Falun Gong praktizieren. Dort wurde Shao wiederholt gefoltert und ihm wurde der Schlaf entzogen.

Am 21. März 2002 entkam er der widerrechtlichen Haft. Im August 2002 jedoch fanden Polizeibeamte ihn in einer Mietwohnung, in der es sich versteckt hielt. Ein weiterer Praktizierender, der mit ihm zusammen wohnte, versuchte zu entkommen, indem er aus einem Fenster sprang, doch wurde er durch den Aufprall behindert. Die Polizei tötete Shao in der Wohnung.

Die Polizei vertuschte die Geschichte und gab gegenüber der Familie Shaos Tod zwei Jahre lang nicht zu. Seine Frau wurde im Oktober 2003 aus dem Zwangsarbeitslager entlassen, als sie am Rande des Todes stand.

Hintergrund:

Falun Gong, auch Falun Dafa genannt, ist eine Meditations- und Übungspraxis basierend auf dem kosmischen Prinzip von „Wahrhaftigkeit – Barmherzigkeit -Nachsicht“. Falun Gong, inzwischen in ca. 60 Ländern praktiziert, hat seine Wurzeln in der traditionellen chinesischen Kultur. Nach regierungsamtlichen Schätzungen von hundert Millionen, die Falun Gong praktizierten, ließ Jiang Zemin diese friedliche Praxis im Juli 1999 verbieten.

Seitdem hat Jiangs Regime die Propaganda-Kampagne intensiviert um die öffentliche Meinung gegen diese Praxis aufzuwiegeln und auf der anderen Seite diejenigen, die diese Praxis ausüben, einzusperren, zu foltern und sogar zu ermorden. Das Europäische Falun Gong Informationszentrum hat Details über 1290 Todesfälle seit Beginn der Verfolgung 1999 nachgewiesen. Im Oktober 2001 berichteten Regierungsbeamte in China, daß die Todesrate bei über 1600 läge. Inzwischen schätzen Experten die Zahl wesentlich höher. Hunderttausende sind festgenommen worden, weit mehr als Hunderttausend wurden zu Arbeitslager verurteilt, üblicherweise ohne Gerichtsverfahren.

FÜR WEITERE INFORMATIONEN KONTAKTIEREN SIE BITTE DAS EUROPÄISCHE FALUN GONG INFORMATIONSZENTRUM

Peter Jahaul 44 (0) 7739 172 452. Nicolas Schols 32 (0) 479875734
Weitere Kontakte: http://www.falungonginfo.net/europe.htm
Email: europe@falungonginfo.net

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