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Bolivien: Fa-Verbreitung in La Paz, der Hauptstadt Boliviens

Gilberto aus Venezuela und ich, wir sind beide Praktizierende, fuhren am 06.02.05 gemeinsam von Lima, der Hauptstadt Perus, nach La Paz, um dort in der kommenden Woche das Fa zu verbreiten.

Eine Familie, die zu Dafa eine starke Schicksalsverbindung hat

Vladimir ist ein junger Student, der Wushu (eine Art von Kampfkunst) betreibt. Eines Tages fand er zufällig im Internet die Worte „Falun Dafa“ und wollte mehr darüber wissen. Seitdem suchte er Artikel über Falun Gong. Als er im letzten Jahr in Lima an einem Wushu-Wettkampf teilnahm, kam er zufällig zum örtlichen Übungsplatz. Dort erlernte er die fünf Falun Gong Übungen. Danach blieb er mit den örtlichen Praktizierenden in ständigem Kontakt. Als wir in La Paz ankamen, holte er uns vom Flughafen ab und nahm uns mit zu sich nach Hause. Seine Mutter begrüßte uns ganz herzlich. La Paz liegt 3600 Meter über dem Meeresspiegel. Vladimir wohnt in einer Trabantenstadt, die 4100 Meter über dem Meeresspiegel liegt. Wir kamen gerade am Karnevalstag an. Es war der erste große Festtag des Landes. Ob im Stadtzentrum von La Paz oder auf der Höhe von 4100m; es war alles von festlicher Atmosphäre erfüllt. Offensichtlich wurde seine Mutter durch unsere Ankunft in eine festliche Stimmung versetzt.

Am folgenden Nachmittag wollten seine Mutter, Großmutter und seine kleinen Kusinen die Übungen erlernen. Da die Großmutter behindert war und beim Stehen oder Gehen Probleme hatte, sagte ich ihr, dass sie die Übungen auch im Sitzen lernen könnte. Unerwartet stand sie während der ersten Übung plötzlich auf und machte die Übungen wie die anderen. Sie blieb solange stehen bis auch die vierte Übung beendet war. Ihre Gewissenhaftigkeit bei den Übungen verwunderte mich sehr. Seine Mutter machte die Übungen schon sehr präzise, als hätte sie schon seit langem geübt. Die kleinen Kusinen bemühten sich, die Übungen fehlerfrei durchzuführen. Etwas später erfuhr ich, dass die beiden Kleinen ihren Eltern anschließend die Übungen beigebracht hatten. Als sie nach Hause kamen, gaben sie ihnen gleich die Infos zum Lesen.

Einen Platz zum gemeinsamen Üben finden

Früher übte Vladimir jeden Tag mit Wushu-Praktizierenden aus der Stadt auf dem Plaza Avaroa im Stadtzentrum. Sie übten Wushu mit Messer und Stangen. Als wir zwei Tage nach unserer Ankunft um 9:00 Uhr auf den Platz kamen, wartete dort schon ein Dutzend Menschen, die die Falun Gong- Übungen lernen wollten. Durch die Übungsmusik und den 5 harmonischen Übungen wurden viele Menschen von dem aufrichtigen Feld angezogen. Sie wollten am nächsten Tag unbedingt noch einmal zum Lernen kommen.

Am 09.02. war das traditionelle Fest des Mondjahres. Als Vladimir erfuhr, dass aus diesem Anlass Dafa-Schüler weltweit Grüße an den Meister senden, war er begeistert. Er bestand darauf, gemeinsam mit uns dem Meister über das Minghui Net einen Neujahrsgruß zu schicken, um ihm den Respekt der bolivianischen Praktizierenden auszusprechen.

Als wir am 08.02. wieder auf dem Platz waren, begrüßten uns die neuen Lernenden zum Neujahrsfest und bedankten sich dafür, dass wir ihnen die Übungen beibrachten. Es war der letzte Festtag des Karnevals und gleichzeitig auch der Höhepunkt des Festes. Die Menschen tranken Bier, tanzten und freuten sich über die Wasserspiele. Im Gegensatz dazu, zeigten wir den neuen Lernenden in aller Ruhe die Übungen, worüber sie merklich beeindruckt waren. Damit die neuen Praktizierenden das Fa richtig lernen können und auch den Weg der Fa- Verbreitung aufrichtig gehen können, so wie der Meister es uns hinterlassen hat, kopierten wir die neueste spanische Version des Buches „Falun Gong“. Nach den Übungen lernten wir das Fa zusammen. Die Neuen waren davon sehr beeindruckt und hätten das Buch wahrscheinlich zu Ende gelesen, wenn sie nicht hätten zur Arbeit gehen müssen.

Den lokalen Medien die wahren Umstände über die Verfolgung von Falun Gong erklären

Im November 2004 reichte die australische Praktizierende Frau Dai Zhizhen, in Sucre, der „Hauptstadt“ Boliviens, eine Strafanzeige gegen Jiang Zemin und Luo Gan ein. Zu jener Zeit gab es dort noch keine Praktizierenden, aber die Medienberichte über die Anzeige bewegte dennoch das Mitgefühl und die Aufmerksamkeit der Menschen. Diese Angelegenheit war ebenfalls in den Infos enthalten, die wir der örtlichen Regierung und den Medien ausgehändigt hatten.

Am 09.02. begegneten wir am Vormittag drei Fernsehmoderatoren, die auf dem Weg zu einer Regierungsbehörde waren. Wir erzählten ihnen, was Falun Gong ist und was mit den Lernenden in China passiert. Sie hörten uns sehr aufmerksam zu. Einer von ihnen wollte am Samstag zu unserem Übungsplatz kommen und ein Interview mit uns machen. Am Nachmittag besuchten wir zwei Zeitungen. Die landesweit bekannte Tagszeitung „El Diario“ sowie die „La Prensa“. Die Journalisten hörten mit großem Interesse unseren Berichten zu und nahmen unsere Materialien gerne an. Eine Journalistin von „La Prensa“ war sehr gerührt und bedauerte, dass die Praktizierenden in China immer noch verfolgt werden. Sie machte mit uns sofort ein Interview und sagte, dass der Artikel am kommenden Freitag veröffentlicht werde.

Am 10.02. gingen wir zum Rathaus, um dort unter den Angestellten Infos zu verteilen. Sie fragten nach den Flugblättern und erkundigten sich danach, wie und wo man die Übungen erlernen könnte. Ein Reporter von der Zeitung „La Razon“, der für die Sportnachrichten zuständig war, hörte sich unsere Berichte an und sagte, dass er uns seiner Kollegin eines anderen Ressorts vorstellen wolle.

Für den 11.02. erhielten wir um 16:30 Uhr eine Einladung zu dem Radiosender „Fides“, der auch die meisten inländischen Zuhörer hat. Der bolivianische Praktizierende Vladimir erzählte den Radiozuhörern, was sich bei ihm durch Falun Gong alles verbessert hatte, nämlich das Einfühlungsvermögen und bessere Leistungen in der Schule. Nachdem sich die Moderatorin die Berichte angehört hatte, erzählte sie den Zuhörern, dass ihrer Auffassung nach die Prinzipien von „Wahrhaftigkeit, Gutherzigkeit und Nachsicht“ wichtiger seien als nur die Übungen. Durch unser Radioprogramm wurde noch eine andere Moderatorin neugierig. Sie sprach noch während der Sendung mit uns. Für uns wurden ca. 20 Minuten Redezeit eingeplant. Aber sie redete eine ganze Stunde mit uns und wollte nicht aufhören. Als das Interview beendet war und wir wieder in unserem Quartier waren, kam der Vertreter eines Fernsehsenders zu uns. Als er über die Verfolgung von Falun Gong hörte, lud er uns sofort in das Fernsehstudio ein, damit wir den Fernsehzuschauern die Falun Gong Übungen zeigen konnten. Am Samstag gingen Gilberto und ich um 8:00 Uhr zum Übungsplatz. Dort warteten schon über 40 Menschen, um die Übung zu lernen. Kaum waren wir mit den Übungen fertig, kamen weitere 15 Interessierte, um die Übungen zu erlernen. Noch während sie die Übungen lernten, kamen Reporter von 2 verschiedenen Fernsehsendern. Die Reporter spürten das angenehme Feld um uns und übten gleich mit. Sie waren mit dem Interview sehr zufrieden und sagten uns gleich, wann der Sendetermin stattfindet.

Am Nachmittag verabschiedeten wir uns von den bolivianischen Praktizierenden und fuhren nach Lima zurück. Als der Bus abfuhr, sahen wir über La Paz am Himmel einen Regenbogen aufsteigen.

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