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Australien: Anti-Folterausstellung vor dem Außen- und Handelsministerium.

Am 9. März 2005 machten Praktizierende aus Australien eine Anti- Folterausstellung vor dem Außen- und Handelsministerium in Canberra. An jenem Tag trafen sich diese Ministerien mit 50 nicht regierungsabhängigen Organisationen hinter verschlossenen Türen, um über Menschenrechtsangelegenheiten zu sprechen. Die Falun Gong-Praktizierenden hofften, die Gelegenheit nutzen zu können, die Aufmerksamkeit der Teilnehmer zu erregen. Sie entfalteten Spruchbänder mit der Forderung an den Außenminister Alexander Downer, die Unterzeichnung des monatlichen Erlasses zu annullieren, der es ihnen verbietet, vor der chinesischen Botschaft Spruchbänder zu zeigen.

Nach Angaben von John Deller begann die Falun Gong- Gruppe im letzten Jahr, an der Menschenrechts- Konvention teilzunehmen. Sie war auch in diesem Jahr eingeladen. Als die Falun Gong- Praktizierenden um Genehmigung baten, die Anti- Folterausstellung vor den Ministerien abhalten zu dürfen, sagte man ihnen, dass diese Ausstellung sie von der Teilnahme an der Konvention ausschließt. Die Australische Falun Gong- Gesellschaft ist der Meinung, dass Australien ein demokratisches Land ist und es legal sei, die Ausstellung zu machen. Es sei angemessen, bei einer Menschenrechtskonferenz eine solche Ausstellung abzuhalten. Es würde dazu beitragen, auf die Verletzungen der Menschenrechte in China aufmerksam zu machen. Gleichzeitig würde sie die Forderung der Öffentlichkeit und Medien zum Ausdruck bringen, dass Außenminister Downer es unterlässt, wie in den vergangenen drei Jahren, jeden Monat ein Zertifikat zu unterzeichnen, das den Falun Gong- Praktizierenden verbietet, vor der chinesischen Botschaft in Canberra friedliche Appelle abzuhalten.

Deller sagte, dass er verschiedene Versuche gemacht habe, mit Herrn Downer über die Sache zu sprechen, aber er habe nie eine Antwort erhalten. Deshalb beschlossen die Praktizierenden, die Sache zu veröffentlichen, um Unterstützung von der Öffentlichkeit und den Medien zu erhalten. Er erklärte, dassrechtliche Schritte nicht ausgeschlossen wären, wenn die Angelegenheit mit dem Zertifikat nicht gelöst werde.

Gegen 1 Uhr erschien ein Mitglied einer NGO, um die Ausstellung anzusehen. Er meinte, dass derartige Petitionen sehr wirkungsvoll sind und fortwährend gemacht werden sollten. Die Falun Gong- Angelegenheit wurde in der Konvention zur Sprache gebracht. Er äußerte gegenüber den Praktizierenden:“ Schließlich werdet ihr Erfolg haben.“

Einige der NGO Mitglieder brachten zum Ausdruck, dass der Außenminister Downer über die Verfolgung von Falun Gong in China Bescheid wüsste, aber Handel und Wirtschaft für ihn Priorität habe.
Am 16. März 2002 , einen Tag bevor der chinesische Außenminister Tang Jiaxuan Australien besuchte, unterzeichnete Alexander Downer ein Zertifikat, das den Falun Gong- Praktizierenden die Erlaubnis entzog, friedliche Appelle vor der chinesischen Botschaft abzuhalten. Er befahl auch der Bundespolizei, Spruchbänder mit der Aufschrift „ Stoppt die Verfolgung“ und“ die Welt braucht Wahrhaftigkeit, Barmherzigkeit und Nachsicht“ und Schaubilder mit den wahren Tatsachen, die auf der gegenüberliegenden Straßenseite aufgestellt waren, zu entfernen. Als Grund wurde angegeben, dass die Spruchbänder und die Übungs-Musik gegen die Würde der chinesischen Delegation und der chinesischen Botschaft verstösst.

Herr Downer wurde so der einzige Mensch in einem demokratischen Land, der Befehle unterzeichnete, die es Falun Gong- Praktizierenden verbietet, zu appellieren.

Eine Praktizierende sagte, sie könne nicht verstehen, wieso ein Spruchband mit den Worten Wahrhaftigkeit, Barmherzigkeit und Nachsicht die Würde der chinesischen Botschaft verletzen könne. Sie konnte nicht begreifen, wie der Außenminister so ein Zertifikat unterschreiben konnte. Sie meinte: „Wenn ein Verbrecher jemanden tötet und die Menschen nennen ihn einen Mörder, würde das seine Würde verletzen? Der Minister hatte nur für 30 Tage einen Grund genannt, aber er unterzeichnet das Zertifikat jeden Monat aufs Neue und das drei Jahre lang! Ich denke, dass wir einen Grund haben, zu fragen, warum er seine Macht missbraucht.“

Ein anderer Praktizierender meinte, dass der Außenminister die Praktizierenden daran hindert, den Repräsentanten der Verfolger gegenüber zu treten. Die drei Grundsätze von Falun Gong erinnern die Menschen an Gerechtigkeit und Gewissenhaftigkeit.

Er sagte, dass einige Menschen denken könnten, wir seien gegen die Australische Regierung , wenn wir gegen Downers Handlungen protestieren. Ich erwiderte: „Ganz und gar nicht!“ Falun Gong- Praktizierende haben in der ganzen Welt alle Arten friedlicher Appelle abgehalten, um die Verfolgung zu beenden. Wir interessieren uns nicht für Politik und politische Macht. Jeder, der Menschenrechte verletzt, ganz egal wo und wer das tut, muss zurechtgewiesen werden.

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