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The Epoch Times: Der 25. April – Beginn der Appelle von Falun Gong Praktizierenden

Die Falun Gong Praktizierenden gehen am frühen Morgen des 25. April 1999 in Zweier- und Dreier-Gruppen zur Fuyou Straße in Peking. Es wurde erzählt, daß sie sich "wie Geister" aus dem Nebel "materialisierten".

Als sich der Nebel wie ein Vorhang hob, waren die Einwohner von Zhongnanhai, wo sich die Wohnviertel und Büros für die Regierenden von China befinden, Zeuge des Spektakels von 30.000 Falun Gong Praktizierenden, die den Komplex umrundeten, in mehreren Reihen auf dem Bürgersteig der Straße, die darum herum führt aufgestellt, ruhig und auf ordentliche Weise. Von dieser "Belagerung" wird gesagt, daß sie so schockierend war, das sie direkt zur Niederschlagung von Falun Gong geführt hat.

Die Praktizierenden, die dort waren, berichteten, daß sie es niemals vorgehabt hatten, außerhalb von Zhongnanhai zu appellieren. Drei Jahre zunehmender Belästigung und Einschränkung der schnell wachsenden Praxis Falun Gong waren in der Provinzstadt Tianjin zu einem Höhepunkt gekommen.

Der Schwager von Luo Gan, der Parteibeamte, der die Verfolgung von Falun Gong leiten würde, hatte einen Artikel in einem Magazin veröffentlicht, der die Praxis attackierte; er hatte darin bereits die grundlegenden Linien entwickelt, welche die Anti-Falun Gong-Propaganda der Partei folgen würde.

Örtliche Falun Gong Schüler versammelten sich friedlich vor dem Verlagsgebäude des Magazins und baten darum, daß der Artikel zurückgezogen wird. Über 50 von ihnen wurden geschlagen und verhaftet. Als die Praktizierenden in Tianjin an die Polizei appellierten, die Verhafteten freizulassen, sagte die Polizei, daß diese Angelegenheit nicht in ihren Händen liegen würde. Alle Appelle müssten nach Peking gehen.

Von Zhongnanhai aus 200 bis 300 Meter die Fuyo Straße hinunter liegt das staatliche Appellbüro, der Ort, zu dem alle Chinesen gehen dürfen, wenn sie glauben, daß sie die Regierung ungerecht behandelt habe. Dies war das Ziel derjenigen, die im Morgen dieses Tages zur Fuyou Straße gingen.

Doch als sie ankamen, war die Polizei bereits präsent und erlaubte ihnen nicht, vor dem Appellebüro zu stehen. Die Polizei stellte die Mitglieder der Gruppe auf die Straße gegenüber von Zhongnanhai auf, und als mehr Praktizierende ankamen, stellte die Polizei sie nacheinander auf, bis sich eine Menschenmenge von 30.000 komplett um den Komplex herum bildete. Hinter den Polizeilinien filmten Kameramänner die Anwesenden für die zukünftige Verwendung.

Am Ende des Tages, nach einem Treffen mit dem Premierminister Zhu Rongji, der versprach, die Sorgen der Praktizierenden zu lösen, gingen die 30.000 wieder so still, wie sie gekommen waren.

Die Pekinger Polizei hat noch nie eine Menschenmenge wie diese gesehen. Sie blieb den ganzen Tag lang ruhig, geordnet und bei guter Stimmung. Sie hielten die Fußgängerwege frei, damit die Fußgänger dort gehen konnten. Am Ende des Tages räumten sie den Abfall weg, auch die Zigarettenstummeln der Polizisten.

Jiang Zemin, der damals der Führer von China war, war bereit, den Moment auszunutzen. Er schickte an diesem Abend einen Brief an die hochrangigsten Mitglieder der Kommunistischen Partei.

Abwechselnd aggressiv und schwermütig schrieb er: "Die Kommunistische Partei muß Falun Gong besiegen… Wie kann es möglich sein, daß die marxistische Theorie, der wir folgen und der Materialismus und Atheismus, an den wir glauben, das, was Falun Gong propagiert, nicht besiegen kann? Wenn dies wahr wäre, würden wir dann nicht zu Lachnummern werden?"

Jiang Zemins Aufruf zu einer Kampagne gegen Falun Gong war tatsächlich nicht populär in der Parteiführung. In ihren Reden nahmen die Mitglieder des ständigen Komitees des Politbüros einen im Vergleich zu Jiang Zemin sehr unterschiedlichen Standpunkt zur Falun Gong Angelegenheit ein. Von einigen gab es Gerüchte, daß sie selber Falun Gong praktizierten. Auch von Familienmitgliedern war bekannt, daß sie praktizierten.

Jedoch war Jiang Zemins Macht – er war Vorsitzender der Kommunistischen Partei, Präsident der Regierung und Kommandeur der Armee – unbestritten und unantastbar.

Er baute eine spezielle Regierungsbehörde, "Büro 610" genannt (nach dem Datum seiner Einführung am 10. Juni 1999), mit dem einzigen Zweck, der "Auslöschung" von Falun Gong. Früh am Morgen des 20. Juli wurden diejenigen, die vom Büro 610 als "Anführer" identifiziert worden waren, verhaftet. Und die Verfolgung von Falun Gong begann.

Falun Gong Praktizierende sprechen von der Versammlung außerhalb von Zhongnanha, nie von einem "Protest" oder einer "Demonstration." Sie benutzen das Wort "Appell"

Die Welt hat sich seit dem 20. Juli 1999 daran gewöhnt, diese Ereignisse zu sehen. Eine Folge der beliebten amerikanischen Fernsehserie "Law and Order” zeigte einen dieser Appelle. Große Städte auf der ganzen Welt und auch viele kleine Städte haben oft große Gruppen von Anhängern gesehen, welche solche Appelle abhalten. Friedliche Anhänger von Falun Gong waren sechs Jahre lang ein festes Bild außerhalb der Treffen der UN Menschenrechtskommission in Genf.

Sie waren sichtbar bei den Olympischen Winterspielen in Salt Lake City. Als Jiang Zemin Präsident Bushs Ranch im Oktober 2002 besuchte, wurden die Außenbezirke von Crawford, Texas zum Schauplatz eines Appelles von mehreren 1000 Praktizierenden.

Ein Appell besteht gewöhnlicherweise aus einer Gruppe von Praktizierenden, die die meditativen Falun Gong Übungen zusammen praktizieren und Schilder hochhalten, die erklären, warum sie hier sind.

Frau Li nahm mehrere Wochen lang an einem Appell vor dem Bürogebäude von Associated Press in der Stadt New York teil. AP hatte einen Artikel über Falun Gong veröffentlicht, dessen Quelle offensichtlich Chinas staatlich gelenkte Medien war und die ohne eine Gegenmeinung anzugeben Erklärungen über Falun Gong wiederholten, welche die Praktizierenden für Verleumdungen halten.

Frau Li kam jeden Tag im kalten Winter zum Bürgersteig gegenüber dem AP Bürogebäude. Sie und die anderen Praktizierenden waren dort, um AP zu bitten, den Artikel zurückzuziehen. "Die Angestellten erzählten uns, wie unser Appell zu Diskussionen in den Büros geführt hat. Sie sagten uns, daß sie uns unterstützen und bewunderten. Sie brachten uns auch heiße Schokolade."

Lewi Browde vom Falun Dafa Informationszentrum sprach auch über das Appellieren: "Wir wollen die Welt darauf aufmerksam machen, daß in China ein schreckliches Verbrechen begangen wird – die Verfolgung von Falun Gong. Sie appellieren an das Beste in jedem Menschen. Wenn die Menschen nach dem Handeln, von dem sie wissen, daß es gut ist, werden sie auf ganz natürliche Weise das Richtige tun.

"Andere Menschen spüren, daß wir nicht gegen sie sind. Wir richten uns nicht gegen Individuen. Wir kämpfen mit niemandem. Wir richten uns gegen das, was verkehrt ist. Wir glauben, daß der einzige wahre Wandel in der Welt dann geschieht, wenn sich das Herz der Menschen ändert. Das ist es, worauf unsere Appelle abzielen."

Die Verfolgung setzt sich fort, doch vieles hat sich geändert: Jiang Zemin hat alle seine Titel und viel seiner Macht verloren. Die Kommunistische Partei, der Jiang Zemin befohlen hat, die Verfolgung von Falun Gong zu beginnen, steckt in einer sich schnell ausweitenden Krise, über eine Million Chinesen haben ihren Austritt erklärt. Die Falun Gong Praktizierenden setzen ihre Appelle fort.

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