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Newsletter.at: Die Entwicklung der chinesischen Schrift

Die Anfänge der chinesischen Schrift bestand aus Bildern von Gegenständen. Im Laufe der über 5000-jährigen Entwicklung haben sich die Zeichen von der ursprünglichen Darstellung entfern. Diese Bilder wurden dann nicht, wie etwa bei der abendländischen Buchstabenschrift zu abstrakten Kürzeln oder Symbolen, sondern zu Ideogrammen, zu einer Begriffsschrift, den Schriftzeichen abgewandelt.

Es mag 5.000 Jahre her sein als an einem Sommertag der chinesische Kaiser Fu Hsi am gelben Flusse saß. Nachdenklich beobachtete er das ruhige Fließen des trüben Wassers, das ihm so flüchtig wie das menschliche Leben erschien. Als er plötzlich aus seinen Gedanken gerissen wurde: Ein Wesen das einem Kalb gleicht jedoch mit silbernen Drachenschuppen bedeckt und einem silbernen Horn auf der Stirn, ein K`i-lin , stand vor ihm – Überall wo die Hufen das Wasser berührten wurde das modrige Wasser klar wie ein Gebirgsbach.

Als sich das Wesen umdrehte und davon schritt sah der Kaiser magische Zeichen und Symbole auf seinem Rücken. Er blickte gebannt darauf, bis er sie nicht mehr erkennen konnte. Sogleich nahm er einen Stock und malte jene Zeichen in die Erde. Die Legende meint, jene Zeichen seien die ersten chinesischen Schriftzeichen gewesen.

Ein Teil dieser Schriftzeichen sind Piktogramme, die die ursprüngliche, bildhafte Form noch erkennen lassen, die meisten sind jedoch immer mehr abstrahiert worden, oder durch Kombination von zwei oder mehreren Schriftzeichen zu einem einzigen neuen Zeichen geworden.

Eine gute Schrift hat nach ostasiatischem Verständnis sowohl ästhetische Merkmale aufzuweisen als auch die moralischen Qualitäten des Schreibers auszudrücken und sie sollte auch den Grad seiner Bildung und seine Kenntnis und sichere Beherrschung der einzelnen Schriftstile spiegeln.

Quelle:
http://newsletter.faluninfo.at/n15/a240.html

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