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WOIPFG: Ermittlungsbericht über das Konzentrationslager in Sujiatun (1)

Bericht über die Organentnahme von lebenden Falun Gong-Praktizierenden im Konzentrationslager in Sujiatun

Nachdem berichtet wurde, dass in einem Lager in Sujiatun lebenden Falun Gong-Lernenden Organe zur Verpflanzung entnommen werden, hat die WOIPFG (Welt-Organisation zur Untersuchung der Verfolgung von Falun Gong) eine sofortige Untersuchung in die Wege geleitet. Die Untersuchungsergebnisse werden in Form einer Bericht-Serie veröffentlicht werden. Da es sich um eine laufende Untersuchung handelt, beginnen wir zunächst mit Teil 1.

Unseren ersten Ermittlungen nach konnte festgestellt werden, dass im Bezirk Sujiatun der Stadt Shenyang, Provinz Liaoning, tatsächlich ein riesiger „Markt“ für Menschenorgane besteht. Der Prozess, das „Entnahmeobjekt“ im Lager bereitzustellen, die Gruppe von Häftlingen und Patienten nach bestimmten Körpermerkmalen [Anmerkung der Redaktion: wie Blutgruppe] zu bestimmen, das Herausschneiden, die Entsorgung des Leichnams sowie das Beliefern der Krankenhäuser mit den Organen findet statt. Die Internationale Menschenrechtsorganisation hat bereits Berichte über die Organentnahme von Gefangenen veröffentlicht, die zur Hinrichtung verurteilt wurden. Es ist auch bekannt, dass die Methode der Hinrichtung dieser Häftlinge danach ausgewählt wird, welche Organe des Verurteilten verwendet werden sollen. Das Lager in Sujiatun zeichnet sich dadurch aus, dass es ein „geschlossenes“ System ist. Die Praktizierenden wurden von keinem Gericht verurteilt; niemand kennt ihren Verbleib. Sie werden ganz und gar von der Außenwelt isoliert; ihnen werden die Organe entnommen und ihre Leichname anschließend verbrannt.

Das Lager in Sujiatun ist seit dem Jahr 2001 in Betrieb; bereits ein Jahr später arbeitete man dort mit „Höchstleistung“. Das Lager befindet sich in der Nähe eines Krankenhauses in Sujiatun. Es war ehemals ein Luftschutzkeller, der umgebaut wurde; das Lager liegt somit vollständig im Untergeschoss. Einer seiner Ausgänge ist gleichzeitig die Hintertür des Krankenhauses. Im Erdgeschoss ist nichts Außergewöhnliches zu erkennen. Diese Festung ist rund um die Uhr hoch abgesichert und isoliert. Es hat sein eigenes Versorgungssystem, es gibt unter anderem ein Geschäft im Untergeschoss.

Eine Menge von Praktizierenden ist bisher heimlich entführt und dort eingesperrt worden. Augenzeugenberichten nach ist das, was dort geschieht, „so grauenhaft, dass es nicht mit anzuschauen ist“. Zu welchem Zeitpunkt die Organe den Häftlingen entnommen werden, ist abhängig von dem Termin, der für die Verpflanzungsoperation im Krankenhaus angesetzt ist. Die Entnahme des Organs erfolgt also an einem lebendigen Menschen. Weil diese Prozedur extrem brutal ist, haben die meisten Ärzte und medizinischen Mitarbeiter, die daran beteiligt sind, psychische Probleme. Sie können nicht einschlafen und haben Albträume. Manche suchen sich ein Ventil für den psychischen Druck, indem sie Kontakte zu Prostituierten suchen. Einige haben sogar Selbstmord begangen.

Viele Personen sind bei [diesem Geschäft] der Organentnahme an lebendigen Menschen involviert: der Patient, bei dem eine Verpflanzung vorgenommen wird; die Armee und die Krankenhäuser, die die Operation durchführen; die Logistikgruppe usw. Sie alle wissen mehr oder weniger darüber Bescheid, obwohl die Regierung und die Betroffenen das Geheimnis streng zu bewahren suchen. Viele hochrangige Mitarbeiter der Behörden in Shenyang und auf der Provinzebene, besonders diejenige, die im öffentlichen Gesundheitssystem beschäftigt sind, sind Mitwisser und Mittäter. Die direkte Kontrolle des Lagers unterliegt jedoch dem Zentralkomitee.

Da die Untersuchung noch nicht abgeschlossen ist, kann noch auf keine dokumentierte Informationen eingegangen werden, damit die Sicherheit der Informanten gewährleistet bleibt und noch weitere Informationsquellen erschlossen werden können.

WOIPFG
14.03.2006

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