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Deutschland/Braunschweig: Vorstellung des Buches ‚Die Verfolgung von Falun Gong’

Im Braunschweiger Kulturzentrum fand am 2. März 2006 die Vorstellung des Buches ‚Die Verfolgung von Falun Gong’ statt.

Organisiert wurde die Veranstaltung von der lokalen Amnasty International Studentengruppe in Zusammenarbeit mit Manuel Hörth, dem Herausgeber des Buches ‚Die Verfolgung von Falun Gong’.

Das Besondere war, dass an der Veranstaltung Falun Gong Praktizierende teilnahmen, die am eigenen Leibe die Verfolgung in China erlebt haben. Manuel Hörth eröffnete die knapp zwei Stunden dauernde Abendveranstaltung. Danach folgte die Lesung einiger ausgewählter Stellen aus dem Buch, begleitet von Erzählungen der anwesenden, ehamalig Verfolgten.

Einen musikalischen Beitrag leistete Jacek Wohlers am Klavier. Der Musiker setzt sich seit Jahren als Mitglied der internationalen Initiative ‚Musiker spielen für Menschenrechte’ gegen die Verfolgung von Falun Gong ein.

Das Buch, um das es an diesem Abend ging, ist eine Sammlung von authentischen Berichten, die von verfolgten Falun Gong Pratizierenden stammen (erschienen bei Dexheimer Verlag, ISBN 3-932273-85-0).

Einer der vorgetragenen Berichte war von Herrn Zhu Feng. Er lebt inzwischen als anerkannter Asylant in Hannover. Zhu Feng war in China ein wohlhabender Geschäftsmann. Durch die Verfolgung verlor er seine Arbeit, seine Frau ließ sich von ihm scheiden, weil sie unter dem ständigem Druck der Verfolgung nicht mehr leben konnte. Die Schwester von Herrn Zhu Feng, die ebenfalls Falun Gong Praktizierenden ist, wurde mehrmals unrechtmäßig eingesperrt und brutal gefoltert. Zhu Feng schmuggelte eines der ersten Bilder von gefolterten Falun Gong Praktizierenden in den Westen. Es war eines der ersten Bilder, die auf Flyern über die Verfolgung im Westen von Menschenrechtlern benutzt wurden. Bei dem Bild handelte es sich um seine Schwester. Seine Schwester ist inzwischen in einer Psychiatrie in China zwangseingesperrt. Durch die Behandlung mit Psychopharmaka verhält sie sich wie ein achtjähriges Mädchen und hat vollkommen den Verstand verloren. Zhu Feng hat, bevor er aus China nach Deutschland floh, seine Schwester in der Psychiatrie besucht und Medikamente, mit denen sie behandelt wird, herausgeschmuggelt. Diese Medikamente lässt der Herausgeber Hörth bei einem Braunschweiger Arzt zur Zeit untersuchen.

Die in Göttingen lebende Japanologie Studentin Xiaoyan Zhu berichtete über einige Episoden ihrer Verfolgung, als sie noch in China lebte. Sie erzählte von ihren Problemen, die sie als Studentin an der Uni in China hatte. Man wollte sie vom Studium ausschließen, verweigerte ihr die Abgabe der Abschlusszeugnisse, trotz bestandener Prüfungen. Sie wurde auch unrechtmäßig verhaftet und während der Haft schikaniert und gedemütigt. Sie erzählte, wie die Philosophie von Falun Gong, die die Kultivierung der Tugenden Wahrhaftigkeit, Barmherzigkeit und Nachsicht beinhaltet, ihr half diese schwere Zeit zu überstehen.

Ein anderer interessanter Gast neben Xiaoyan Zhu war der Menschenrechtler Florian Akbar aus Hamburg. Er berichtete über seine Erlebnisse während seines friedlichen Appells im Jahre 2002 auf dem Platz des Himmlischen Friedens in Peking. Der Lehramtstudent Akbar, der seit Jahren selbst Falun Gong übt, wollte damals mit anderen Falun Gong Aktivisten das Schweigen über die Verfolgung in den westlichen Medien durch die Demonstration in Peking brechen.

Nachdem sich zum Schluss die Amnesty Studentengruppe vorstellte und zur Mitarbeit einlud, schloss Manuel Hörth die Veranstaltung mit einer Rede über den Sozialdarwinismus und die Entstehung von Intoleranz und Vorurteilen.

Nach den Vorträgen blieben noch interessierte Zuhörer da und suchten das Gespräch mit den Rednern.

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