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espace.ch (Schweiz): UNO prüft Falun Gong Folter-Vorwürfe

Die UNO will Folter-Vorwürfe der Falun Gong-Bewegung in China untersuchen. Der UNO-Sonderberichterstatter für Folter, Manfred Nowak, kündigte an, Anschuldigungen der Bewegung über Misshandlungen von 6000 seiner Anhänger in einem «Lager» nachzugehen.

Die Zustände in einem Spital in der Provinzhauptstadt Shenyang im Nordosten des Landes glichen einem «Konzentrationslager», so die Vorwürfe in einem bereits im März erstmals veröffentlichten Bericht von Falun Gong.

Dem Falun Gong-Bericht zufolge sollen bis zu 6000 Anhänger im Keller des Spitals festgehalten und am lebendigen Körper seziert worden sein. Die Organe seien für Transplantationen verwandt und die Leichen der Falun-Gong-Anhänger verbrannt worden.

China wies die Vorwürfe umgehend zurück. «Wir haben keinerlei Organtransplantationen durchgeführt, weil wir gar nicht die Qualifikationen und Mittel haben,» sagte der Vize-Präsident der Klinik, Zhang Yuqin, auf einer Pressekonferenz. Zwei in dem Bericht als Zeugen zitierte Personen «existierten gar nicht», fügte er hinzu.

Falun Gong hat seinen Ursprung in China, ist dort aber seit 1999 verboten. Anhänger machen mit Demonstrationen regelmässig auf angebliche Misshandlungen ihrer Mitglieder in China aufmerksam.

Am Donnerstag versammelten sich 15 Anhänger vor der chinesischen Botschaft in Bern, um gegen «36 Konzentrationslager» zu protestieren. China weist die Anschuldigungen mit gleicher Regelmässigkeit zurück.

sda 13.04.06

Anmerkung der Clearharmony Redaktion: Nachdem Falun Gong Praktizierende auf der ganzen Welt gegen die Organentnahme von Falun Gong Praktizierenden im Sunjiatun Spital protestiert hatten, hüllten sich der Spital und die staatlich kontrollierten chinesischen Medien üblicherweise in Schweigen. Erst mehr als einen Monat später erschien in den staatlichen Medien ein Dementi und die Einladung an Journalisten das Spital zu besuchen. Warum brauchte man mehr als einen Monat um auf diese Berichte zu reagieren? Ist es um alle Beweise zu vernichten? Es ist, wie von der Praxis aus China bekannt ist, anzunehmen, dass die noch am Leben gebliebenen Falun Gong Praktizierenden schon längst aus Sunjiatun weggebracht wurden und alle Beweise vernichtet.

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