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Deutschland/Berlin: Wieder wurde einem Mitglied der „Koalition zur Untersuchung der Verfolgung“ ein Visum für China verweigert

Am Vormittag des 19. April 2006 beantragte die Chefredakteurin der europäischen Epoche Times-Ausgabe Zhou Lei bei der chinesischen Botschaft in Berlin ein Visum für eine Reise nach China, um vor Ort zu der Verfolgung von Falun Gong ermitteln zu können. Das Visum wurde ihr nicht erteilt. Zuvor war auch Linda Xu, Journalistin des Radiosenders Sound of Hope (SOH), die aus dem gleichen Grund nach China reisen wollte, ihr Antrag auf Visum vom chinesischen Konsulat in Sydney abgelehnt worden.

Frau Zhou vor der chinesischen Botschaft in Berlin, im Hintergrund der Protest von Falun Gong-Praktizierenden aus Berlin

Frau Zhou ist eines der fünf Mitglieder der „Koalition zur Untersuchung der Verfolgung von Falun Gong in China“ (KUVFG) aus Australien, Europa und Nordamerika, die als das erste Untersuchungsteam eine Reise nach China planen. Sie sind alle bei chinesischen Medien in Übersee tätig und verfügen über den Pass des jeweiligen Landes. Ihr Visumantrag bei den chinesischen Botschaften bzw. Konsulaten in dem jeweiligen Land erfolgte als Reaktion auf die Einladung des Sprechers des chinesischen Außenministeriums Qin Gang auf einer Pressekonferenz am 28. März 2006. Er hatte Journalisten aus Übersee die Erlaubnis mitgeteilt, in China Orte besichtigen zu können, die im Verdacht stehen, Konzentrationslager für Falun Gong-Praktizierende zu beherbergen, in denen Organentnahmen stattfinden.

Die „Koalition zur Untersuchung der Verfolgung“ veröffentlichte am 7. April die ersten Listen chinesischer Arbeitslager, Gefängnisse und Krankenhäuser, in denen Untersuchungen zur Beweissammlung durchgeführt werden sollen. Ergebnissen bisheriger telefonischer Ermittlungen bei einigen chinesischen Krankenhäusern zufolge sind die Behörden der Kommunistischen Partei Chinas (KPC) gerade eilig dabei, vor dem 1. Mai Beweismaterialien und Zeugen der Organentnahme in den Konzentrationslagern vollständig zu vernichten. Daher ist es sehr dringend, dass die Untersuchung und Sammlung von Beweisen schnellstmöglich erfolgt.

Laut Frau Zhou wurde ihr Visumantrag innerhalb von 15 Minuten abgelehnt. Mitarbeiter der chinesischen Botschaft verweigerten jegliche Begründung. „Sie haben gesagt, ‚du solltest doch selbst wissen, warum’“, berichtete Frau Zhou. Normalerweise erhält man erst innerhalb eines Zeitraumes von ein oder zwei Wochen eine Ablehnung des Visumantrages.

Frau Zhou, selbst Falun Gong-Praktizierende, sagte: „Seit sieben Jahren verfolgt die KPC Falun Gong grausam. Mir ist völlig klar, dass die KPC schon immer heimtückisch vorgegangen und Lügen verbreitet hat. Meine Entscheidung, nach China zu gehen und dort eine Untersuchung durchzuführen, ist dennoch kein unbesonnenes Handeln. Erstens sind wir moralisch verpflichtet, uns der Verfolgung zu widersetzen. Zweitens sind wir als Falun Gong-Praktizierende dieser Sache am meisten verpflichtet und auch bestens in der Lage, eine Untersuchung durchzuführen. Denn unsere Mitpraktizierenden werden in China geschlagen und getötet, deswegen haben wir diese Pflicht. Außerdem haben wir seit der Verfolgung viel Beweismaterial [über die Fakten der Verfolgung] gesammelt, wir verfügen über viel mehr Daten als irgendeine Menschenrechtsorganisation oder Regierung. Deshalb dürfen wir uns dieser Obliegenheit nicht entziehen.“

Die Ablehnung ihres Visumantrages kommentierte Frau Zhou mit folgenden Worten: „Allein die Tatsache, dass unser Visumantrag abgelehnt wurde, entlarvt die Einladung der KPC an ausländische Medien, eine Untersuchung durch führen zu können, als eine bloße Lüge. Der KPC fehlt der Mut, mit den Tatsachen konfrontiert zu werden.“

Frau Lilge-Stodieck, Chefredakteurin der deutschen Schwesterzeitung von „The Epochtimes“ „Die Neue Epoche“ war ebenfalls anwesend. Sie sagte: „Chinesische Falun Gong-Praktizierende in Übersee sind in der Lage, die Fakten der Verfolgung von Falun Gong herauszufinden. Denn sie sind eben aus dem kommunistischen System herausgekommen und somit mehr als wir Westlichen in der Lage, die täuschenden Taktiken der KPC zu durchschauen. Die Nazis haben damals Journalisten eingeladen, die Konzentrationslager zu besichtigen, um der ganzen Welt einen friedlichen Eindruck vorzugaukeln. Im Gefolge wurden so viele Juden ermordet. Wir Deutschen dürfen nicht zulassen, dass so etwas wieder passiert.“

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