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Radio France Internationale: Interview mit dem Reporter, der als Erster vom Organraub bei Falun Gong Praktizierenden berichtet hat

Laut einem Bericht von Gu Li, Korrespondent von Radio France Internationale (RFI), entnimmt die Kommunistische Partei Chinas (KPC) die Organe von hingerichteten Gefangenen und verkauft diese. Die Zeitung Le Figaro (Frankreich) berichtete am 3. April, dass Krankenhäuser in China Organe von exekutierten Gefangenen erhalten. Le Figaro zitierte Chen Zhonghua, einen früheren Chirurgen des Tongji Krankenhauses in Wuhan, dass 99% der Spenderorgane von exekutierten Gefangenen stammten; bei einigen der hingerichteten Gefangenen wären die Körper noch warm gewesen. Dieser Chirurg aus Wuhan sagte gegenüber der South China Morning Post (Hongkong), dass es eine sehr gewöhnliche Praktik sei, Organe von den Leichen der Gefangenen zu entnehmen; jeder schließe die Augen und kümmere sich nicht darum, ob dies die menschliche Moral verletzt.

In einem Bericht in Le Figaro hieß es letzten Monat, dass die Weltgesundheitsorganisation sagte, dass China das Land sei, in dem „Ausländer die Organe der hingerichteten Gefangenen kaufen können.“ Le Point (Frankreich) berichtete am 23. März über China als Hafen der Organtransplantate. Vergangenes Jahr waren mehrere Hundert Ausländer für Nierentransplantate nach China gereist. Sie kamen aus den USA, Australien, Japan, England und Israel. Der Preis für Transplantatoperationen für Ausländer ist zehnmal so hoch wie in China üblich. Die Washington Times aus den USA und die New Paper aus Singapur haben vor kurzem mehrere Aussagen eines chinesischen Reporters veröffentlicht. Dieser chinesische Reporter war unter dem Namen Jin Zhong in die USA eingereist. Er machte publik, dass vor einigen Jahren, als er die Situation von SARS untersuchte, entdeckt hatte, dass mehrere Tausende Falun Gong Praktizierende im Thrombose-Krankenhaus für Integrierte Chinesische und Westliche Medizin der Provinz Liaoning interniert waren, denen die Organe entnommen und für Profit verkauft wurden.

Reuters gab am 30. März eine Nachricht von einer Pressekonferenz heraus, bei der Manfred Nowak, UN Sonderberichterstatter für Folter, gesagt hatte, dass er im Rahmen seiner Möglichkeiten eine Untersuchung einleiten werde, sobald diese Nachrichten als glaubwürdig bestätigt würden. Er wolle diesen Fall offiziell dem Regime der KPC vortragen.

Am 28. März leugnete der Sprecher von Chinas Außenministerium die Existenz der Konzentrationslager, in denen Falun Gong Praktizierende ihrer Organe beraubt würden. AFP veröffentlichte am 31. März eine Meldung aus Washington und sagte, dass der Sprecher des Außenministeriums darauf hinweise, dass die Vereinigten Staaten hoffen, die Chinesischen Behörden könnten anstelle einer einfachen Leugnung eine Untersuchung dieser Angelegenheit durchführen.

Der chinesische Reporter, alias Jin Zhong, gab RFI ein Interview. Aus Gründen der Sicherheit bat er darum, seine Stimme bei der folgenden Interviewaufnahme synchronisieren zu lassen:

Reporter: Wie haben Sie anfangs die geheimen Konzentrationslager entdeckt?

Jin Zhong: Das geschah zufällig. Während man in China Nachrichten sammelt und untersucht, hat man gewöhnlich nicht viele Gelegenheiten so etwas zu tun. Man erfährt häufig etwas Neues in Mah-Jong-Hallen, Dampfbädern oder in Restaurants. Ich habe die Nachrichten von einigen hochrangigen Beamten aus der Provinz Liaoning bekommen; ich habe die Nachrichten zufällig erhalten, als ich mit ihnen kommunizierte.

Reporter: Haben Sie die Konzentrationslager besucht?

Jin Zhong: Ja, ich habe einige Konzentrationslager besucht.

Reporter: Was brachte Sie damals dazu, den Verdacht und das Bedürfnis zu haben, diese Konzentrationslager zu untersuchen?

Jin Zhong: Von vielen Aspekten her kamen mir die Lager ziemlich verdächtig vor. Die Nachrichten über die sehr große Anzahl von in den Lagern internierten Personen war vielen Leuten bekannt, einschließlich den Einwohnern in der Nähe. Für eine lange Zeit sind Leute in das Krankenhaus gebracht worden, für einige Jahre, aber nichts wies darauf hin, dass je eine Person aus dem Krankenhaus entlassen wurde.

Reporter: Von welchen Kanälen erfuhren Sie dann, dass Menschen in den Lagern ihrer Organe beraubt wurden und dass manche von ihnen sogar noch am Leben waren?

Jin Zhong: Von dem Chirurgen, der die Operationen durchführt.

Reporter: Hatten Sie Kontakt mit dem Arzt, der die Operationen durchgeführt hat?

Jin Zhong: Ja, jetzt gibt es einen anderen Zeugen, sie ist die Frau eines Arztes, der die Operationen durchführte; sie war bestimmt eine Angestellte in den Konzentrationslagern. Jetzt ist sie auch herausgetreten und hat eine Aussage gemacht.

Reporter: Haben Sie nur mit einem oder mit mehreren Ärzten in Verbindung gestanden?

Jin Zhong: Ich stand mit zwei oder drei Ärzten in Verbindung, die direkt in diese Angelegenheit verwickelt sind. Einige waren indirekt beteiligt.

Reporter: Können Sie dann für mich im originalen Wortlaut wiedergeben, was der Arzt Ihnen gesagt hat?

Jin Zhong: Den originalen Wortlaut? Meinen Sie, was der Arzt einmal zu mir gesagt hat?

Reporter: Genau, wie hat er den Leichen und den lebenden Personen die Organe entnommen?

Jin Zhong: Es ist schwierig, sich an den originalen Wortlaut zu erinnern, jedoch meinte ich, dass er mir Folgendes vermittelt hat: „Wir haben viele Organe entnommen, nachdem die Organe entnommen waren, war die Person noch am Leben, nicht tot“. Nur so wenige Worte; ich war schockiert, als ich das hörte.

Reporter: Es wird im Internet berichtet, dass etwa 6.000 Personen in den Lagern gefangen gehalten wurden; denken Sie, dass die Menge 6.000 glaubwürdig ist?

Jin Zhong: Ich kann das nicht zu 100% genau sagen. Aber auf Basis der Informationen, die ich zu dieser Zeit bekam, wie auch basierend auf den Zeugenaussagen und den materiellen Beweisen, die jetzt von allen Aspekten ans Tageslicht gebracht werden, denke ich, dass die Zahl grundsätzlich glaubwürdig ist, weil diese Zahl nicht nur von mir stammt, sondern auch von vielen anderen Zeugen und materiellen Beweisen herrührt. Ihre Aussagen belegen auch, dass die Zahl, die ich zu dieser Zeit bekam, grundsätzlich richtig ist. Jedoch gehe ich davon aus, dass es jetzt nicht mehr so viele gibt.

Reporter: Sie meinen, dass die Zahl von 6.000 vor einigen Jahren korrekt war?

Jin Zhong: Das stimmt.

Reporter: Wer waren dann jene Leute?

Jin Zhong: Auf Grundlage von meiner Untersuchung denke ich, dass es wahrscheinlich Falun Gong Praktizierende waren. Vielleicht gab es darunter auch einige gewöhnliche Kriminelle, aber ich denke, dass die große Mehrheit Falun Gong Praktizierende waren.

Reporter: Es wird gesagt, dass Sie das Krematorium gesehen haben. Haben Sie?

Jin Zhong: Ja, das habe ich.

Reporter: Sie untersuchten diese Angelegenheit; sagen Sie uns, was die Ergebnisse sind?

Jin Zhong: Die Krematorien befinden sich auf der Rückseite der Lager. Jetzt ist das Foto der Krematorien im Internet veröffentlicht worden, Sie können einen Blick darauf werfen. Vor kurzem bekamen wir eine Audioaufzeichnung eines Gesprächs von Bauern, die in den Kesselräumen der Krematorien arbeiteten. Von der Aufnahme ist zu entnehmen, dass die Bauern zugeben, Leichen verbrannt und von ihnen sehr viele Armbanduhren und Ringe genommen zu haben. Sie haben diese Objekte dann verkauft. Es gibt einige Beweise, die dies belegen.

Reporter: Haben Sie sich mit den Bauern unterhalten?

Jin Zhong: Meinen Sie die Bauern, die die Boiler in den Krematorien geheizt haben?

Reporter: Ja.

Jin Zhong: Nein, das habe ich nicht.

Reporter: Dann haben Sie das indirekt gehört.

Jin Zhong: Es ist nicht so, dass ich das indirekt gehört habe. Ich habe einfach diesen Beweis in meinen Händen.

Reporter: Was ist das?

Jin Zhong: Wie soll ich sagen – zum Beispiel – wir können sie kontaktieren, indem wir vorgeben Armbanduhren oder Ringe kaufen zu wollen. Dann erwähne ich die Tatsache, dass sie in den Krematorien gearbeitet und zwanglos viele Armbanduhren und Ringe an sich genommen haben, und ich frage sie, ob das richtig ist. Sie bestätigten dies natürlich unverblümt, es war die tatsächliche Situation. Jedoch waren sie auch sehr verängstigt, als sie mit mir in Kontakt getreten waren, da sie fürchteten festgenommen zu werden.

Reporter: Haben sie erwähnt, wie viele Leichen sie täglich verbrannt haben; ein paar oder ein Dutzend pro Tag?

Jin Zhong: Sie wagten nicht, das zu sagen, sie fürchteten sich auch sehr. Ich glaube, dass ihre Vorgesetzten sie davor gewarnt haben müssen. Normalerweise waren sie nicht bereit, dies zu offenbaren.

Reporter: Soweit Sie wissen, müssen die Organe, nachdem sie entfernt worden sind, woanders hingebracht werden. Wo sind die Organe hingebracht worden. Wer waren die Käufer der Organe?

Jin Zhong: Ich weiß nicht, ob Sie die Kenntnisse von der derzeitigen Situation der Transplantatoperationen in China haben. Im Jahr 2004 wurde in einer Sendung in CCTV ausdrücklich die Tatsache genannt: In China können Nierentransplantationen an vielen Orten durchgeführt werden, sogar in Krankenhäusern in kleinen Dörfern oder Städten. Deshalb sind die Zirkulationskanäle sehr verbreitet, jene Organe waren an verschiedene Stellen verkauft worden, manche sogar ins Ausland.

Reporter: Haben Sie diese Nachrichten aus den Lagern oder weiß das jeder?

Jin Zhong: Diese Nachrichten wurden im Internet weit verbreitet. Es gib auch viele vermittelnde Unternehmen in Shenyang. Dies ist bereits kein Geheimnis mehr und jeder kann diese Information haben. Es gibt auch viele andere Orte, wie Shenyang, Dongbei, Dalian usw., um diese Art von Geschäft zu machen.

Reporter: Jetzt sind Sie ins Ausland geflüchtet. Worüber machen Sie sich die größten Sorgen? Weil Sie nicht bereit sind Ihren Status zu offenbaren, wovor fürchten Sie sich am meisten?

Jin Zhong: Am Beunruhigendsten für mich ist, dass die Nachrichten, die ich aufgedeckt habe, nicht in der Lage sind, eine Reaktion in der internationalen Gemeinschaft zu erregen und nicht von den Medien bestätigt wird. Wenn das so sein sollte, werden alle meine Bemühungen umsonst gewesen sein.

Reporter: Fühlen Sie jetzt eine Bedrohung für die Sicherheit Ihres Lebens?

Jin Zhong: Ich fühlte das; mein Freund verdient fleißig Geld und schützt mich.

Reporter: Gibt es irgendein Anzeichen von Bedrohung?

Jin Zhong: Einmal kam es mir so vor, als wäre ich heimlich überwacht und verfolgt worden. Ich erhalte oft einige bedrohliche Anrufe auf meinem Mobiltelefon.

Reporter: Was haben sie gesagt?

Jin Zhong: Sie sprachen Englisch und sagten, dass sie mich töten wollten.

Reporter: Sprach die Person fließend Englisch oder mit chinesischem Akzent?

Jin Zhong: Das ist schwer zu sagen.

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