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Australien: Die Rede eines Parlamentsabgeordneten über Organentnahmen im NSW-Parlament

Am 4. April 2006

Heute Abend ziehe ich die Aufmerksamkeit der ehrenwerten Parlamentsabgeordneten auf die schockierenden Menschenrechtsverletzungen, die in China begangen werden, während die Welt daneben steht und nichts tut, um die chinesische Regierung zu verurteilen. Und Länder wie Australien überwerfen sich mit sich selbst, um Handel mit diesem unterdrückerischen Regime zu treiben. Diese Rede kommt zur rechten Zeit, da Australien gerade den chinesischen Premierminister Wen Jiabao beherbergt. Es ist bereits seit Jahren dokumentiert, dass die chinesische Regierung, Falun Gong-Praktizierende verfolgt. Ich habe Informationen vom Falun Gong-Informationszentrum erhalten, die eine erschreckende Anzahl von Todeslagern detailliert belegen.

Am 8. März bekam das Falun Dafa-Informationszentrum von einem Insider des chinesischen kommunistischen Regimes bis ins Einzelne gehende Informationen, welche dokumentierten, dass ein Konzentrationslager für Falun Gong-Praktizierende in Shenyang, in der Provinz Liaoning, gebaut wurde. In diesem Lager sollen mehr als 6.000 Falun Gong-Praktizierende sein und offenbar ist bisher kein Mensch lebend wieder von dort herausgekommen. Internen Quellen zufolge, werden in den Lagern die Gefangenen getötet und ihre Organe entnommen. Wie man hört, ist Organverkauf in China ein gewinnbringendes Geschäft. Diese Quelle gibt außerdem an, dass das Lager mit einem Krematorium ausgestattet ist und eine große Anzahl von Ärzten beschäftigt. Das Lager, als Sujiatun-Konzentrationslager benannt, ist angeblich von einer drei Meter hohen Mauer mit elektrisch geladenen Drähten an der oberen Kante umschlossen. Es ist so stark befestigt, dass die dortigen Bewohner wenig darüber wissen. Man sagt, dass die Falun Gong-Anhänger in dem Lager aus verschiedenen Provinzen stammen und teilweise von Arbeitslagern aus ganz China dorthin verlegt wurden. Weiter sagt man, dass von den 6.000 Menschen, die sich im Lager befanden, nur noch 2.000 übrig seien. Den anderen wurden Herz, Nieren, die Netzhäute und die Haut entnommen und ihre Überreste beseitigt.

Die Verfolgung von Falun Gong-Praktizierenden hat sich durch das Herannahen der Olympischen Spiele 2008 verschärft. Nach einem Bericht der Intelligence Online aus Paris, sollen im Juni vorigen Jahres chinesische Autoritäten bei einem Treffen den stellvertretenden Minister der Öffentlichen Sicherheit, Liu Jing, damit beauftragt haben, Falun Gong vor Beginn der Olympischen Spiele 2008 aus der Welt zu schaffen. Diese Behauptungen stammen nicht nur aus einer Quelle. Verschiedene Menschenrechts-Agenturen haben darüber berichtet, dass es Konzentrationslager in China gibt. Im Oktober 2000 berichtete die Agence France Presse von zwei Konzentrationslagern, die in China für Falun Gong-Praktizierende gebaut wurden. Jedes fasst 50.000 Menschen. Der Nationale Bericht des Außenministeriums der USA über Menschenrechts-Angelegenheiten von 2005, berichtet über die fortgesetzte systematische Misshandlung von Falun Gong in China. Die Rede des Richters Michael Kirby am Sonntagabend kam zur rechten Zeit, mit seiner Botschaft, dass es sehr wichtig sei, die quälenden Erinnerungen an den Holocaust nicht zu vergessen, damit sich die Geschichte nicht wiederholt. Richter Kirby sagte:

„Wenn das in einem der höchst zivilisierten Länder der Erde passiert, dann kann es überall passieren, selbst in Australien. Wir sind gewarnt worden, wir sollten die Warnung gut bewahren.“

Die Zuschauer des Holocaust sind von der Geschichte bestraft worden. Will die Welt nun zuschauen und Verfolgung wie auch Todeslager in China dulden? Bei China als bedeutende auftauchende Wirtschaftsmacht, scheint es, als ob die Regierungen, inklusive Australien, zögern, Menschenrechtsfragen gegenüber der chinesischen Regierung auf den Tisch zu bringen. Es ist absolut himmelschreiend, dass wirtschaftliche Interessen für wichtiger gehalten werden, als abscheuliche Menschenrechtsverletzungen. Während unsere Politiker über große Uran-Exporte diskutieren, sterben in Konzentrationslagern Menschen, weil sie eine geistige Disziplin pflegen, die der chinesischen Regierung nicht passt.

(….)

Ich möchte mit einem Zitat von Pastor Niemöller schließen, eines deutschen protestantischen Pfarrers, der sieben Jahre in einem Konzentrationslager zubrachte. Er sagte:

„Zuerst kamen sie wegen der Kommunisten, aber ich sagte nichts, weil ich kein Kommunist war. Dann kamen sie wegen der Sozialisten und ich sagte nichts, weil ich kein Sozialist war. Dann kamen sie wegen der Arbeitsführer und ich sagte nichts, weil ich kein Arbeitsführer war. Dann kamen sie wegen den Juden und ich sagte wieder nichts, weil ich kein Jude war. Dann kamen sie meinetwegen und es war niemand übrig, der für mich hätte sprechen können.“

Ich denke, dass Australiens Wettlauf um den Verkauf von Uran an China und um die Vertiefung der wirtschaftlichen Beziehungen – während es die Menschenrechtsberichte dieses Landes einfach übersieht – verabscheuungswürdig ist.

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