Share on facebook
Share on twitter
Share on telegram
Share on google
Share on email
Share on print

Finnland: Chinesische Auslandsstudentin schreibt Briefe an Abgeordnete und appelliert für die Rettung ihres Stiefvaters Zhang Weijie

Es ist nahe der Zeit, dass der EU-China Menschenrechtsdialog am 15. und 16. Mai 2007 in Berlin geführt wird. Die Auslandsstudentin Sunny schrieb Briefe an finnische Parlamentsmitglieder und Menschenrechtsorganisationen und bat sie dabei zu helfen, die Kommunistische Partei Chinas zu drängen, ihren Stiefvater, der illegal verhaftet worden war, freizulassen, und die Verfolgung von Falun Gong zu stoppen.

Sehr geehrte Damen und Herren,

mein Name ist Sunny Xu. Ich stamme aus Wuhan in der Provinz Hubei, China. Derzeit studiere ich an der Haaga-Helia, Helsinki, Finnland. Vor kurzem erfuhr ich, dass am 15. und 16. Mai der EU-China Menschenrechtsdialog in Deutschland stattfinden wird mit dem Ziel, die Menschenrechte in China zu verbessern. Ich denke, dass dies für mich eine gute Gelegenheit ist, Sie um Hilfe zu bitten, da ich wirklich nicht weiß, wen ich sonst noch um Hilfe bitten könnte.

Mein Stiefvater Zhang Weijie ist ein Falun Gong Praktizierender. Er begann 1996 Falun Gong zu üben. Danach erholte er sich von seinen Krankheiten einschließlich einer Lähmung, unter der er viele Jahre gelitten hatte. Zudem wurde er anderen gegenüber freundlicher und gab durch das Befolgen der Falun Gongs Prinzipien „Wahrhaftigkeit, Barmherzigkeit und Nachsicht“ das Trinken von Alkohol, Rauchen und Glücksspiel auf. Falun Gong ist eine wirklich gute traditionelle chinesische Kultivierungspraxis, weil sie Menschen dazu anleitet gut zu sein. Nachdem jedoch im Jahr 1999 die Kommunistische Partei Chinas (KPCh) mit der Verfolgung von Falun Gong begann, ist mein Stiefvater zweimal verhaftet worden und wurde 2001 zu einem Jahr Zwangsarbeit verurteilt und in ein Arbeitslager gesperrt. Am 20. März 2007 wurde er erneut vom Büro 610 des Jiangs Bezirks in Wuhan verhaftet. Seitdem ist nichts über seinen Verbleib bekannt. Meine Mutter hat alles in ihrer Macht stehende versucht, um ihn zu finden, aber vergebens. Ich mache mir große Sorgen über seine Sicherheit. Mehr als 40 Tage sind vergangen, aber noch immer gibt es keine neuen Informationen über ihn. Als ich erfuhr, dass die KPCh Organe von lebenden Falun Gong Praktizierenden raubt und damit riesige Profite macht, wurden meine Sorgen um ihn noch größer (siehe https://investigation.go.saveinter.net für den detaillierten unabhängigen Untersuchungsbericht über den Organraub an Falun Gong Praktizierenden in China). Persönlich weiß ich, dass es einen Ort in Wuhan gibt wo Organraub vorgenommen wird. Angesichts der fürchterlichen Verfolgung von Falun Gong in China ist das Leben meines Stiefvaters jede Sekunde in Gefahr.

Jede Woche gehen Falun Gong Praktizierende in Finnland zum Hauptbahnhof in Helsinki, um den Leuten davon zu berichten, was derzeit in China geschieht. Indem wir die Menschen überall auf der Welt die Wahrheit erfahren lassen, wollen wir die Verfolgung von Falun Gong in China beenden. Erst dann hört die KPCh mit der Verfolgung auf. Dies ist das Einzige, was wir mit unseren eigenen Händen tun können. Im Festland China haben die Menschen sogar nicht einmal die Freiheit, ihre wahren Gedanken auszudrücken. Die Gefangennahme meines Stiefvaters ist ein gutes Beispiel für die sich verschlechternde Menschenrechtssituation in China. Der Zweck des EU-China Menschenrechtsdialogs ist, diese Situation zu verbessern. Täglich gibt es eine riesige Anzahl von Verfolgungsfällen, auf denen auf den Web-Sites im Ausland berichtet wird, und dies alles enthüllt, dass die KPCh seit 1999 nie damit aufgehört hat, Falun Gong Praktizierende zu verfolgen.

Als eine Auslandsstudentin hier in Finnland weiß ich nicht, wohin ich gehen kann, um Hilfe zu ersuchen, weil ich mir über meine Familie in China wirklich große Sorgen mache. Ich hoffe, dass die finnische Regierung mir helfen kann. Vielen Dank.

Mit freundlichen Grüßen
Sunny Xu

Alle Artikel, Grafiken und Inhalte, die auf Yuanming.de veröffentlicht werden, sind urheberrechtlich geschützt. Deren nicht-kommerzielle Verwendung ist erlaubt, wenn auf den Titel sowie den Link zum Originalartikel verwiesen wird.

Das Neueste

Archiv