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National Post (Kanada): China tötet für Organe – „Jeder, der für eine Organtransplantation nach China reist, verursacht den Tod eines anderen Menschen"

Freitag, 18. Mai 2007

TORONTO – Ausländische Patienten, die zu Transplantationen nach China reisen, erhalten wahrscheinlich Organe, die politischen Gefangenen entnommen wurden, denen bei lebendigem Leibe ihre Augenhornhäute, Nieren und Lebern entnommen wurden und die dann liegen gelassen werden, bis sie sterben. Davor warnt eine internationale Ärztegruppe, die mit einem gruseligen kanadischen Untersuchungsbericht gewappnet ist.

Die alte Praktik, exekutierten Kriminellen Organe zu entnehmen, wendet China seit dem Jahr 2000 in einer neuen Variante an. China wandte sich lebenden Spendern und geächteten Falun Gong-Mitgliedern zu, um den wachsenden Handel für medizinische Transplantationen zu versorgen. Dies wurde von „Doctors Against Organ Harvesting" gestern bei einem öffentlichen Forum in der Universität von Toronto erklärt.

Bei einer wachsenden Zahl von Kanadiern auf Wartelisten zur Rettung ihres eigenen Lebens in China, will die neu gegründete Organisation Patienten warnen, dass im Zuge des Erhalts eines Organs, höchstwahrscheinlich das Leben eines anderen Menschen geopfert wird.

„Jeder, der für ein Organ nach China reist, verursacht den Tod eines anderen Menschen", sagte Dr. Torsten Trey, ein in Washington D.C. ansässiger Arzt und Gründungsmitglied von „Doctors Against Organ Harvesting".

Die Gruppe schlägt wegen wachsender Beweise für die Durchführung von unethischen Transplantationen in China Alarm in der Medizinwelt. Sie möchte, dass Ärzte diese Information an ihre Patienten weitergeben und dass Krankenhäuser und Universitäten ihre Türen vor chinesischen Ärzten und Wissenschaftlern verschließen, die ihre Techniken verbessern wollen. Außerdem wollen die Mitglieder dieser Gruppe, dass medizinische Fachzeitschriften Forschungen über Transplantationen ablehnen, die in China durchgeführt wurden.

„Die medizinische Wissenschaft kann nicht ihr Wissen auf unmenschlichen und unethischen Vorgehensweisen gründen", sagte Dr. Trey, der den Organklau Chinas von Falun Gong-Praktizierenden mit den medizinischen Experimenten der Nazis während des Holocaust vergleicht.

„Doctors Against Organ Harvesting" wurde als Folge eines kanadischen Untersuchungsberichts gegründet, der im vergangenen Jahr zum ersten Mal veröffentlicht wurde.

Der von dem ehemaligen liberalen Parlamentsmitglied David Kilgour und dem Winnipeger Menschenrechtsanwalt David Matas herausgegebene Bericht macht geltend, dass die Strategie des Verkaufs von Organen lebender Spender an eine wachsende Klientel verzweifelter Patienten in China weit verbreitet und systematisch ist.

Herr Kilgour sagte gestern, dass es klar sei, dass Falun Gong-Mitglieder mehr als andere ethnische Gruppen und Religionen Zielscheibe seien, da dies ein Teil der Kampagne zur Verunglimpfung ihrer spirituellen Praktik sei, nachdem sie im Jahr 2000 in die Ungnade des Regimes fielen.

Die Schlussfolgerung des Berichts wurde aus Interviews mit einer Hand voll Augenzeugen aus dem medizinischen Bereich sowie mit Empfängern von Organen, die in China entnommen wurden, von offiziellen Äußerungen des Regimes, von Statistiken, die einen schlagartigen Anstieg von durchgeführten Organtransplantationen zeigen, und von Vermarktungs-Webseiten sowie verdeckten Nachforschungen in Krankenhäusern gezogen.

In einem Fall erinnerte sich ein asiatischer Patient, dass ein Militärarzt, nachdem er eine Liste mit möglichen Spendern durchforstet hatte, mehrmals das Krankenhaus verlassen und zurückgekommen sei und insgesamt acht verschiedene Nieren gebracht hätte, bevor schließlich die geeignete Niere gefunden worden war.

In einem anderen Fall erfuhr ein kranker Patient, dass er eine Transplantation benötigte und innerhalb von 24 Stunden hatte er ein Organ.

Fünfsprachige Webseiten vermarkten Transplantationen in China und garantieren in einigen Fällen den Erhalt eines passenden Organs innerhalb von zwei Wochen. Die durchschnittliche Wartezeit für eine Niere beträgt in Kanada 32,5 Monate, während sie in Britisch Kolumbien 52,5 Monate beträgt.

In gestellten Telefonanrufen mit chinesischen Transplantationskrankenhäusern durch Mandarin sprechende Ermittler, gab das medizinische Personal zu, dass die Organe von Falun Gong-Gefangenen stammen.

Obwohl Herr Kilgour mit der Notlage der kranken Kanadier Mitleid hat, die viele Jahre auf eine Transplantation warten und mit der Möglichkeit rechnen müssen, dass sie sterben, bevor ein passendes Organ gefunden wird, sagt er, dass weder die Patienten noch die Ärzte wissentlich dies ignorieren können.

„Medizin kann nicht so praktiziert werden, dass unschuldige Menschen wie Hühner getötet werden", sagte er.

Gerry Koffman, ein Arzt für Allgemeinmedizin aus Toronto und Mitglied der „Doctors Against Organ Harvesting", sagte, dass es über 100 bestätigte Fälle von kanadischen Patienten aus Toronto, Calgary und Vancouver gibt, die Transplantationen in China hatten.

Ein Nierenspezialist berichtete ihm von einem Patienten, der an Nierenversagen im Endstadium litt, der ganz still für ein paar Wochen verschwand, dann wieder zurückkehrte und für sein „zweites" Organ kleinlaut Nachsorge beantragte. Als sein Körper das erste Organ abstieß, bekam er von den chinesischen Ärzten einfach schnell ein zweites Organ, so Dr. Koffman.

Er fügte hinzu, dass die Aufdeckung dieser chinesischen Transplantationsindustrie ein Weckruf für alle Kanadier sein sollte, ihren Spenderausweis zu unterzeichnen, damit die Kranken nicht gezwungen sind, eine derartige verzweifelte Wahl zu treffen.

Er sagte: „Wenn es mehr Organe geben würde, würde keine Notwendigkeit zum Organtourismus bestehen."

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