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Kanada: Bo Xilai hat die Anklageschrift in Ottawa erhalten

Der chinesische Handelsminister Bo Xilai kam am Sonntag, den 27. Mai. 2007 in Ottawa an. Gegen 14:30 Uhr überreichte der Falun Gong-Praktizierende Zhang Lingdi in einem Aufzug des Westin Hotels Bo Xilai persönlich die Anklageschrift, worin die Falun Gong-Praktizierenden bei dem Höchsten Gericht von Ontario Bo Xilai wegen Folter anklagen. Laut Gesetz muss Bo Xilai innerhalb von zwanzig Tagen eine Antwort einreichen, ansonsten wird er in Abwesenheit des Angeklagten verurteilt.

Die Falun Gong-Praktizierenden protestieren vor dem Außenministerium gegen die Verbrechen von Bo Xilai. Die erste Frau auf der linken Seite ist Frau Zhao Yu, ein Opfer der Verfolgung aus Liaoning

In Kanada steht Bo Xilai einer Anklage gegenüber

Gegen 14:30 Uhr, im Aufzug, der dem Parkplatz am nächsten liegt, entdeckte der Falun Gong-Praktizierende Zhang Lingdi, Bo Xilai und seine Begleiter. In einem Abstand von einem halben Meter überreichte Zhang Lingdi Bo Xilai persönlich die Vorladung des Höchsten Gerichts von Ontario und sagte zu ihm in Englisch: „ Sie wissen ja bereits, dass Ihnen eine Vorladung zugestellt wurde.“

Das Westin Hotel, in welchem Bo Xilain in einem Aufzug die Vorladung überreicht wurde.

Die Falun Gong-Praktizierenden protestieren gegen die Verbrechen von Bo Xilai trotz des Regens vor dem Westin Hotel

Außer den Begleitern von Bo Xilai waren noch zwei königliche kanadische berittene Polizisten anwesend.

Frau Zhou Limin, Sprecherin des Falun Dafa-Vereins sagte: „Am 7. September 2005 erhob der bekannte Menschenrechtsanwalt Lawrence Grennspon bei dem Hohen Gericht von Ontario eine Anklage gegen Bo Xilai wegen Folter und verlangte Schadensersatz. Im September 2005 forderte der kanadische Falun Dafa-Verein, die Einreise von den chinesischen Beamten Bo Xilai und Xia Rende, die an der Verfolgung von Falun Gong aktiv teilnehmen, zu verbieten, so dass Bo und Xia nicht wie geplant nach Kanada kommen konnten. Die Anklageschrift, die Bo Xilai heute überreicht wurde, ist die ergänzte Version aus dem Jahr 2005.“

In Kanada für Gerechtigkeit der Opfer kämpfen

Informationen von der Minghui-Webseite zufolge ist während der Amtszeit von Bo Xilai als Gouverneur (2001-2004) die Provinz Liaoning eine der Provinzen geworden, wo Falun Gong am stärksten verfolgt wird, weil er sehr massiv an der Verfolgung beteiligt war. Die von der Minghui-Webseite veröffentlichte Anzahl der bis zu Tode verfolgten Falun Gong-Praktizierenden in Liaoning beträgt 369 und liegt an dritter Stelle landesweit.

Anti-Folter-Ausstellung vor dem Außenministerium. David Kilgour am 24. Mai 2007: „Bo Xilai war der Bürgermeister der Stadt Dalian von 1999 bis 2001 und der Gouverneur von der Provinz Liaoning von 2001 bis 2004. Während seiner Amtszeit

Frau Zhao Yu, ein Opfer der Verfolgung aus Liaoning erzählte beim Interview von ihren eigenen Erlebnissen bei der Verfolgung und von denen ihrer Familienangehörigen. Sie sagte: „Mein Sohn wurde zwei Jahre lang in einem Gehirnwäschezentrum festgehalten, weil er Falun Gong praktiziert. Sie zwangen auch meine frisch eingeheiratete Schwiegertochter, sich scheiden zu lassen. Mein Sohn wurde außerdem an seinem Arbeitsplatz bei öffentlicher Sitzung kritisiert, so wie es in der Zeit der Kulturrevolution üblich war. Mein Mann und ich wurden dazu gezwungen, an dieser Sitzung teilzunehmen.“

Ihr Mann Zheng Weidong, ein weltberühmter Arzt, wurde mehrmals eingeladen, an den Erfahrungsaustauschkonferenzen in Amerika, Kanada und Frankreich teilzunehmen. Er hatte viele medizinische Forschungsarbeiten veröffentlicht. Nachdem er begonnen hatte Falun Gong zu praktiziere, wurde er sehr gesund. Aber die Beamten von der lokalen Polizei, vom Büro 610 behelligten ihn immer wieder. Sie fabrizierten Lügen, stifteten Unruhe und bedrohten ihn, so dass Zheng Weidong unter diesem extrem psychischen Druck sehr gelitten hat. Am 24. Mai 2001 starb ihr Ehemann Zheng Weidong infolge dieser Verfolgung.

David Harris, ehemaliger Direktor von CSIS (Canadian Security Interlligence Service) und Direktor von Terrorist Intelligence Programm of Insignis Strategic Research Inc. sagte bei der Pressekonferenz am 24. Mai: „ Die Menschen leiden unter Zwangsscheidungen und unglaublichen seelischen Qualen, ganz zu schweigen von den unvorstellbaren körperlichen Misshandlungen. All dies läuft ganz offensichtlich sämtlichen Prinzipien internationaler Justiz zuwider. Wir haben sogar gehört, dass den Falun Gong-Praktizierenden zwangsweise die Augenhornhaut aus Profitgründen geraubt werden. Bo Xilai ist nun angeklagt, weil er für solche schwerwiegenden Menschenrechtsverletzungen mitverantwortlich war. Es liegen glaubwürdige Beweise vor.

Er fuhr fort: „Ich hoffe, dass die kanadische Regierung ihr Bestes tun wird, um Bo Xilai die Anklageschrift zu überreichen, sobald er in Kanada ankommt. Wir sollten bei entsprechenden Fällen wie bei Bo Xilai auch gegen die anderen Verbrecher, die für solche Verbrechen gegen die Menschlichkeit verantwortlich sind, juristisch vorgehen.“

Bo Xilai besitzt keine diplomatische Immunität

Der bekannte Menschenrechtsanwalt David Matas sagte am 28. Mai 2007 bei einem Interview: „Bo Xilai besitzt keine diplomatische Immunität, weil er kein Diplomat ist.“ David Kilgour äußerte am 25. Mai bei der Pressekonferenz: „Würde ein Handelsminister aus Simbabwe, Nordkorea, Birma, oder anderen Regierungsgewalten, die ihrem Volk gegenüber Schlechtes tun, nicht vor Gericht gestellt? Bo Xilai ist weder der chinesische Außenminister, noch der Minister für Außenhandel. Ich weiß, dass eine diplomatische Immunität nur für Diplomaten und Außenminister gilt.“

„National Post“: „Lasst Bo Xilai nicht herein“

Nachdem Bo Xilai Kanada betrat, veröffentlichte die „National Post“ einen Artikel mit dem Titel „Lasst Bo Xilai nicht herein“: „Warum lassen wir diesen Mann in unser Land ? … Stephan Harper ist immer ein standhafter Verteidiger für die Menschenrechte in China gewesen. Die Beamten haben sich gegen chinesische Spione und gegen die Vorgehensweise der KPCh ausgesprochen, Huseyin Celil als Terrorist angeklagt und hat der kanadischen Bevölkerung versprochen, dass die Wirtschaftsbeziehungen die Menschenrechte nicht verdrängen würden. Wenn es so ist, wieso wurde Bo Xilai dann eingeladen? Um chinesische Lobbyisten für die Wirtschaft zu beruhigen? Die Beamten von Ottawa haben das Versprechen von Harper verworfen, in dem sie versprochen hatten, des Handels wegen die Menschenrechte nicht zu opfern' .“

Der Artikel besagte weiter: „Egal ob auf diese Weise oder auf jene Weise sind für eine Entscheidung gegenüber Bo Xilai die Führungsfähigkeit von Harper und eine moralische Klarheit nötig. Die Mechanismen Bo Xilais Eintritt zu verbieten, sind bereits etabliert. Die Kanadier und die verletzten Chinesen werden die Augen offen halten und abwarten.“

Bo Xilai ist der zweite hochrangige chinesische Beamte, der mit der Vize-Premierministerin Wu Yi Nordamerika besuchte und wegen der Verfolgung von Falun Gong angeklagt wurde. Am 25. Mai 2007 wurde dem chinesischen Minister für Informationswesen Wang Xudong in Washington DC die Anklageschrift durch die Falun Gong-Praktizierenden überreicht. In Amerika wurde gegen Bo Xilai, welcher als „Menschenrechtsschurke“ bezeichnet wird, protestiert. Vorher wurde er in Amerika, England, Deutschland, Irland, Neuseeland, Russland, Australien, Südkorea, Spanien, Schweden und anderen über zehn Ländern, wegen Folter und Verbrechen gegen die Menschheit angeklagt.

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