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CIPFG Australien gibt Erklärung ab: Olympische Spiele und Verbrechen gegen die Menschheit können in China nicht koexistieren

Am Nachmittag des 24. Mai 2007 gab die Koalition zur Untersuchung der Verfolgung von Falun Gong in China (CIPFG) Australien vor dem Parlament in Canberra eine Erklärung ab: Die Olympischen Spiele und die Verbrechen gegen die Menschlichkeit können in China nicht koexistieren. Die CIPFG stellte drei Forderungen und sagte, falls auf diese Forderungen hin bis vor dem 8. August 2007 keine befriedigenden Antworten folgen, werde sich die CIFPG mit all ihren Unterstützern rund um den Globus zusammenschließen, um eine „Verbrechen gegen die Menschheit-Olympiade“ zu boykottieren.

Die Erklärung wurde von David Matas, ein internationaler Menschenrechtsanwalt und David Kilgour, ein ehemaliger kanadischer Staatssekretär für den Asien-Pazifik Raum gemacht, beides Mitglieder einer unabhängigen Untersuchungsgruppe über die Anschuldigungen hinsichtlich des Organraubs an lebenden Falun Gong-Praktizierenden in China. Senator Andrew Bartlett, Dr. Sev Ozdowski OAM, Dr. Noel Preston AM, das Edmund Rice Centre und der nationale Bürgerrat unterschrieben ebenfalls diese Erklärung. Die Antriebskraft hinter solch einer gewichtigen Erklärung ist die Tatsache, dass die Kommunistische Partei Chinas (KPCh) versäumt hat, auf die Anschuldigungen hinsichtlich des Organraubs hinreichend zu reagieren. Frau Kristine Cheney, Repräsentantin der CIPFG, las die Erklärung vor dem Parlament vor.

Frau Kristine Cheney, Repräsentantin der CIPFG, las auf einer Kundgebung vor dem Parlament die Erklärung vor.

Senator Andrew Bartlett hält eine Rede

Es folgt der Text der Erklärung:

Erklärung von der Koalition zur Untersuchung der Verfolgung von Falun Gong in China (CIPFG)

Auszug aus der Olympischen Charta: „Das Ziel der Olympischen Spiele ist, den Sport überall für eine harmonische Entwicklung des Menschen dienstbar zu machen, um so der Schaffung einer friedliebenden Gesellschaft förderlich zu sein, die sich der Bewahrung der Menschenwürde verpflichtet fühlt. Zu diesem Zweck beteiligt sich die olympische Bewegung, allein oder in Zusammenarbeit mit anderen Organisationen und im Rahmen ihrer Möglichkeiten, an Aktionen zur Förderung des Friedens.“ (Olympische Charta, Artikel 3 Grundlegende Prinzipien) Der Schutz der Menschenwürde und der Menschlichkeit ist eine universelle Basis der Olympischen Spiele. Um das Recht zu erhalten, Gastgeber der Olympischen Spiele 2008 zu sein, versprach das chinesische Regime, seine Menschenrechte zu verbessern. Die letzten Berichte der UNO und Amnesty International haben jedoch eindeutig bewiesen, dass sich die Menschenrechtssituation in China verschlechtert hat; besonders stark betroffen ist die Gemeinschaft der Falun Gong-Praktizierenden. Seit das kommunistische Regime sein groß angelegtes, gesetzwidriges Vorgehen gegen Falun Gong am 20. Juli 1999 begann, wurden uns, trotz strenger Informationsblockaden, 3034 Todesfälle (Stand 23. Mai 2007) durch die Verfolgung bestätigt. Der UNO Sonderberichterstatter Nowak berichtete im März 2007, dass 660 Opfer der Falun Gong-Praktizierenden mutmaßlich in staatlicher Obhut gefoltert wurden.

Seit dem 9. März 2006 trat ein Zeuge nach dem anderen heraus, um aufzuzeigen, dass das kommunistische Regime Konzentrationslager im Nazi-Stil errichtet hat, um Falun Gong-Praktizierende einzusperren. Berichte weisen auf eine große Anzahl Praktizierender hin, denen am lebendigen Leib Organe entfernt und ihre Körper anschließend eingeäschert wurden.

Berichte, die von Kanadas Menschenrechtsanwalt David Matas und dem ehemaligen Staatssekretär für den Asien-Pazifik Raum David Kilgour am 6. Juli 2006 und dem 31. Januar 2007 veröffentlicht wurden*, unterstützen diese Anschuldigungen. Einige Beobachter schätzten, dass mittlerweile die Falun Gong-Praktizierenden mehr als die Hälfte der 250.000 offiziellen Insassen in Chinas „Umerziehung-durch-Arbeit“ Arbeitslagern ausmachen. Es gibt auch Opfer, die in anderen Arten von Hafteinrichtungen festgehalten werden.

Der Falun Gong-Völkermord in China ist zweifellos das derzeit schlimmste Vergehen gegen die Menschenrechte. Wenn dieser Völkermord nicht aufhört, sind die Behauptungen der chinesischen Regierung, dass sich die Lage verbessere, nur Augenwischerei, die zur Manipulation der Völkergemeinschaft dient. Wenn dieser Völkermord nicht aufhört, ist China nicht geeignet, Gastgeber der Olympischen Spiele 2008 zu sein. Die Olympischen Spiele und die Verbrechen gegen die Menschlichkeit können nicht gleichzeitig nebeneinander existieren!

Die vier Gruppen der CIPFG, mit ihren über 300 Mitgliedern in Australien, Asien, Europa und Nordamerika, einschließlich Staatsbeamte, Rechtsexperten und medizinischen Fachkräfte, Menschenrechts- und andere Nicht-Regierungs-Organisationen, haben 2006 separat an die relevanten Körper der Regierung der Volksrepublik China und/oder an ihre Vertretungen im Ausland geschrieben. Nicht eine einzige Antwort ist zurückgekommen.

Hiermit fordern wir die Obrigkeiten der Volksrepublik China erneut dazu auf:

1. Stoppen Sie sofort die Verfolgung von Falun Gong und lassen Sie alle Praktizierenden, die aufgrund ihres Glaubens eingesperrt sind, frei.

2. Stoppen Sie die Verfolgung von Freunden, Unterstützern und Anwälten von Falun Gong-Praktizierenden (z.B. Gao Zhisheng, Li Hong).

3. Führen Sie Gespräche mit der CIPFG, um Einzelheiten über die Öffnung von Arbeitslagern, Gefängnissen, Krankenhäusern und ähnlichen geheimen Einrichtungen zu planen, für eine Inspektion der unabhängigen Ermittler der CIPFG.

Falls uns bis zum 8. August 2007 keine befriedigenden Antworten auf unsere Forderungen vorliegen, werden wir uns mit unseren Mitgliedern rund um den Globus zusammenschließen, um eine „Verbrechen gegen die Menschlichkeit-Olympiade“ zu boykottieren.

Unterzeichnende von Australien:

Senator Andrew Bartlett

Professor Noel Preston AM, ehemaliger Direktor des Uniting Care Centre for Social Justice

Das Edmund Rice Centre

Der Nationale Bürgerrat

* http://organharvestinvestigation.net

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