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Lübecker Nachrichten: Station in Berlin-Fackellauf für Menschenrechte

Ines Geipel ist Botschafterin für die Fackellauf-Aktion für Menschenrechte in China.

Berlin (dpa) – Ein Jahr vor Beginn der Olympischen Spiele in Peking hat der Fackellauf für Menschenrechte in China Station in Berlin gemacht. Die Fackel war am 9. August in Athen entzündet worden und wird mehr als 100 Städte in 32 Ländern auf fünf Kontinenten passieren.

Der Fackellauf führte in der deutschen Hauptstadt über sechs Kilometer vom Olympischen Platz vor dem Olympiastadion zur Gedächtniskirche. Veranstalter ist eine Koalition, die sich für die buddhistische Falun Gong-Bewegung einsetzt und China die systematische Verfolgung von deren Anhängern vorwirft. Zu den Mitgliedern der Koalition gehören nach eigenen Angaben mehr als 300 Politiker, Ärzte, Anwälte, Journalisten, Menschenrechtsaktivisten und ehemalige Olympia-Teilnehmer. Mitveranstalter des deutschen Fackellaufes, der am 26. August München erreicht, ist die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte.

Deutsche Botschafterin der Aktion ist die frühere DDR-Leichtathletin Ines Geipel, die auch als Mahnerin mit Blick auf sportliche Leistungsmanipulationen auftritt. Die Schriftstellerin und Professorin an der Berliner Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch appellierte an den Sport, seine Verantwortung wahrzunehmen.

Sie warf IOC-Präsident Jacques Rogge vor, viel über die schlechte Luft in Peking zu sprechen, aber kein öffentliches Wort über die Menschenrechtssituation zu verlieren. Wer wisse, was in China geschehe, könne dort nicht starten, als sei nichts geschehen, sagte Geipel auf einer Kundgebung, die vor dem Bundesligaspiel von Hertha BSC gegen den VfB Stuttgart auf dem Olympischen Platz stattfand. Es dürfe keine heiteren Spiele in Peking geben, solange Unterdrückung und Verfolgung an der Tagesordnung seien. Sie erwarte, dass Bundeskanzlerin Angela Merkel Ende August mit konkreten Forderungen nach China reise, sagte Geipel.

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