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Deutschland: Bürger ist erschüttert über den Organraub in China und schreibt einen Brief an das IOC (International Olympic Committee)

Am 25.08.2007 fuhr Herr Nehring aus dem Ruhrgebiet nach München, um dort am Fackellauf für Menschenrechte teilzunehmen. Vorher hatte er gemeinsam mit seiner Frau einen Brief an das IOC (International Olympic Committee) geschrieben um gegen die Menschenrechtsverletzungen in China zu protestieren, insbesondere gegen die Verfolgung von Falun Gong-Praktizierenden. Es folgt der Brief:

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Düsseldorf, 16. August 2007
Organhandel und Menschenrechtsverletzungen in China
Die Austragung der Olympischen Spiele 2008 in China

Sehr geehrte Damen und Herren,

als Zuschauer der Kanuweltmeisterschaft in Duisburg am 11. und 12. August 2007 fiel mir ein Schreiben mit dem Aufdruck ’Fackellauf’ in die Hände.

Hierin wurde über den ’Internationalen Fackellauf für Menschenrechte’ informiert. Durch verschiedene Medienberichte war in unterschiedlichster Weise in der Vergangenheit hierüber berichtet worden, erinnerte ich mich. Aufmerksam geworden durchsuchte ich das Internet nach weiteren Informationen zu diesem Thema. Nach ca. 3-4 Stunden hatte ich einiges darüber erfahren, was sich in den letzten Jahren in Bezug auf Menschenrechtsverletzungen und Organraub in China zugetragen hat.

Ich war zutiefst erschüttert über die mittlerweile zahlreichen Berichte unterschiedlichster Quellen. Nähere Einzelheiten über die brutale Vorgehensweise möchte ich mir an dieser Stelle ersparen. Die Berichte erschienen mir durchaus authentisch und daher glaubhaft.

Die Vorfreude auf die Olympischen Spiele in Peking ist für mich auf ein Minimum gesunken. Bereits seit 1964 bin ich begeisterter Olympia-Fan: Ich war als Zuschauer 1972 in München, 1976 in Innsbruck, 1980 in Lake Placid und Moskau sowie 1984 in Sarajevo live dabei.

Das IOC hat eine moralische Verpflichtung gegenüber der Wahrung der Menschenrechte in den gewählten Austragungsorten – so auch in China!

Die Olympischen Spiele dürfen nicht ohne Auflagen und Resolutionen in Peking stattfinden, wenn zur gleichen Zeit Menschen gefoltert, getötet und ihnen Organe gewaltsam entnommen werden.
Damit ist nicht nur der olympische Gedanke sondern auch der olympische Geist, der für Frieden, Brüderlichkeit und Gerechtigkeit aller Menschen steht, in Gefahr, zur Farce zu werden.

Das Olympische Komitee ist damit schlechthin unglaubwürdig. Für mich persönlich kommt es dem Ende der Olympischen Spiele gleich!

Ich und viele andere hoffen, dass alle Gräueltaten irgendwann bewiesen sind und die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden. Dann ist es aber für den olympischen Gedanken zu spät. Die Spiele 2008 und der Austragungsort werden für immer ein Fleck in der Historie der Olympischen Spiele bleiben. Beispiele: Berlin 1936, Sarajevo 1984.

Die Situation erfordert, dass sofortige, strenge Maßnahmen ergriffen werden. Irgendwann, vielleicht durch das Wachrütteln der Öffentlichkeit und die damit verbundene Ermutigung der Unterdrückten, wird alles ans Licht kommen und die Verantwortlichen können dann zur Rechenschaft gezogen werden. Wollen Sie wirklich so lange warten?

Ich hoffe, dass die olympische Idee weiterlebt und fordere vom IOC:

1) Die offizielle Verurteilung des Organraubes an Falun-Gong-Übenden in China
2) die damit verbundene, sofortige Schließung der KZ
sowie aller staatlicher Einrichtungen, die durch das „Büro 610“ eingerichtet wurden, um Falun Gong-Übende zu foltern
3) die Freiheit aller Angehörigen aus den Psychiatrien und Arbeitslagern!
4) Freilassung von Jian Renzheng und Rückkehr nach Deutschland
5) Freiheit für Frau Wang Xiaoyan

http://www.datenschutz-berlin.de/recht/de/gg/gg1_de.htm#art1

Erinnern Sie sich?

Artikel 1 [Menschenwürde; Grundrechtsbindung der staatlichen Gewalt]
(1) Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.
(2) Das Deutsche Volk bekennt sich darum zu unverletzlichen und unveräußerlichen Menschenrechten als Grundlage jeder menschlichen Gemeinschaft, des Friedens und der Gerechtigkeit in der Welt.

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In tiefer Betroffenheit bete ich für alle Menschen, die in China verfolgt und gefoltert werden!

Ich wünsche mir sehr, dass die Olympischen Spiele in Vancouver bzw. London 2012 fortgesetzt werden.

Viele herzliche Grüße sendet Ihnen ein nachdenklicher und betroffener Olympia-Fan

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