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Deutschland: Rede von Rainer Wagner Union der Opferverbände Kommunistischer Gewaltherrschaft

18.August 2007

Sehr geehrte Damen und Herren,

Ich grüße Sie recht herzlich im Namen der „Union der Opferverbände kommunistischer Gewaltherrschaft“ in Deutschland. In diesem Dachverband arbeiten 35 Verbände von ehemaligen Opfern und Widerstandskämpfern gegen den Kommunismus in der früheren DDR und Sowjetischen Besatzungszone zusammen.

Mit tiefer Betrübnis erleben wir, dass westliche Politik und Wirtschaft ihre ethischen Werte kurzzeitigem finanziellen Profit oder der Illusion von scheinbarer Verständigung geopfert werden.

Dabei verlieren die oft naiven Demokraten aus dem Auge, dass jedes Zurückweichen vor der Unfreiheit ein Sieg der Tyrannei ist. Ja, noch mehr, es ist ein Verrat an den eigenen ethischen Werten und ein Verrat an den Opfern der Unterdrückung.

Wir, die wir den Kommunismus erlebt und erlitten haben, wissen, wie falsch eine solche Haltung ist.

Noch nie hat Nachgiebigkeit gegenüber den Feinden der Freiheit, der Freiheit irgendeinen Nutzen gebracht. Es hat die Tyrannen nur noch selbstsicherer werden lassen.

Der Vater der Olympischen Spiele der Neuzeit, Pierre de Coubertin, formulierte die olympische Idee wie folgt:

"Olympismus ist eine Lebensphilosophie, die gleichsam die Bildung von Körper und Geist anstrebt.

In der Verbindung des Sports mit Kultur und Erziehung soll ein Lebensstil entwickelt werden, der Freude an der Leistung mit dem erzieherischen Wert des guten Beispiels und dem Respekt vor universalen und fundamentalen ethischen Prinzipien verbindet."

Er sprach also von universalen und fundamentalen ethischen Prinzipien, die geistiger Hintergrund und Ziel der olympischen Idee seien.

An diesem Anspruch müssen sich die olympischen Spiele messen lassen. Daran müssen sich auch die in Peking geplanten Spiele messen lassen.

Berlin sollte uns mahnen, wohin es führt, wenn die Olympioniken ihre ethischen Werte relativieren.

1936, mitten in der Zeit der nationalsozialistischen Diktatur in Deutschland, fanden in Berlin die Olympischen Spiele statt. Die Jugend der Welt kam in diese Stadt.

Die Olympiade 1936 stellte die größte internationale Aufwertung der Hitlerdiktatur dar. Aus einem Fest der Völkerverständigung wurde – da man die ethischen Werte relativierte – die größte nationalsozialistische Propagandaschau.

Dabei wusste die Welt, was für eine abscheuliche Diktatur in Deutschland herrschte.
Man wusste von den Konzentrationslagern der NAZIS, in denen Hunderttausende Demokraten schmachteten.

Man wusste von der Unrechtsjustiz in Deutschland, die sich teilweise zur Mordmaschine der Nazis entwickelte.

Man wusste, dass Hunderttausende Deutsche in die Immigration gehen mussten.

Man wusste, dass in Deutschland Juden diskriminiert wurden; dass sie aus ihren Berufen gedrängt wurden; dass sie aller Rechte beraubt wurden.

Trotzdem kam die Jugend der Welt nach Berlin.

Auf den Ehrentribünen saßen jene Leute, die verantwortlich waren für den späteren Massenmord an 6 Millionen Juden. Für den größten Krieg, den die Welt bisher gesehen hat.

Lenie Riefenstahls Olympiafilm galt unter den Kunstliebhabern und Sportanhängern als Meisterwerk. In Wirklichkeit lieferte sie ein faschistisches Propagandamachwerk.

Ja, die Olympiade selbst entartete zur Propagandaschau der nationalsozialistischen Verbrecherbande, die in Deutschland die Macht in die Hände bekommen hatte.

Heute befinden wir uns in der Situation, dass sich ein solches Spektakel wiederholen soll.
Dieses Mal nicht in Deutschland, sondern in China.

Dieses Mal sind es nicht die NAZIS, sondern die Rotfaschisten des kommunistischen Einparteienstaates, der seine Bevölkerung in eben solcher ideologischen Knechtschaft hält wie vor 70 Jahren Hitler und seine Nationalsozialisten.

Obwohl die Tatsachen jedem bekannt waren, wollten 1936 viele das wahre Gesicht der NAZIS nicht sehen.

Heute tut man so, als sei Rotchina keine kommunistische Diktatur mehr.

Sicher hat sich der Kommunismus in China verändert. Er hat ein zeitgemäßes Kleid angezogen. Aber ist er besser, ist er menschlicher geworden? Nein!

Seinen unmenschlichen Charakter hat er nie aufgegeben.

Millionen Andersdenkende schmachten, wie zu Maos Zeiten, in den Lagern des Riesenreiches.
• Da sind die aus religiösen Gründen verfolgten Christen der Untergrundkirchen.
• Da sind die Vertreter ethnischer Minderheiten wie der Uiguren oder Tibeter.
• Da sind die Falun Gong-Übenden.
• Da schmachten Gewerkschaftler, Menschenrechtler und andere Demokraten in den Lagern, die nur mit den stalinistischen Gulags oder nationalsozialistischen KZs zu vergleichen sind.

Ja – noch immer sind Menschenrechtler aus den Tagen des Massakers am Platz des Himmlischen Friedens 1989 in Haft.

Neben der ideologischen Unmenschlichkeit hat der chinesische Kommunismus aber auch noch die unmenschlichen wirtschaftlichen Methoden aus der schlimmsten Zeit des Frühkapitalismus in sich aufgenommen.

Die Ausbeutung der Mehrheit der Menschen führt bis zu offener und versteckter Sklaverei. Umweltschutz, Arbeitsschutz scheinen Fremdworte im Steinzeitkapitalismus Chinas zu sein.

Ja, es ist sogar noch grausamer: In dem Land, in dem jährlich 10 000 Todesurteile vollstreckt werden, werden Organe der Hingerichteten als Ersatzteile in der Transplantationsmedizin verkauft. Hitler ließ ermordete Menschen teilweise zu Seife verarbeiten. In China werden Organe von hingerichteten Menschen gegen teures Geld zur Weiternutzung vermarktet.

Ein Sechstel der Menschheit steht heute unter der ideologischen Knute des Kommunismus und befindet sich gleichzeitig in einem Ausbeutungssystem wie in den schlimmsten Zeiten des 19. Jahrhunderts. In der Union der Opferverbände kommunistischer Gewaltherrschaft, deren Vorsitzender zu sein ich die Ehre habe, arbeiten unterschiedliche Opfergruppen zusammen. Sie alle vereint die Erfahrung von Entrechtung, bitterem Leid und unmenschlicher Verfolgung durch die kommunistische Diktatur.

Wir solidarisieren uns mit der Mehrheit des chinesischen Volkes, das immer noch unter der Knute des Kommunismus zu leiden hat. Wir fordern die Politiker und die Verantwortlichen im olympischen Komitee auf: Keine naive Hofierung des Unrechtsregimes in China.

Wir fordern Freiheit für die aus politischen, religiösen oder nationalen Gründen in China Verfolgten und Entrechteten.

Wir fordern die Welt, das olympische Komitee und alle Verantwortlichen auf, zu den ethischen Werten von Freiheit, Recht und Demokratie zu stehen.

Union der Opferverbände
Kommunistischer Gewaltherrschaft
Rainer Wagner
Vorsitzender
Von-der-Tann-Straße 11
D-67433 Neustadt/Weinstraße
Tel.: 06321 2678
Fax 483225
Email: Rainer_Wagner@gmx.net

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