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USA/Kalifornien: Bürgermeister belehrt chinesische Diplomaten über Religionsfreiheit und lädt Praktizierende jedes Jahr zu Ratsversammlungen ein

Am 8. August 2007 versammelte sich eine Gruppe von Falun Dafa-Praktizierenden aus dem Landkreis San Diego im Rathaus von Santee, einer kleinen Gemeinde östlich von San Diego, um bei der Stadtratsversammlung die Eröffnungsansprache zu halten und dem Bürgermeister für seine Unterstützung von Falun Dafa zu danken.

Frau Gwendalle Cooper, eine pensionierte Universitätsprofessorin und Falun Dafa-Praktizierende, sprach bei der Eröffnungsansprache über die Lotusblume. Die Professorin sagte, dass die Lotusblume ein Symbol für viele Menschengruppen sei, weil das Samenkorn im Schlamm beginne und sein Wachsen und seine Anstrengungen, sich über seine Umgebung zu erheben und eine schöne Blume zu werden, eine Inspiration für viele sei, Schwierigkeiten zu überwinden. Der Stiel sei leicht zu biegen, aber schwer zu brechen. Wenn man eine Lotusblume betrachte, könne man vielleicht eine Parallele zu sich sehen und zu jenen, die sich um die Gemeinde kümmern.

Frau Cooper erklärte, dass Falun Dafa an den universellen Prinzipien Wahrhaftigkeit, Barmherzigkeit und Nachsicht festhalte, die die Menschen zu besseren Menschen, besseren Bürgern und besseren Führern machen und zur Harmonie und Ausgeglichenheit in der Gemeinde, im Land und in der Welt beitragen.

Die Praktizierenden überreichten den Mitgliedern des Stadtrats und dem Bürgermeister handgemachte Lotusblumen und dankten dem Bürgermeister Voepel für seine unermüdliche freundliche Unterstützung von Falun Dafa und seiner Weigerung, den Aufforderungen des chinesischen Konsulats zu entsprechen, Aktivitäten der Praktizierenden nicht zu unterstützen.

Seit 2001 werden die Falun Dafa-Praktizierenden aus dem Landkreis San Diego beinahe jedes Jahr eingeladen, eine Eröffnungsansprache für die Stadtratsversammlung von Santee zu halten. Dies wurde zur Tradition, nachdem der Bürgermeister im Dezember 2000 einen Brief vom Generalkonsul der chinesischen Botschaft von Los Angeles erhalten hatte, mit der Forderung, Falun Dafa keinerlei Anerkennung zu schenken. Bürgermeister Voepel machte jedoch gerade das Gegenteil. Er schrieb einen Brief an den Generalkonsul und belehrte ihn über Demokratie und Zivilrecht, was ihn zu einem Helden in seiner Region machte. Eine große Anzahl lokaler Zeitungen veröffentlichte 2001 und 2002 diese Geschichte.

Der Brief des Bürgermeisters Voepel ist eine Erinnerung an alle Amerikaner, um was es sich bei einem öffentlichen Amt handelt. Er ist eines der ausgezeichnetsten Dokumente in der amerikanischen Geschichte.

Es folgt eine Abschrift des zweiseitigen Briefes von Randy Voepel, dem Bürgermeister von Santee, an den Generalkonsul von China, Los Angeles:

4. Januar 2001

Herr LAN Lijun
Generalkonsul
Volksrepublik China
443 Shatto Place
Los Angeles, CA 90020

Sehr geehrter Generalkonsul,

bitte nehmen Sie meine persönlichen Grüße und meine besten Wünsche zu Ihrem neuen Amt als Generalkonsul entgegen. Ich bin ebenfalls neu in meinem Amt als Bürgermeister von Santee, mit einer Bevölkerung von 58.000 Personen. (frei gewählt am 7. November und vereidigt am 5. Dezember 2000)

Ich möchte hiermit Ihr Schreiben vom 27. Dezember 2000 mit der Bitte, der Falun Gong-Organisation keine Anerkennung oder Unterstützung zu gewähren, beantworten. Dieser Brief ist nicht offiziell oder dienstlich und hat für die Stadt Santee keine Bedeutung. Aber ich gewähre Ihnen als Bürgermeister die Höflichkeit einer persönlichen Antwort.

Bitte bedenken Sie, wenn die Stadt Santee irgendeine offizielle Handlung für oder gegen irgendeine Organisation vornehmen soll, muss ich einen Mehrheitsbeschluss unseres Stadtrats erhalten (fünf Mitglieder, die von unseren Bürgern frei gewählt werden). Auch wenn ich die Zustimmung unserer gewählten Beamten bekomme, muss eindeutig feststehen, dass es nicht gegen die mächtigen, individuellen Freiheiten, die unsere Verfassung gewährt, verstößt. Wenn die Stadt ihre Macht ausübt, um irgendeinem Individuum oder einer Gruppe Vorschriften zu machen, kann die Angelegenheit vielleicht von der Stadtregierung vor eine höhere Autorität gebracht werden. Diese höhere Autorität hat das Recht, uns beim Gericht anzuklagen. Die Gerichte weisen Regierungen oft zurück, wenn die Freiheit oder die Bürgerrechte gebrochen werden. Auch wenn die Handlungen unserer gewählten Beamten dem Gesetz entsprechen, werden wir vielleicht, wenn eine Mehrheit der Personen, die wir vertreten, es entscheiden, unseres Amtes (Befugnis) enthoben. Dieser Weg gefällt mir recht gut. Das, was Sie, mein Herr, in Ihrem Brief von mir verlangen, ist für jeden gesetzmäßigen Bürgermeister unmöglich zu tun.

Persönlich gesprochen, bei allem Respekt für Ihre Person und Ihre Nation:

Ich bin ein Mitglied der ältesten verfassungsmäßigen Regierung in der Geschichte der Welt. Ich glaube an die Rechte und die Freiheit des Individuums über die Regierung. Ich bin ein Mann, der gegen die Handlungen meiner Regierung protestieren würde, wenn ich nicht damit übereinstimmte, aber mein Leben dafür hergeben würde, um unsere Verfassung und unsere Gesetze zu verteidigen.

Ihr Brief erschüttere mich persönlich bis ins die Knochen. Ich war schockiert, dass eine kommunistische Nation so einen großen Aufwand betreibt, um das zu unterdrücken, was in diesem Land eine Selbstverständlichkeit ist. Das, was Sie als so große Bedrohung für die Volksrepublik China betrachten, ist in den Vereinigten Staaten politisch gesehen ein „Kinderspiel“. Ich habe den größten Respekt für die Chinesen in Ihrem Land und auf der ganzen Welt, aber ich muss mir nach Ihrem Brief über die Unterdrückung der Menschenrechte durch Ihre Regierung aufrichtig Sorgen machen.

BITTE ABGELEHNT.

Hochachtungsvoll,

(Gezeichnet Randy Voepel)

RANDY VOEPEL
Bürgermeister

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