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Kanada/Vancouver: Geschichten von einer kleinen blauen Schutzhütte (Teil 4)

Nicht-Praktizierende unterstützen die beharrlichen Bemühungen zur Erklärung der Fakten über Falun Gong

Obwohl Falun Gong-Praktizierende unter der brutalen Verfolgung leiden, erklären sie den Menschen beharrlich, barmherzig und ausdauernd die Fakten über Falun Gong. Sie benutzen friedliche Mittel, um die freundliche und tugendhafte Natur der Menschen zu erwecken. Als die Verfolgung begann, glaubten anfangs einige den Lügen und Verleumdungen der KPCh. Sie hatten nicht das richtige Verständnis für den friedlichen Protest der Praktizierenden. Manche waren auch gegen die Proteste. Nichtsdestoweniger rührte der beharrliche und friedliche Protest der Praktizierenden vor dem chinesischen Konsulat in Vancouver die Herzen vieler Passanten. Mehr und mehr Leute in Vancouver beginnen, Falun Gong-Praktizierende zu verstehen und zu unterstützen. Während des kalten Winters brachten ihnen einige Leute heißen Kaffee, Brot und sogar Wintermäntel. Manche halfen sogar dabei, das Ende der Verfolgung zu fordern und nahmen an den Aktivitäten teil, um Falun Gong-Praktizierende zu retten.

„Geistige Einstellung lässt sich nicht mit Geld erkaufen“

Beim Anblick der Praktizierenden äußerten einige Passanten: „Ich hörte, dass Leute behaupteten, die Praktizierenden würden dafür bezahlt werden, dort zu sitzen. Das glaube ich jedoch nicht mehr. Sie sitzen hier die ganze Nacht bei eisigem Wetter. Wer würde das tun, wenn es nicht um diese immens schlechte Behandlung ginge? Ein derartiges Engagement lässt sich mit Geld nicht erkaufen.“

„Ich habe wirklich großen Respekt vor Ihnen.“

Frau Zheng hatte sich dem friedlichen Appell der 10.000 Praktizierenden vom 25. April 1999 angeschlossen. Auch jetzt schließt sie sich oft zusammen mit ihrem Enkel dem Protest vor dem chinesischen Konsulat an. Sie sagt: „An einem regnerischen frühen Herbsttag, es war ziemlich kalt, meditierte ich in der kleinen blauen Schutzhütte. Eine junge Frau brachte mir eine Tasse heißen Kaffee; sie legte dabei einen geraumen Weg vom Kaffeeladen am Broadway bis zu mir zurück. Sie begrüßte mich herzlich und sagte, sie sei schon oft hier vorbeigekommen und habe die Informationen auf den Schautafeln und Spruchbändern gelesen. Sie besaß großes Einfühlungsvermögen. An jenem Tag hatte sie mir aufgrund der extremen Kälte einen Kaffee gekauft. Ich war von ihrer Freundlichkeit gerührt.“

Bei einer anderen Gelegenheit, als Frau Zheng die Übungen praktizierte, kam ein Mann mittleren Alters herbei und sagte: „Entschuldigen Sie die Störung; ich fahre jeden Tag hier vorbei; aber heute bin ich zu Fuß hierher gekommen, um Ihnen zu sagen, dass ich großen Respekt vor Ihnen habe.“

Gute Wünsche und Unterstützung von den Menschen

Frau Jiang, eine der ältesten Protestierenden, ist fast 70 Jahre alt. Sie sagte, sie habe vor dem Praktizieren von Falun Gong unter vielen schwerwiegenden Krankheiten gelitten, unter anderen Lungenemphysem, unzulängliche Blutversorgung des Herzmuskels, hohem Blutdruck, zu hohem Cholesterin, chronischer Blasenentzündung und Fettleber. All diese verschwanden mit dem Praktizieren von Falun Gong. Frau Jiang ist pensionierte Lehrerin; sie ist gewissenhaft, gesund und richtet sich nach Wahrhaftigkeit, Barmherzigkeit und Nachsicht. In China wurde sie dreimal festgenommen, weil sie für Gerechtigkeit für Falun Gong appellierte. Sie geht jede Woche zum Konsulat, um gegen die Verfolgung zu protestieren. Ihre längste Zeit, die sie dort verbrachte, waren 14 Stunden. Als man sie nach dem erinnerungswürdigsten Augenblick fragte, antwortete sie: „Im heißen Juli 2001 hielt ich auf einem Fußweg ein Spruchband hoch. Mein Gesicht brannte und mir rann der Schweiß über die Wangen. Ein Herr stieg von seinem Rad und kam zu mir. Er gab mir einen Zehndollarschein und bestand darauf, dass ich mir davon einen Schirm kaufte. Ich lehnte das Geld freundlich ab und sagte, dass ich seine Freundlichkeit nicht vergessen würde. Ein blondes Mädchen gab mir einen Apfel, als ich sehr durstig war. Und ein anderes Mal gab mir ein Herr fünf Dollar, damit ich mehr Material mit den Tatsachen über Falun Gong drucken könnte…“

An einem Morgen im Mai 2003, als Frau Li vor dem Konsulat saß und meditierte, hielt neben ihr leise ein Auto. Nach über einer halben Stunde, als sie mit dem Meditieren fertig war, stieg die Fahrerin aus dem Auto und reichte ihr eine Flasche Wasser und etwas zu essen. Dann holte sie eine Vase mit Azaleen heraus und stellte sie neben eine der Schautafeln. Zudem zog sie ein paar Steine, ein Stück Strickarbeit und einen ausgestopften Affen hervor. Sie erklärte mir mit Worten und Gesten, dass das Symbole für Sanftheit, Frieden und Glück seien.

Ich wollte, ich könnte den Falun Gong-Praktizierenden helfen

Frau Wang hat ein Geschäft in Chinatown. Sie glaubte den Berichten der chinesischen Regierung im Fernsehen, von der Selbstverbrennung eines Falun Gong-Praktizierenden und dass Falun Gong gegen die Regierung sei. Vor fünf Jahren mietete sie von Frau Li ein Haus. Von da an sah sie oft, wie Frau Li die Falun Gong-Übungen praktizierte und hörte ihren Berichten über Falun Gong zu. Seitdem hatte sich ihre Meinung über Falun Gong geändert. Sie meinte: „Wahrhaftigkeit, Barmherzigkeit und Nachsicht sind für jeden Menschen wichtig. Ich bin schon über zehn Jahre in Kanada und schätze die Freiheit des Glaubens. Die Verfolgung von Praktizierenden durch die KPCh ist äußerst brutal. In den Jahren, in denen die Praktizierenden Unterschriftenkarten verteilten, auf denen ein Ende der Verfolgung gefordert wird, nahm ich zwanzig bis dreißig Stück davon für meine Freunde zum Unterschreiben mit. Ich hoffe, dass ich mein Bestes tun kann, um den Praktizierenden zu helfen.“

Ein Fremdenführer spricht für Falun Gong

Ein Fremdenführer in Vancouver erzählte mir: „Ich bin Christ. Wenn ich auch nicht Falun Gong praktiziere, so unterstütze ich doch die Glaubensfreiheit. Ich fahre am chinesischen Konsulat oft extra langsam vorbei, um meine Gäste die Schautafeln lesen zu lassen und damit sie die Praktizierenden betrachten, die dort friedlich sitzen. Gewöhnlich sind die Chinesen erstaunt, die Szene zu sehen und fragen: „Wieso erlaubt das Konsulat so etwas? Warum nimmt die kanadische Polizei sie nicht fest?“ Ich erzähle ihnen: „Sie sind jetzt in Kanada. Dieses Land respektiert aufrichtig die Grundrechte der Menschen und die Glaubensfreiheit. Die Praktizierenden brechen kein Gesetz. Warum sollte die Polizei sie festnehmen? Ich hörte, dass die kanadische Regierung menschlichen und religiösen Glauben schützt. Dementsprechend können chinesische Praktizierende, die in China verfolgt wurden, den Einwandererstatus erwerben und nach Kanada kommen.“ Als sie das hörten, wurden die Staatsbeamten und Reiseveranstalter ganz still und nachdenklich.“

Ein Busfahrer unterstützt die Praktizierenden, die friedlich vor dem Konsulat meditieren
Jeden Tag kommen viele öffentliche Busse am Konsulat vorbei. Einige Fahrer hupen freundlich und winken den Praktizierenden zu, um ihre Unterstützung zu bekunden. Frau Li kommt oft mit dem Abendbus zum Konsulat. Manchmal fragt ein Fahrer, ob sie auf dem Weg zum Konsulat sei. Dann halten sie direkt vor dem Konsulat an, das zwischen zwei Haltestellen liegt, damit sie aussteigen kann. Manchmal, wenn sie um Mitternacht heimging, fuhr sie der Busfahrer sogar bis nach Hause. Einmal war mitten in der Nacht der letzte Bus zum Konsulat gerade abgefahren, als Frau Li zum Busbahnhof kam. Als ein Fahrer hörte, dass sie zum Konsulat wollte, fuhr er sie allein mit seinem großen Bus von Richmond zum chinesischen Konsulat nach Vancouver, ein Weg von etwa sieben Meilen!

Kanadische Polizisten beschützen Falun Gong-Praktizierende

Die Polizisten sorgen für die Sicherheit der Praktizierenden. Da Frau Zheng Jun tagsüber arbeitet, kommt sie gewöhnlich abends zum Protestieren. Sie sagte: „Die Polizeipatrouille hielt anfangs immer bei uns an und blieb bei uns, wobei sie sich nach der Verfolgungssituation erkundigten. Manchmal plauderte sie auch mit uns. Sie fragten, ob wir Angst hätten oder ob wir frieren würden, wie lange der Protest dauern würde und welche Pläne wir zur Rettung unserer Familienangehörigen hätten. Einmal parkte ich mein Auto am Straßenrand vor dem Konsulat. Da es von dunkler Farbe ist und auf einer Schräge stand, äußerte ein Polizist seine Befürchtung, ein anderes Auto könnte einen Zusammenstoß mit meinem Auto verursachen, und schlug mir einen sichereren Platz zum Parken vor. Als er merkte, dass ich tat, was er vorschlug, war er erleichtert und ging weg.

Frau Zheng Jun sagte: „Als wir anfangs hier saßen, hatten wir noch keine Schutzhütte. Einmal regnete es jedoch sehr stark, sodass ich vorm Konsulat parkte und im Auto sitzen blieb. Ehe es mir bewusst wurde, schlief ich ein. Als ich aufwachte, sah ich ein Polizeiauto hinter mir. Da ich nicht wusste, wie lange es schon da gestanden hatte, bekam ich ein wenig Angst und stieg aus, um mich zu erkundigen. Der Polizist rollte sein Fenster herunter und sagte: „Da es so dunkel war und regnete, war ich besorgt, dass Ihnen etwas passieren könnte. Jetzt wird’s heller. Es ist alles in Ordnung.“ Dann fuhr er weg. Ich habe keine Ahnung, ob der Polizist nicht schon mehrere Stunden Beschützer für mich gespielt hatte.

„Wahrhaftigkeit, Barmherzigkeit und Nachsicht seien mit Euch!“

Im Jahre 2001 kam ein junger Mann namens Adel zum Konsulat; er wollte mehr über Falun Gong erfahren. Er und seine Freundin schrieben daraufhin einen Brief ans chinesische Konsulat und an den kanadischen Premierminister, in dem sie zur Beendigung der Verfolgung aufriefen. Zudem schloss er sich eine ganze Woche lang den Falun Gong-Praktizierenden bei ihrem „SOS-Marsch durch Kanada“ an. Obwohl seine Füße geschwollen waren und er humpelte, gab er nicht auf. Er sagte: „Es ist nichts im Vergleich zu dem, was die Praktizierenden jeden Tag in China erleiden müssen.“

Zudem schrieb Adel auch ein Lied für diesen Marsch. Der Text heißt: „Liebe, große Freunde, ihr seid mutige und freundlich gesinnte Menschen. Ich vertraue darauf, dass ihr die Herzen der Menschen in Kanada und der ganzen Welt bewegen werdet, weil ich auch einer von ihnen bin … Geht euren Weg gut. Möge Frieden euch begleiten, mögen Wahrhaftigkeit, Barmherzigkeit und Nachsicht mit euch sein!“

Ich wollte, ich hätte vor fünf Jahre Falun Gong gewählt

Der Haupt-Kolumnist einer Zeitung kam oft am chinesischen Konsulat vorbei. 2002 beschloss er, zwei Nächte lang mit den Praktizierenden vor dem Konsulat zu verbringen, um zu erfahren, wie viel innere Kraft die Praktizierenden für eine so lange Zeit des Protestierens aufbrachten. Nach einigen Interviews mit Praktizierenden schrieb er einen Artikel in einer Provinzzeitung in Britisch Kolumbien. „Das chinesische Konsulat wendet viel Geld auf, um das Konsulat zu renovieren. Alles ist aus Beton und sieht sehr stabil aus. Im Gegensatz dazu bauten Falun Gong-Praktizierende, mit der Absicht ihren Protest noch zu verlängern, vor dem Konsulat eine einfache Schutzhütte. Wenn Sie mich fragen, wer von den beiden solider ist und länger halten wird, so würde ich sagen Falun Gong!“

„Wir alle sollten helfen, die Verfolgung zu beenden“

Am 20. August 2004 berichtete die Vancouver Sun, dass die Praktizierenden eine Kerzenlicht-Mahnwache zur Erinnerung an den dreijährigen Protest abhalten würden.

Familie Edwards

Nachdem die Geschwister, Bruder und Schwester, Edwards diesen Bericht gelesen hatten, kamen sie zum Standort, um mehr über Falun Gong zu erfahren. Sie wollten herausfinden, was die Praktizierenden dazu veranlasste, ihren friedlichen Protest trotz Wind und Wetter so lange durchzuhalten. Sie waren tief berührt von dem, was die Praktizierenden ihnen im Gespräch mitgeteilt hatten. Frau Edwards ist Krankenschwester. Sie hatte schon Hunderte von Sterbenden gesehen. Sie wusste also, was Sterben bedeutet und sie konnte sich schwer vorstellen, wie ein Mensch zu Tode gefoltert werden könnte. Sie fragte unter Tränen, was sie tun könne, um Praktizierende vor der Verfolgung zu bewahren. Sie versprach, an ihren Parlamentsabgeordneten zu schreiben und ihn zu bitten, Falun Gong zu unterstützen und diejenigen, die die Verfolgung durchführten, ins Gefängnis zu bringen.

Herr Edwards ist Reporter einer Zeitung in Prince George. Er sagte, er würde in seiner Zeitung Berichte über Falun Gong veröffentlichen, damit es mehr Menschen kennen lernen und erfahren könnten, was in China passiert. Die Geschwister bemerkten die drei Wörter Wahrhaftigkeit, Barmherzigkeit und Nachsicht auf der Schautafel. Herr Edwards erklärte: „Wenn ich diese drei Wörter ansehe, dann weiß ich, dass Falun Gong gut ist. Unsere Welt braucht diese Wörter. Wir sollten alle helfen, diese Verfolgung zu beenden.“

Sie konnten sich lange nicht trennen und machten viele Aufnahmen. Schließlich umarmte Frau Edwards die Praktizierenden fest, ehe sie fort gingen, und ermutigte sie, ihren Kurs beizubehalten.

Am nächsten Tage kamen sie noch einmal auf zwei Stunden zurück, um mit den Praktizierenden zu sprechen. Herr Edwards nahm einen Stapel Falun Gong-Veröffentlichungen mit und sagte, er würde zu Hause allein mit dem Praktizieren beginnen und auch all seinen Freunden empfehlen, Falun Gong auszuprobieren.

Wir müssen alle zusammenarbeiten, um die Verfolgung zu beenden“

Eines Tages war die ehemalige Senatorin von Vancouver, Simma Holt, gerade aus Ottawa zurückgekommen und fuhr vom Flughafen direkt zum Konsulat. Sie begrüßte die Praktizierenden und sagte: „In China werden Falun Gong-Praktizierende ermordet. Man entnimmt ihnen ihre Organe, um sie dann zu verkaufen. Diese Gräueltat passiert auf der anderen Seite des Ozeans. Alle Auslandschinesen sollten kommen, um die Praktizierenden zu unterstützen. Alle Organisationen sollten auch kommen. Wir sollten zusammen die Beendigung der Verfolgung fordern!“

Die ehemalige Senatorin Simma Holt

Als man sie fragte, wie lange der Protest noch dauern solle, antworteten die Praktizierenden, er würde so lange andauern, bis die Verfolgung beendet ist. Sie schicken der Welt eine Botschaft: Barmherzigkeit ist die machtvollste Kraft. Kein Mittel kann den rechtschaffenen Glauben an Wahrhaftigkeit, Barmherzigkeit und Nachsicht zerstören. Sie werden ihren friedlichen und vernünftigen Protest fortsetzen und das Ende der Verfolgung menschlicher Tugenden fordern. Sie hegen keinen Hass, weil sie glauben, dass Lügen und Gewalt nicht lange bestehen bleiben und dass schließlich die Gerechtigkeit siegen wird.

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