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Schweden: Der lange Weg von Falun Gong-Praktizierenden in den vergangenen zehn Jahren (Teil 2)

Die Einführung von Falun Gong

Die Schweden lernten bereits vor langer Zeit Falun Gong kennen. Anders, als in den anderen Ländern, lernten schwedische Praktizierende Falun Gong durch die Teilnahme an Falun Gong Seminaren kennen. Am 6. April 1995 kam der Gründer von Falun Gong, Meister Li Hongzhi, nach Schweden, wo er fünf öffentliche Seminare hielt. Vom 14. bis zum 20. April 1995 hielt Meister Li das zweite Falun Gong Seminar in Nordgarden, Göteborg, welches auch das letzte Seminar war, auf dem er persönlich erschien.

Die meisten Teilnehmer des Seminars waren Leute aus der westlichen Kultur; unter ihnen Professoren, Ärzte, Krankenschwestern, Arbeiter und Manager aus verschiedenen Städten. Die Teilnehmerzahl übertraf die Erwartungen von Frau Wang. Sie lud den Meister Li Hongzhi im Jahr 1995 ein, als er Falun Gong Seminare von Frankreich bis Schweden durchführte. Zunächst war Frau Wang ein bisschen besorgt, dass zu wenig Personen an den Seminaren teilnehmen würden.

Sie berichtet: „Als ich erfuhr, dass Herr Li Hongzhi Vorträge in Frankreich hielt, kontaktierte ich sofort Frankreich und fragte, ob Meister Li auch nach Schweden kommen würde und der Meister war damit einverstanden. Ich war sehr aufgeregt und wollte mit den Vorbereitungen anfangen, doch ich wusste nicht wie. Wir benötigten einen Übersetzer, der oder die zumindest wissen musste, was Falun Gong ist. Doch es gibt nur wenige Leute, die wissen was Qigong und was Falun Gong usw. ist.

Also war mir überhaupt nicht klar, wie ich mich darauf vorbereiten sollte. Dann informierte ich alle meine Freunde und meine Patienten darüber und versuchte alles, was in meiner Macht stand und schlug kräftig die Werbetrommel, obwohl ich im Herzen sehr unsicher war. Ich erinnerte mich an das Telefongespräch mit Meister Li und dachte daran, dass bis zu 6.000 Personen in China an dem Seminar teilnahmen, doch wie viele werden hier am Seminar teilnehmen? Ich war mir überhaupt nicht sicher.

Als ich dem Meister von meinen Gedanken erzählte, sagte er: „Geh jetzt schlafen. Auch wenn nur eine Person das Fa erhält, ist es mir wert, dorthin zu kommen.“ Dann hatte ich das Gefühl, als ob eine große Last von meinen Schultern genommen wurde. Und es war auch in der Tat so; als das Seminar begann, kamen mehr als hundert Personen, eine Zahl, die bei weitem meine Erwartungen überstieg. Der Saal, den wir gemietet hatten, konnte jedoch nur über 70 Personen aufnehmen. Nun war er überfüllt.

Später, als wir das Seminar veranstalteten, wechselten wir in einen Raum, der über 100 Personen aufnehmen konnte. Weil wir den Wunsch hatten, dass auch andere Menschen Falun Gong kennen lernten, veranstalteten wir die ersten Seminare in Göteborg. Die Anzahl der Teilnehmer wuchs jedes Mal. Wir hatten mehr als 70 Personen im ersten Seminar und dann veranstalteten wir ein Seminar in einer Bibliothek und ein Seminar in der Vaxenskolan Volkshochschule.

Zu dem letzten Seminar, das wir veranstalteten, kamen die meisten Menschen. Darüber hinaus hielten wir einen öffentlichen Vortrag in Udvalla und einen in Stockholm. Zusammen hielten wir insgesamt fünf Seminare.

Als wir in China die Seminare veranstalteten, beendete der Meister Li seine neuntägigen Seminare in sieben oder acht Tagen, um es seinen Schülerinnen und Schülern zu erleichtern. Meister Li tat dies auch bei den Seminaren in Schweden.

„Es war am 6. April, am Osterabend, als Meister Li kam. Wir begannen mit den Seminaren zu Ostern. Der Meister sagte, dass es für die Leute im Ausland schwierig sein könnte, an einem neuntägigen Seminar teilzunehmen; das Mindeste war ein siebentägiges Seminar.“

Lehrt durch vorbildliches Verhalten und kümmert sich um jeden seiner Schüler

Als Meister Li seine Vorträge hielt, schenkte er seinen Schülerinnen und Schülern seine volle Aufmerksamkeit, damit sie es deutlich hören und verstehen konnten.

„Während des Seminars war ich besonders besorgt über die Interpretationen der Vorträge, doch der Meister erklärte alles sehr deutlich und schenkte den Schülerinnen und Schülern im Ausland seine volle Aufmerksamkeit, damit sie es nicht falsch verstehen. Manchmal half er ihnen verstehen, indem er Bilder malte. Als ich die Übungen auf der Bühne vorführte, stand der Meister vor der Bühne und korrigierte bei allen Lernenden einzeln die Bewegungen. Es dauerte also sehr lange.

Die Lernenden waren bereit, früher zum Seminar zu kommen, um noch die Gelegenheit zu haben, ihre Übungsbewegungen korrigiert zu bekommen. Zu jedem Vortrag erschien der Meister früher und begann pünktlich zu unterrichten. Daher legte er auch sehr viel Wert darauf, dass die Schülerinnen und Schüler pünktlich zum Unterricht da sein sollten. Es war eine Art von harter Arbeit und sparsamem Leben, das zum Meister gehörte. Was bei mir einen tiefen Eindruck hinterließ, war: Der Meister hielt eine Kiste Fertig-Nudelsuppen in seinen Händen, als er aus dem Flugzeug stieg.“

Als Meister Li Seminare auf dem Festland China gab, reiste er im ganzen Land herum und aß lange Zeit nur Fertig-Nudelsuppen, um seinen Hunger zu stillen. Außer seinem sparsamen Leben lehrte Herr Li überall, sowohl durch vorbildliches Verhalten als auch durch mündliche Erklärungen, was einen tiefen Eindruck bei den Lernenden hinterließ.

Frau Wang sagte: „Aufgrund fehlender Unterstützung, war ich ein wenig übereifrig und ungeduldig. Als ich die Fragen von den Lernenden beantwortete, war ich dabei ungeduldig. An einem Tag, als wir gemeinsam aßen, bat mich der Meister etwas abseits, mit mir reden zu dürfen. Er sagte zu mir: „Diese Lernenden solltest Du gut behandeln.“

Ich spürte, dass der Meister sehr bescheiden und besonders liebenswürdig war. Er ist niemals wählerisch bei dem, was er isst, und hat keine hohen Ansprüche in seinem Leben. Er ist in der Lage, sich verschiedenen Umständen anzupassen.

Jedes Mal, wenn er Seminare gab, war er immer ordentlich gekleidet. Er hinterließ bei mir einen Eindruck: Er denkt jederzeit an die anderen und stellt an sich selbst sehr hohe Anforderungen. Der Meister war besonders geduldig, wenn er Seminare gab. Immer und immer wieder korrigierte er seine Schüler. Wenn jemand die Bewegungen einmal richtig gemacht hatte, tauchte nach einigen Wiederholungen immer mal wieder ein Fehler auf. Der Meister korrigierte ihn dann wieder. Manchmal musste der Meister die Bewegungen mehrmals verbessern. Dies war nur bei einem Schüler. Der Meister ist sehr, sehr geduldig.“

Eine Krankenschwester, die an den damaligen Seminaren teilgenommen hatte, erinnerte sich: „Ich weiß noch, als ich zuerst in dem Seminar war und Meister Li hereinkam, ich sehr froh war ihn zu sehen und er schien auch sehr froh gewesen zu sein. Es war die Energie, die er ausstrahlte, die mich sehr glücklich machte. Er sagte uns viele, viele Dinge, die sehr gut sind, z. B. wie wichtig es ist, ein guter Mensch zu sein und warum man ein guter Mensch sein sollte. Ich erinnere mich daran, dass er sehr warmherzig und friedlich war.

Er selbst strahlte aus, was er lehrte – Wahrhaftigkeit, Barmherzigkeit und Nachsicht. Ganz gleich, wie viele Fragen wir stellten, geduldig beantwortete er alle der Reihe nach. Obwohl sich viele Fragen mehrfach wiederholten, beantwortete er sie sehr geduldig.“

Für die schwedischen Praktizierenden sind verschiedene Sprachen und völlig unterschiedliche, kulturelle Hintergründe überhaupt kein Hindernis. Ein Tanzlehrer sagte: „Ohne dieselbe Sprache können wir mit unseren Herzen kommunizieren. Es ist nicht wichtig, ob wir Chinesisch nicht verstehen können, wir hörten mit unseren Herzen zu und es gab keine Hindernisse.“

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