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Österreich: Meditation an der Kettenbrückengasse erregt Aufsehen

„Schau mal, die meditieren dort, fein“ sagt eine Frau mittleren Alters in ihr Mobiltelefon, während sie an den Falun Gong-Praktizierenden vorbeigeht. „Ah, sieh mal, Falun Gong!“ klärt ein junger Mann seine Freundin auf, die mit ihm Hand in Hand aus der U-Bahn Station herauskommt. Die österreichischen Falun Gong-Praktizierenden veranstalteten am Samstag, dem 29. Juni, den 3. Infotag in Folge in Wien, um über die neuen Entwicklungen in der Verfolgung von Falun Gong aufzuklären.

Die Praktizierenden zeigten bei der U-Bahn Station „Kettenbrückengasse“ die Übungen, verteilten Informationsmaterialien über die Verfolgung von Falun Gong und informierten auch viele Chinesen über die neusten Übergriffe auf Falun Gong in Flushing, einem Ortsteil von New York. Denn neben den herkömmlichen, zahlreichen Besuchern des Naschmarktes, einer Sehenswürdigkeit in Wien, benutzen auch viele Chinesen die U Bahn Station, um zu den umliegenden chinesischen Geschäften zu kommen.

Die U Bahn Station „Kettenbrückengasse“ liegt direkt beim Naschmarkt. Sie gilt unter den Wienern als „Zentrum des Little China Town“

Sehr viele zeigten sich von der Verfolgung betroffen. So etwa eine ältere Frau um die siebzig, die nach eigenen Aussagen, ein „stilles Qigong“ praktiziert. Die kommunistische Partei Chinas zerstöre systematisch die traditionellen Glaubensrichtungen. Dies ließe sich auch anhand der Kulturrevolution nachvollziehen, wo sehr viele verschiedene Arten von Qigong verfolgt worden seien, sagt sie, nachdem sie sich über die gegenwärtige Verfolgung an Falun Gong Praktizierenden in China informiert hatte.

Gegenüber des Ausgangs der U-Bahn Station hängen Banner über die Verfolgung von Falun Gong

Ein hagerer, graumelierter Herr mit dunkler Sonnenbrille stellte sich vor die Falun Gong-Praktizierenden, die gerade bei der zweiten Übung waren und hob seine Arme, um selbst mitzumachen. Ein Falun Gong-Praktizierender zeigt ihm die zweite Übung und es entwickelt sich ein Gespräch. Er selbst habe von der Verfolgung von Falun Gong schon einmal in Kanada gehört, so der gebürtige Österreicher.

Zwar weiß er über den Organraub in China allgemein Bescheid, doch „die neue Art des Bösen“ mache ihn betroffen: „In China gibt es wirklich keine Moral mehr“, sagt der Mann. Als „neue Art des Bösen“ bezeichnen die beiden kanadischen Anwälte David Kilgour und David Matas den noch immer andauernden Organraub an Falun Gong-Praktizierenden in China.

Viele interessieren sich für Falun Gong

Sei es bislang bekannt gewesen, dass das chinesische Regime zum Tode verurteilte Häftlinge auf Bedarf von Organsuchenden hinrichte, werden jetzt den noch lebenden Falun Gong Praktizierenden die Organe entnommen, um sie gewinnbringend auch an westliches Klientel zu verkaufen. So war erst im letzten Jahr eine Firma in Frankfurt aufgedeckt worden, die unwissende, Organsuchende Deutsche nach China vermittelt haben soll.

„Nein, ich bin nicht wegen des morgigen EM Finales zwischen Spanien und Deutschland in Wien“, sagt eine Spanierin die wegen der Unterschrift auf der Petition zum Infotisch kommt. Sie selbst, eine kleine zierliche Frau, hat sich nämlich auch schon mit Tai Chi und Kampfkünsten beschäftigt.

Doch genauso, wie die andere Dame über die Verfolgung betroffen ist, interessiert auch sie der untrennbare Zusammenhang von Falun Gong mit der traditionellen, tausendjährigen chinesischen Kultur.

Unterschriften sammeln auf der Petition für ein Ende der Verfolgung

Ein Mann aus Litauen fotografiert seine Freundin, die eine Petition gegen die Verfolgung von Falun Gong unterschreibt. Die beiden Studenten haben Falun Gong zuvor in Vilnius, der Hauptstadt Litauens gesehen. „Die praktizieren dort regelmäßig, jede Woche am Flussufer – mitten in Stadt“

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