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Geschichten aus dem alten China: Das gestohlene Hühnchen

In alten Zeiten gab es einen Gelehrten in der Hunan/Hubei Region. Es trug sich zu, dass am siebten Hof der Unterwelt Personalknappheit herrschte und so befahl der Jadekaiser den Gelehrten, dort eine zeitlich begrenzte Beschäftigung zu übernehmen. Daraufhin ging der Gelehrte für einige Tage in die Unterwelt. Seine Hauptaufgabe war, dort Aufzeichnungsbücher durchzusehen, ohne die einzelnen Fälle zu beurteilen.

Als er die Aufzeichnungsbücher durchging, sah er, dass die Strafen und Belohnungen entsprechend dem Karma einer jeden Person unterschiedlich waren. Immer wenn er Menschen unter grausamen Foltern leiden sah, schickte er Leute aus, um sie zu retten. Doch er entdeckte, dass er sie möglicherweise nicht retten konnte, so sehr er das auch versuchte.

An einem Tag, während er ein Aufzeichnungsbuch überprüfte, sah er unter dem Namen seiner Frau ein Vergehen aufgezeichnet. Es hielt fest, dass sie ein Hühnchen im Gewicht von einem Jin, 12 Liang, gestohlen hatte. Er falzte die Seite, um später darauf zurückzukommen und es nachzuprüfen.

Als er in diese Welt zurückkehrte, fragte er seine Frau, ob sie einmal ein Hühnchen eines Nachbarn gestohlen hätte. Anfangs leugnete seine Frau dies ab. Als er seiner Frau erzählte, was er in der Unterwelt gesehen hatte, gab sie es zu. Sie erklärte, weil das Hühnchen den Weizen gegessen hätte, den sie draußen zum Trocknen ausgebreitet hatte, hätte sie es aus Versehen getötet. Aus Furcht, von dem Nachbarn getadelt zu werden, versteckte sie das Hühnchen, um zu vertuschen, was sie getan hatte.

Das Paar grub das tote Hühnchen dann aus und wog es. Es wog genau ein Jin, 12 Liang. Sie waren beide erstaunt. Sie brachten das Geld dem Nachbarn, um für das Hühnchen zu bezahlen und gestanden den Fehler ein.

Nach einigen Tagen kehrte der Gelehrte in die Unterwelt zurück. Als er das Aufzeichnungsbuch öffnete, um sich die Seite, die er zuvor gesehen hatte, anzuschauen, bemerkte er, dass der Eintrag über seine Frau verschwunden war.

Den Gottheiten bleibt nichts verborgen. Selbst der kleinste Fehler wird aufgezeichnet. Es muss gesagt werden, dass die Strafe für die schlimmen Verbrechen, die gegen Falun Gong-Praktizierende begangen wurden, viel schlimmer sein werden. Jene, welche die Verbrechen begangen haben, werden sowohl körperlich als auch geistig vollständig vernichtet werden.

[Aus „Traditionell erhaltenen Informationen“, geschrieben in der Ming-Dynastie]

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