Japan: Falun Gong-Praktizierende bitten den Premierminister zu helfen, die Verfolgung in China zu beendigen

Der Falun Dafa-Verein in Japan hielt am 21. Oktober 2008 gegen 14 Uhr vor dem Parlament in Tokio eine Pressekonferenz ab, um den neuen Premierminister Taro Aso zu bitten, die Verfolgung von Falun Gong in China während den letzten neun Jahren anzusprechen. Der Verein schlug vor, während des kommenden ASEM Gipfeltreffens am 24. Oktober, die Gelegenheit zu nutzen, die Kommunistische Partei Chinas (KPCh) zu drängen, die Verfolgung von Falun Gong zu beenden und alle inhaftierten Falun Gong-Praktizierenden freizulassen.

Herr Tsuruzono Masaaki, Repräsentant des Falun Dafa-Vereins, bittet den Premierminister um Hilfe, die Verfolgung von Falun Gong durch die KPCh zu beenden Kongressabgeordnete und Passanten erhalten Faltblätter von Falun Gong-Praktizierenden

Nach der Pressekonferenz legte Herr Tsuruzono Masaaki dem Premierminister Aso einen offenen Appellationsbrief vor. Falun Gong-Praktizierende hielten vor dem Parlament Banner mit der Aufschrift „Premierminister Aso, bitte helfen Sie den in China verfolgten Falun Gong-Praktizierenden“ und Plakattafeln, die Falun Gong beschreiben. Mitglieder des National-Parlaments und Passanten nahmen von Falun Gong-Praktizierenden bereitwillig Informationsbroschüren an. Verschiedene Medien waren anwesend, um das Ereignis aufzuzeichnen.

Herr Masaaki, Rechtsbeistand von NPO, wies darauf hin, dass „verschiedene schwerwiegende Menschenrechtsverletzungen in China geschehen. Unter all diesen Ereignissen, die auf Menschenrechten herumtrampeln, ist die Verfolgung von Falun Gong das schlimmste und brutalste. Wir hoffen, dass Premierminister Aso während seiner Chinareise unsere Stimme weitertragen kann, welche die Beendigung der Verfolgung fordert.“

Vier Falun Gong-Praktizierende erzählten ihre persönlichen Erfahrungen bzw. über die ihrer Verwandten durch die Verfolgung und baten Premierminister Aso darum, dabei zu helfen, ihre Verwandten in China zu retten.

Der Falun Gong-Praktizierende Kurebayashi Mitsuhiro ist betrübt über die Verfolgung, die sein Bruder in China erfahren hat Frau Zhou Jinhua beschreibt die Verfolgung ihrer Schwester Zhou Meihua

Der Falun Dafa-Praktizierende Kurebayashi Mitsuhiro sagte: „Mein Bruder ist 33 Jahre alt. Er studierte im April 1999 in Japan und kehrte im Februar 2000 nach China zurück, um für Falun Gong zu sprechen. Er wurde verhaftet und im August 2002 zu zehn Jahren Gefängnis verurteilt, wegen des Verteilens von Faltblättern. Er befindet sich im Mudanjiang Gefängnis, Provinz Heilongjiang. Er wird gezwungen, über zehn Stunden täglich zu arbeiten. Familienbesuche sind eingeschränkt. Er durfte das ganze letzte Jahr keine Besuche empfangen. Dieses Jahr sind bei jedem Besuch nur zehn Minuten erlaubt. Ich sorge mich um sein Leben. Meine Mutter ist 66 Jahre alt und eine Lehrerin im Ruhestand. Sie wurde mehrmals in das Jidong Inhaftierungszentrum eingesperrt, weil sie Falun Gong praktiziert. Meine Schwester, meine Schwägerin und mein jüngerer Bruder wurden ebenfalls dafür eingesperrt, dass sie für Falun Gong appellierten. Jetzt werden sie immer noch von der Polizei überwacht und belästigt.“

Frau Zhou Jinhua erklärte, dass ihre Schwester Zhou Meihua viele Male verfolgt worden war, weil sie Falun Gong praktiziert. Sie befindet sich immer noch im Masanjia Zwangsarbeitslager, in der Provinz Liaoning.

Frau Wu Lili sagte, dass ihre Schwester Wu Xiaohua seit 1999 zwanzig Mal verhaftet wurde, ins Gefängnis kam, in Zwangsarbeitslager und in psychiatrische Anstalten. Kürzlich wurde sie in die Nervenklinik in Hefei gebracht und dort für neun Monate eingesperrt. Sie wurde den ganzen Tag an ein Bett gebunden und durfte nicht auf die Toilette gehen. Ihr wurden nervenschädigende Drogen injiziert und sie wurde Elektroschocks ausgesetzt.

Die Japanerin Frau Wu Lili beschreibt, wie ihre Schwester Wu Xiaohua von der KPCh mit Inhaftierung bedroht wurde

Frau Yu Jia, die Lehrerin an der Qinghua Universität war, war dreieinhalb Jahre eingesperrt worden und wurde brutal geschlagen. Ihre Tochter – dreieinhalb Jahre alt – durfte ihre Mutter nicht sehen. Ihr Bruder und seine Frau wurden 2002 verhaftet und zu neun und zwölf Jahren Gefängnis verurteilt. Deren Sohn war zu dieser Zeit erst fünf Jahre alt.

Die Appellationsaktivitäten vor dem Parlament fanden vom 20. bis 23. Oktober statt.

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