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Im Wettbewerb um eine Jobbeförderung in China

Die Spitze im Lehrberuf in Chinas Bildungssystem ist, ein Seniorlehrer zu sein. Um in diese Position zu kommen, gibt es eine Menge Wettbewerb und ich trieb es bis auf die Spitze der Vollendung.

Letztes Jahr überließ ich diese Gelegenheit einem älteren Kollegen. Nach einer Diskussion mit Mitpraktizierenden und unter dem Verständnis vom Fa her, entschloss ich mich, es diesmal nicht sein zu lassen. In der Schule weiß jeder, dass ich ein Falun Gong-Praktizierender bin und dass ich für andere Dinge nicht in einen Wettbewerb eintrete. Diesmal wollte ich offiziell meinen Antrag für die Position stellen. Wenn ich erfolgreich sein sollte, würde es zeigen, dass ein Dafa-Praktizierender tatsächlich einen hervorragenden Job machen und diese Position erreichen kann.

Als erstes musste ich einen Bericht über meine Arbeit anfertigen. Für alltägliche Menschen wäre das eine Gelegenheit, anzugeben und zu übertreiben. Doch im Rückblick auf meine zehn Jahre der Dafa Kultivierung und meine zehn Jahre Arbeit an der Schule, schrieb ich einen Artikel der Beurteilung, in dem ich nur etwa Tausend Worte verwendete und ohne Übertreibung. Er las sich wie ein Prozess des Wachsens meines persönlichen Lebens und meiner Spiritualität, behandelte aber tatsächlich meine zehn Jahre Kultivierungserfahrungen. Da ich ihn mit aufrichtigem Herzen schrieb, waren die Menschen, die mir beim Vorlesen zuhörten, zu Tränen gerührt. Nach dem Meeting, fragte mich der Schuldekan, ob er eine Kopie meines Artikels für das Archiv bekommen könne.

Der zweite Teil war eine Examinierungs- und Nachprüfungskonferenz. Die Kandidaten waren bei der Konferenz nicht zugelassen und so wusste ich nicht genau, wie es ablief. Doch hinterher wurde es von einem Prüfer als Auseinandersetzung zwischen „Aufrichtigkeit und Böse“ bezeichnet. Der Schuldirektor bestand darauf, dass mein Name von der Liste genommen werde und sagte, dass ich die „politischen Qualifikationen“ verfehlt hätte, weil ich ein Falun Gong-Praktizierender sei. Auf der anderen Seite aber bestanden alle anderen nichtkandidierenden Lehrer an der Schule darauf, dass ich wegen meiner herausragenden Erfolge befördert werden sollte.

Die Konferenz wurde zu einer Schaukelbrettangelegenheit. Am Ende waren sie damit einverstanden, mich in dem Prozess nach vorne zu schieben, weil ich der Einzige an der Schule bin, der „niemals irgendwelche Geldbeträge oder Geschenke von Eltern“ angenommen hatte. Sogar da war der Schuldirektor immer noch nicht einverstanden, dass ich befördert werde. Er gab mir eine halbe Befürwortung und bat mich, an eine andere Schule zu gehen, um mich dort zu bewerben.

Als ich darüber informiert wurde, kicherte ich. Unter normalen Umständen, hätte ich es einfach sein gelassen, doch weil er mich mit Falun Dafa in Verbindung gebracht hatte, war mir klar, dass ich weiter machen sollte, weil Dafa obsiegen sollte. Der dritte Teil war ein Wettbewerb. Die beiden Hauptelemente des Wettbewerbs waren Qualifikation und Leistung und ich hatte keines von ihnen. Alle Lehrer außer mir machten Studienkurse über Politik (Schriften von Marx, Lenin, Mao Zedong und Deng Xiaoping) an Instituten für Fernunterricht.

Ich machte solche Kurse nicht, weil ich nicht Dinge des bösen Geistes für persönliche Vorteile einsetzen wollte. Alle diese Qualifikationen konnten gekauft werden. Sie kosteten einige Hundert Yuan je Zertifikat usw. Ich bin ein Dafa-Praktizierender und all mein mir zur Verfügung stehendes Geld wird in erster Linie für Dafa eingesetzt. Daher habe ich niemals auch nur einen Cent für solche Dinge ausgegeben. Eltern eines meiner Schüler, die im Bildungsdezernat arbeiteten, gaben mir ein Zertifikat, das sie durch Hinterkanäle erhalten hatten. Ich weigerte mich, es anzunehmen, bedankte mich aber dennoch dafür. Ich entschloss mich, ohne Qualifikationen oder Leistungen an dem Wettbewerb teilzunehmen.

Mein Antrag ohne Qualifikation oder Leistung sollte in der ganzen Stadt zuunterst sein. Deshalb wurde unser Schuldirektor vom Leiter des Bildungsdezernats harsch gerügt: “Wie konnten sie so eine Person für eine Beförderung vorschlagen?“ Damals hatte es den Anschein, dass meine Beförderung keinerlei Chance hatte. Jedoch ein Schuldirektor aus einem anderen Bezirk sagte eindringlich: „Beförderungen sollten nicht nur jenen mit Qualifikationen und Leistungen gegeben werden, sondern eher jenen, welche wirklich hart arbeiten und wirklich verantwortlich sind.“

Am Ende wurde ich tatsächlich für die Beförderung vorgeschlagen, obwohl diese Person noch nicht einmal meinen Namen kannte. Warum wollte er mir einen so großen Gefallen erweisen? Ich begriff, das war das Wunder von Dafa. Der Lehrer sah, dass ich meine Eigensinne auf Ruhm und Profit abgelegt hatte, was immer mein sein sollte, würde nicht weggenommen werden.

Nun, wo diese Jobbeförderungssache vorüber ist, blicke ich zurück, was geschehen ist und ich beginne zu erkennen, dass Dinge auf der Erde für Dafa gemacht sind und dass das, was in der menschlichen Gesellschaft geschieht, eine Folge der Eigensinne der Dafa-Jünger ist. Hätte ich in dieser Sache irgendeine menschliche Anschauung auf Ruhm oder Profit gehabt, wäre das Resultat höchst wahrscheinlich ein anderes gewesen.

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