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Deutschland/Offenbach am Main: Zweiter Infotag für die Freilassung von Ji Guizhen

Am 31. Juli 2010 fand in Offenbach am Main der 2. Infotag mit Unterschriftensammlung für die in Suzhou, China inhaftierte 62-jährige Falun Gong-Praktizierende Ji Guizhen statt. Mit dieser Unterschriftenaktion soll erreicht werden, dass Ji Guizhen sofort freigelassen wird und zu ihrer Familie in Suzhou zurückkehren kann. Die Offenbacher Tageszeitung „Offenbach Post“ berichtete am 27. Juli 2010 ausführlich über die Unterschriftenaktion, die zum ersten Mal am 24. Juli in der Offenbacher Fußgängerzone stattfand.

Unterschriftenaktion für die Freilassung der Falun Gong-Praktizierenden Ji Guizhen

Schon zu Beginn des Infotages kam eine ältere Frau zum Stand der Praktizierenden und unterschrieb sofort auf der Unterschriftenliste. Sie erzählte später, dass sie früher im kommunistisch geführten Ostdeutschland gelebt hätte und ihr von den dortigen Behörden eine fünfjährige politische Haft auferlegt worden wäre. In der Haftzeit wurde ihr eine Niere zerschlagen und noch heute leidet sie an den Folgen der Folter. Sie hatte überhaupt keine Zweifel an der Grausamkeit der heutigen KP Chinas. Nachdem sie selbst unterschrieben hatte, nahm sie die Unterschriftenliste mit und ließ in den umliegenden Geschäften und auf der Straße noch 30 weitere Personen für die sofortige Freilassung von Frau Ji unterschreiben.

Das Plakat „Mutter einer Offenbacher Bürgerin wegen des Glaubens an Falun Gong zu 3 Jahren Arbeitslager verurteilt“ zog viele Offenbacher an, die ohne Umschweife zum Unterschreiben an den Stand kamen. Sie erzählten, dass sie den großen Artikel in der Offenbach Post gelesen hätten. Der Besitzer eines Chinarestaurants kam an den Stand der Praktizierenden, überlegte kurz, unterschrieb dann und ging schweigend weg. Nach kurzer Zeit kehrte er zurück und bat uns, ihm die Liste mitzugeben. Er würde sie in seinem Restaurant auslegen, damit noch viele seiner Gäste dort unterschrieben, erklärte er uns. Auch ihm war die Grausamkeit der KPCh bekannt.

Offenbacher Bürger: „Wir fordern die sofortige Freilassung von Frau Ji.“

Sicherlich eine der wichtigsten Unterschriften lieferte die Offenbacher Bürgermeisterin, Frau Birgit Simon, am Informationsstand. Auch sie hatte in der lokalen Zeitung über die Verfolgung von Frau Ji gelesen. Viele Offenbacher Bürger ließen sich gerne mit einem Plakat, auf dem Frau Ji abgebildet war, fotografieren, um mit der Veröffentlichung auf den Webseiten der Falun Gong-Praktizierenden den Verantwortlichen in China ein klares Zeichen zu geben: „Wir wissen, wie es Frau Ji geht und wir fordern ihre sofortige Freilassung“. Mehr als 200 Personen unterschrieben direkt für die Freilassung von Ji Guizhen.

Die Falun Gong-Praktizierenden aus Frankfurt, Offenbach und Umgebung werden diese Infotage und Unterschriftenaktionen so lange fortsetzen, bis Frau Ji wieder in Freiheit ist. Dabei werden viele Menschen von der bösartigen Verfolgung der KPCh gegenüber Falun Gong erfahren. Auch an diesem Samstag war mehrmals der Satz zu hören: „Ich hätte nicht gedacht, dass es auch heute in China noch so schlimm ist.“

Die 62-jährige Falun Gong-Praktizierende Ji Guizhen wurde am 18. Juni 2010 in Suzhou, China in einem Schauprozess zu drei Jahren Arbeitslager verurteilt. Als Grund wurde angegeben, dass Materialien über Falun Gong bei einer Hausdurchsuchung im Juli 2009 bei ihr gefunden worden wären.

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