Share on facebook
Share on twitter
Share on telegram
Share on google
Share on email
Share on print

Geschichten aus dem alten China: Verfolge oder hafte nicht am Egoismus

Qi Jiguang wurde geboren, als sein Vater Qi Jingtong im Alter von 56 Jahren war, ein relativ hohes Alter. Jiguang war der einzige Sohn in der Familie und der Vater liebte sein Kind von ganzem Herzen. Er lehrte Qi Jiguang persönlich darin, Bücher zu lesen und Kampfsport zu praktizieren. Er war sehr streng mit Qi Jiguang`s moralischem Charakter und Benehmen.

Eines Tages, Qi Jiguang war gerade 13 Jahre alt, trug er ein paar sehr gut gefertigter seidener Schuhe. Er war sehr glücklich darüber und er spazierte im Innenhof hin und her damit. Dies hat sein Vater gesehen. Sein Vater rief ihn zum Leseraum und schalt ihn wütend aus: „Einmal trägst Du gute Schuhe, wirst Du natürlich auch davon träumen, gute Kleidung zu tragen. Trägst Du erstmal gute Kleidung, wirst Du natürlich auch von gutem Essen träumen. In so einem jungen Alter hast Du bereits die Geisteshaltung entwickelt, Freude an gutem Essen und guter Kleidung zu haben. Du wirst in der Zukunft eine unersättliche Gier haben. Wenn Du aufwachst, wirst Du an gutem Essen und guter Kleidung hängen. Wenn Du ein Militäroffizier wirst, wirst Du sogar die Gehälter der Soldaten unterschlagen. Wenn Du weiterhin so bleibst, wird es Dir später unmöglich sein, die Akzeptanz von Respektpersonen zu gewinnen.“

Qi Jingtong lernte, dass die seidenen Schuhe ein Geschenk von Qi Jiguang`s Großvater mütterlicherseits waren. Er forderte Jiguang auf, die Schuhe auszuziehen, und er zerriss sie sofort in kleine Stücke, um Jiguang davon abzuhalten, eine schlechte Gewohnheit und den Hang zum Luxus zu entwickeln.
Einmal musste die Familie Qi über ein Dutzend ihrer Räume, die in einem sehr schlechten Zustand waren, renovieren. Qi Jingtong stellte mehrere Kunsthandwerker ein, um diese Arbeit durchzuführen. Weil die Familie einen vorzeigbaren Platz haben musste, in dem sie Beamte des königlichen Hofes bewirten konnten, fragte er die Kunsthandwerker, ob sie vier geschnitzte Blumentüren in der Haupthalle einsetzen konnten; Qi Jiguang übersah diese Montage.

Die Kunsthandwerker betrachteten die Familie Qi als eine Adelsfamilie und sie dachten, dass es zu bescheiden und einfach aussehen würde, wenn es nur vier geschnitzte Türen wären. Sie sprachen Qi Jiguang persönlich an: “Ihre Vorfahren sind Feldherren. Für solch eine erhabene und vermögende Familie sollten alle Türen im ganzen Haus geschnitzt sein, blumige Türen, das wären zusammen zwölf solcher Türen. Nur diese Art von Kulisse wird dem sozialen Status der Familie entsprechen.“ Qi Jiguang dachte, derer Vorschlag wäre begründet und überbrachte ihn seinem Vater.

Qi Jingtong schalt Qi Jiguang ernsthaft für seine extravaganten und protzende Idee. Er verwarnte Qi Jiguang: “Wenn Du selbst den Egoismus weiterverfolgst und an ihm hängst, wirst Du niemals in der Lage sein, große Dinge zu erreichen, wenn du erwachsen wirst.“ Qi Jiguang akzeptierte die Kritik seines Vaters und sagte den Kunsthandwerkern, es sollen nur 4 geschnitzte Türen installiert werden.

Qi Jingtong lehrte Qi Jiguang auch, dass der Grund, tolerante/liberale Fertigkeit und Kampfkunst zu praktizieren nicht darin liegt, persönlichen Ruhm, persönlichen Erfolg oder persönliches Vermögen zu erreichen. Ganz im Gegenteil, es ist für das Wohlergehen der Nation, der Gesellschaft und der Menschen. Darum müssen wir auf den moralischen Charakter von „Treue, Respekt den Eltern gegenüber, Unbestechlichkeit und Rechtschaffenheit“ achten, um uns selbst zu erziehen.

Mit diesem Unterricht, der Disziplin vom Vater, genauso wie das Lernen aus dem vorbildlichen Benehmen des Vaters, begehrte Qi Jiguang keine Verschwendungen und war zufrieden mit bescheidenem Essen. Er war fleißig und ernsthaft beim Studium und Praktizieren der Kampfkunst. Später wurde er ein berühmter General, ebenso wie ein hervorragender Stratege in der Ming Dynasty, der gegen eindringende Minderheiten kämpfte. Darum hat sich sein Name in der chinesischen Geschichte eingeprägt.

Er lernte, dass Anhaftungen von sich zur Schau stellen, frönen, Verbundenheit für das eigene Ansehen, Wohlstand zu erreichen, Erfolge und Status nur darauf abzielen, von anderen umschmeichelt und gelobt zu werden und außerdem alles Manifestationen von Eitelkeit und Egoismus sind. Die Wurzel von Eitelkeit ist die Anhaftung an das eigene Ego. Dieses wird definitiv jemandes großmütiges Streben ruinieren, und dieser Mensch ist dazu verurteilt, dass bedeutende Unternehmungen missglücken. Wenn jemand gefesselt wird von solch trügerischer Ehre und angespornt wird von dieser Mentalität, der kämpft mit anderen oder wird sie sogar schädigen, das ist höchst bedauernswert.

Alle Artikel, Grafiken und Inhalte, die auf Yuanming.de veröffentlicht werden, sind urheberrechtlich geschützt. Deren nicht-kommerzielle Verwendung ist erlaubt, wenn auf den Titel sowie den Link zum Originalartikel verwiesen wird.

Das Neueste

Archiv

Weitere Artikel zu diesem Thema